Promis auf dem Oktoberfest: Heidi trifft den Vizekanzler, Drake auf Stilkritiker und Becker die Polizei – München | ABC-Z

Die und der Bär
Das ist doch bei aller schriller Aufbretzelei des Anstichtages ein elegant dezenter Anblick. CSU-Politikerin Dorothee Bär, Bundesforschungsministerin und nach einer Mass spätestens nur noch die Doro, mit ihrem Mann bei Heidi Klums Empfang am Samstagabend im Käferzelt. Dorothee Bär hat in Bayern längst den Vornamen abgelegt und firmiert im Sprachgebrauch wie die Klum oder der Gottschalk unter die Bär. Das traditionelle Heliumherz-Motto „I mog di“ wird hier formvollendet vor den Fotografen gespielt, die Schleife sitzt am richtigen Fleck, also rechts für verheiratet, der Arm des Gatten ebenfalls, in einer anständigen Annäherung an Schleife und Gattin.
Heidi mog ihn

Ob da wohl noch ein Rest Bierschaum im Bart hängt? Ist auf der Wiesn natürlich egal, wo einem ohnehin alle Sinne übergehen. Ein Posing-Profipaar wie Kaulitz und Klum, die sich als K&K-Monarchie den ersten Wiesntag medial untertan gemacht haben, zelebriert da den flüchtigen und hingebungsvoll gefühlvollen Liebeskuss, als sei es der erste. Ist es ja auch, zumindest in dieser Minute für die erste Kamera. Die Schleife sitzt auch bei Heidi, in Ermangelung einer solchen trägt Tom dafür den richtigen Namen auf dem Herzen. Mama Klum – links im Bild – ist mit der Pärchen-Performance offenbar zufrieden und widmet sich der weiteren Gästebeobachtung.
Lilly zapft und zahlt

Anzapfen ist Männersache, allerdings nur beim Zuschauen in der Wildstuben. Lilly Becker vollzieht das Bräu-Ritual routiniert und mit einem einwandfreien Bewegungsablauf, den man gleich sechsmal beobachten konnte. Zuschauen konnten die Umstehenden zuvor auch bei einem anderen eher ungewohnten Schauspiel. Laut Bild betraten mehrere Polizisten die Szene am Samstag und baten Becker zu einem Austausch mit dem Gerichtsvollzieher. Laut Bild habe die 49-jährige Ex von Boris Becker, die gerade erst mit Nacktbildern im Playboy auf sich aufmerksam gemacht hat, dann die Forderung des Gerichtsvollziehers – laut der Boulevardzeitung geht es um einen fünfstelligen Betrag nach einer juristischen Auseinandersetzung mit Axel Springer – gleich vor Ort erfüllt.
Flick und die Fotografen

Es ist ein seltenes Bild. Nicht so sehr das von Günter Netzer auf dem Oktoberfest, das kommt eher regelmäßig vor. Aber dass Unternehmer Friedrich Christian „Mick“ Flick das Oktoberfest besucht, geschieht nicht oft. Der Unternehmer und Kunstsammler lebt sonst eher dem Medienrummel abgewandt in der Schweiz. Dementsprechend könnte man seinen Blick auch deuten als: Na gut, wenn’s sein muss, aber bitte schnell.

Man kann dem 38-jährigen Musiker aus Kanada schon ansehen, dass selbst jemand, der Menschenmengen und Gebrüll und Gesinge gewohnt ist, sich auf dem Oktoberfest erst einmal zurechtfinden muss. Den Blick von Drake als dezent ungläubig und leicht staunend zu bezeichnen, ist wohl nicht übertrieben. Der Rapper, der drei ausverkaufte Konzerte in München hinter sich hat, kam am Samstag ins Schützenzelt und zum Käfer und machte manche Fans mit Mini-Zwinkerern so glücklich wie sonst nur mit dem Gewinn von bezahlten Wiesntischen. Die Modepolizei auf den sozialen Netzwerken kommentierte seine Chanel-Latzhose dann allerdings unter anderem so: „Ist das nicht Bob der Baumeister?“
Die ewige Uschi

Klum, Drake, Klingbeil – am Ende muss jeder Klatschreporter und Klatschlesende froh sein, dass Uschi Glas auch immer kommt. Denn wer kann diese Frau in münchnerischer Promi-Souveränität schon das Wasser reichen? Profi in allen Traditionsfragen dieses Festes, immer angemessen gekleidet, und selbst im schlimmsten Blitzlicht-Stakkato dieser Blick: interessiert und distanziert in einem. Dass Uschi Glas als die Glas bekannt ist, muss man hier gar nicht erst erwähnen. Und auf eine sehr angenehme Art ist sie neben ihrem karitativen Engagement auch jedes Jahr wieder die ehrenamtliche Schutzheilige aller Wiesn-Promis.





















