Zweites Deutsches Fernsehen-“Politbarometer”: CDU liegt in Rheinland-Pfalz laut Umfrage knapp vor der SPD | ABC-Z

In einer Extraausgabe des ZDF-Politbarometers liegt die CDU in Rheinland-Pfalz gut eine Woche vor der Landtagswahl knapp vor der SPD. Der Umfrage nach kommt CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder auf 28 Prozent und liegt damit nur zwei Prozentpunkte vor dem amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD).
Drittstärkste Kraft ist laut Politbarometer die AfD, die auf 19 Prozent kommt. Die Partei würde damit ihren Stimmenanteil von der Landtagswahl im Jahr 2021 mehr als verdoppeln. Die Grünen kommen in der ZDF-Befragung auf neun Prozent und würden etwa das Ergebnis von 2021 wiederholen.
Für die Freien Wähler und die Linke wird es dagegen spannend, ob sie den Einzug in den Landtag schaffen. Beide Parteien sieht das Politbarometer bei fünf Prozent und damit genau an der Grenze der Fünf-Prozent-Hürde.
Bei der Landtagswahl 2021 hatte die SPD mit 35,7 Prozent noch weit vor der CDU mit 27,7 Prozent gelegen. Drittstärkste Kraft waren die Grünen mit 9,3 Prozent, gefolgt von der AfD mit 8,3 Prozent. FDP und Freie Wähler schafften mit 5,5 beziehungsweise 5,4 Prozent knapp den Einzug in den Landtag in Mainz.
Schweitzer liegt bei den Sympathiewerten deutlich vor Schnieder
Kritisch beurteilen die Befragten die bisherigen Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP. Die Arbeit der SPD in der Landesregierung wird dabei auf der Skala von plus fünf bis minus fünf mit einem Durchschnittswert von 0,3 bewertet. Die Bewertung der Arbeit der Koalitionspartner Grüne und FDP liegt sogar im negativen Bereich, bei jeweils minus 0,8 Punkten.
Für die bisher im Landtag vertretenen Oppositionsparteien sieht es in der Bewertung auch nicht besser aus. Die CDU erhält für ihre Oppositionsarbeit eine Bewertung von 0,1, die Freien Wähler minus 0,1 und die AfD minus 2,6.
Bei der Frage, wen die Befragten am liebsten als Ministerpräsidenten hätten, liegt Amtsinhaber Schweitzer mit 41 Prozent klar vor dem CDU-Herausforderer Schnieder, der auf 23 Prozent kommt. AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger kommt auf sechs Prozent.
Mögliche Koalitionen bekommen wenig Zustimmung
Von den möglichen Koalitionen in Rheinland-Pfalz bekommt kein Modell von den Befragten mehr Zustimmung als Ablehnung. Am wenigsten negativ bewertet wird eine Regierung aus CDU und SPD unter Führung der CDU. Das Modell fänden 36 Prozent der Befragten gut und 45 Prozent schlecht.
Ein Bündnis beider Parteien unter Führung der SPD bewerten 35 Prozent als gut und 48 als schlecht. Klar abgelehnt wird eine Koalition aus CDU und AfD, die 74 Prozent der Befragten schlecht bewerteten.
Über die Unsicherheiten von Umfragen
Wahlumfragen sind immer nur Momentaufnahmen der politischen Stimmung. Da nie alle Wahlberechtigten, sondern nur eine Stichprobe befragt wird, unterliegen die Umfragen außerdem statistischen Schwankungen. Um ein möglichst repräsentatives Meinungsbild zu vermitteln, kombiniert der Wahltrend der ZEIT die Werte aller verfügbaren Umfragen zur Bundestagswahl.
Für die Wahlumfragen befragen Meinungsforschungsinstitute regelmäßig eine vierstellige Anzahl Wahlberechtigter. Die meisten Institute rufen sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern an, meist kommen außerdem Onlinebefragungen zum Einsatz. Da sich nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich gut für die Umfragen erreichen lassen, werden die Werte anschließend nach soziodemografischen Merkmalen wie Alter und Geschlecht gewichtet. So entstehen sogenannte repräsentative Stichproben, die in ihrer Zusammensetzung die Gesellschaft möglichst gut abbilden sollen. Die genaue Methodik der Institute ist dabei in der Regel für die Öffentlichkeit nicht transparent.
Umfragewerte sind immer Momentaufnahmen. Mehr als eine grobe Tendenz für ein Meinungsbild lässt sich daraus nicht ableiten. Selbst wenn die Zahlen zum Veröffentlichungszeitpunkt der Umfrage nahe an der Realität liegen, ist immer noch offen, ob die damals befragten Wähler zum Beispiel später tatsächlich ihre Stimme abgeben oder sich kurzfristig umentscheiden.




















