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Iran und USA: Atomgespräche sollen Freitag im Oman stattfinden | ABC-Z

Stand: 04.02.2026 22:09 Uhr

Trotz Drohgebärden sollen die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in dieser Woche stattfinden. Wie es aus Iran hieß, ist ein Treffen an diesem Freitag im Oman geplant.

An diesem Freitag will Iran nach eigenen Angaben mit den USA im Oman neue Verhandlungen beginnen. Die Atomgespräche seien für 10 Uhr in der omanischen Hauptstadt Maskat geplant, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. “Ich bin unseren omanischen Brüdern dankbar, dass sie alle notwendigen Vorkehrungen getroffen haben”, fügte der Minister hinzu. Zuvor hatten iranische Medien von Streitigkeiten und von einem möglichen Platzen der Verhandlungen berichtet.

Auch aus Kreisen des Weißen Hauses hieß es, die US-Regierung habe zugestimmt, die Gespräche von der Türkei in den Oman zu verlegen. Kurz zuvor war noch befürchtet worden, dass die Pläne für die Gespräche aufgrund von Änderungen in Format und Inhalt ins Stocken geraten könnten.

USA pochen auf Ende von Urananreicherung

Aus Iran hieß es, man strebe ein anderes Treffen an als das von der Türkei vorgeschlagene: In den Gesprächen solle es ausschließlich um das iranische Atomprogramm gehen. Zudem sollten nur Iran und die USA teilnehmen. Der Beamte wollte anonym bleiben. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, US-Vertreter arbeiteten daran, das Treffen mit Iran in dieser Woche aufrechtzuerhalten.

Die USA verlangen von Iran in erster Linie ein Ende der Urananreicherung und eine Begrenzung des Raketenprogramms. Iran weist das als Eingriff in seine Souveränität zurück, signalisiert zugleich aber Verhandlungsbereitschaft zumindest im Atomstreit.

Erneute Drohung von Trump

Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran richtete US-Präsident Donald Trump warnende Worte an den obersten Führer des Landes. Auf die Frage, ob Ajatollah Ali Chamenei aktuell besorgt sein solle, antwortete Trump dem Sender NBC News: “Ich würde sagen, er sollte sehr besorgt sein.”

Einen konkreten Grund dafür nannte Trump in dem Zuge nicht direkt. Er verwies aber auf Verhandlungen seines Landes mit Iran. Er habe gehört, dass Iran versuche, sein Atomprogramm wiederaufzubauen, sagte Trump auf eine entsprechende Nachfrage. Für einen solchen Fall drohte der US-Präsident damit, Iran “schlimme Dinge” anzutun.

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