Zwei Deutsche bei nächstem All-Ausflug von Bezos-Firma dabei – erste Rollstuhlfahrerin im Weltraum | ABC-Z

Nach Sängerin Katy Perry und Star-Trek-Captain William Shatner sollen nun auch erstmals zwei Deutsche mit der Rakete von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins All fliegen. Die Raumfahrtingenieure Michaela Benthaus und Hans Königsmann sind Teil der sechsköpfigen Besatzung der „New Shepard“-Rakete, wie Bezos‚ Raumfahrtkonzern Blue Origin am Mittwoch bestätigte. Einen Termin für den All-Ausflug gab es noch nicht.
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Die etwa zehnminütige Reise führt die Crew auf eine Höhe von rund 100 Kilometern. Nach dem Start in der texanischen Wüste bei Van Horn steigt die Kapsel bis in den Suborbit auf, wo die Passagiere für wenige Minuten Schwerelosigkeit und einen spektakulären Blick auf die Erde erleben. Anschließend kehren Rakete und Kapsel weitgehend automatisiert zur Erde zurück — die Rakete landet vertikal, die Kapsel per Fallschirm.
Deutsche könnte erste Rollstuhlfahrerin im All werden
Benthaus arbeitet für die europäische Raumfahrtagentur ESA und hatte ihre Teilnahme bereits bekanntgegeben. Die gebürtige Kielerin ist seit einem Mountainbike-Unfall querschnittsgelähm und wäre damit nach eigenen Angaben die erste Rollstuhlfahrerin auf einer sogenannten suborbitalen Mission – also einem Flug ins All, bei dem die Erde nicht vollständig umrundet wird. „Dies fühlt sich wie ein wichtiger Schritt an, da die Raumfahrt für Menschen mit Behinderungen noch in den Kinderschuhen steckt“, schrieb Benthaus im Onlinenetzwerk Linkedin.
Königsmann arbeitete lange für das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk. Er nannte den Flug mit Benthaus an Bord der „New Shepard“-Rakete einen „persönlichen Meilenstein“.
Vor kurzem sorgten noch zwei andere deutsche Profi-Astronauten für Schlagzeilen: Entweder Matthias Maurer oder Alexander Gerst könnten als erster Deutscher im Rahmen des Artemis-Programms der NASA Richtung Mond fliegen. Auf einer Reise zur geplanten Raumstation „Gateway“, die den Mond umkreisen soll, sind laut NASA Plätze für einen Deutschen, einen Italiener und einen Franzosen vorgesehen.
Blue Origin liefert sich Wettkampf mit Musks SpaceX
Blue Origin bietet die Kurztrips für Weltraum-Touristen bereits seit einigen Jahren an. Rund ein Dutzend davon wurden erfolgreich absolviert. Rund 80 Menschen waren den Angaben zufolge insgesamt dabei – unter anderem die Musikerin Katy Perry und der Schauspieler William Shatner. Beim ersten Flug 2021 war Gründer Bezos selbst an Bord. Zu den Kosten für ein Ticket äußert sich das Unternehmen nicht.
Das Weltraumunternehmen von Bezos steht in Konkurrenz zum Rivalen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk, dem reichsten Mann der Welt. Ende Oktober kündigte die Nasa an, nach einer Reihe von Testpannen bei SpaceX die Mondmission Artemis neu auszuschreiben. Damit erhält auch Blue Origin eine Chance.
Die USA streben bis spätestens 2029 die erste bemannte Mondmission in mehr als 50 Jahren an. Zuletzt waren die USA mit ihren Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechs Mal auf dem Mond gelandet. Eine bemannte Mission zum Mars könnte nach Angaben der Nasa frühestens in den 2030er Jahren erfolgen.
mit dpa/afp














