Zusammenbruch! Drama um Natascha Kampusch | ABC-Z

Wien – Große Sorge um Natascha Kampusch: 20 Jahre nach ihrer Selbstbefreiung spricht ihre Familie von einem schweren gesundheitlichen Zusammenbruch. Die 38-Jährige sei derzeit „meist in einer eigenen Welt“, heißt es aus ihrem engsten Umfeld.
Ihre Schwester, Claudia Nestelberger, die heute weitgehend die Angelegenheiten ihrer Schwester regelt: „Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreißend und wir fühlen uns hilflos.“
Laut Familie ist Natascha Kampusch, die in Wien lebt, aktuell kaum wiederzuerkennen. Die Frau, die nach ihrer Flucht 2006 ruhig, gefasst und redegewandt vor die Kameras trat, ziehe sich nun stark zurück.
In Freiheit wurde Natascha Kampusch wieder zum Opfer
Am 2. März 1998 verschwand Natascha Kampusch. Entführt von Wolfgang Priklopil († 44). Er hielt sie acht Jahre lang im Keller seines Hauses gefangen. 2006 gelang der jungen Frau die Flucht. Ihre Geschichte ging um die Welt. Und Natascha ging auch in Freiheit durch die Hölle.

Denn obwohl sie eindeutig das Opfer von Entführung und Missbrauch war, wurde ihre Geschichte immer wieder angezweifelt. Mehrere Überprüfungen, zuletzt unter Beteiligung des deutschen Bundeskriminalamts sowie des FBI, kamen aber zu einem Ergebnis: Natascha Kampusch sagt die Wahrheit.
Neue Dokumentation zeigt aktuelle Entwicklungen
Mit ihrem Leben von 1998 bis heute beschäftigt sich jetzt die Dokumentation „Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit“ (Montag, 16. März 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON). Darin kommen erstmals Ermittler, Staatsanwälte und Wegbegleiter ausführlich zu Wort. Die Sendung thematisiert auch den aktuellen Gesundheitszustand der 38-Jährigen. Dem Bericht zufolge sollen selbst medizinische Fachleute mit der derzeitigen Situation überfordert sein.

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Rund um den 20. Jahrestag ihrer Selbstbefreiung erreichen die Familie wieder Medienanfragen aus aller Welt. Sie fürchtet, dass Natascha Kampuschs schwierige psychische Situation wieder negative Schlagzeilen machen könnte. Um dem entgegenzutreten, will die Familie sensibel über die Hintergründe des Zusammenbruchs sprechen und die Ursachen beleuchten.





















