Zoo Berlin trauert um Flusspferd-Kuh Kathi – „Verlust geht Team nahe“ | ABC-Z

Ein Urgestein des Berliner Zoos ist von uns gegangen: Das Flusspferd Kathi ist am 30. März im Alter von 50 Jahren gestorben. Über Jahrzehnte hinweg war sie eine der bekanntesten Bewohnerinnen des Zoos Berlin und zog Besucher aus der ganzen Stadt in ihren Bann.
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In den letzten Jahren stand Kathi unter intensiver Beobachtung des Tierärzteteams. Altersbedingte Arthrose in den Gliedmaßen machte ihr zunehmend zu schaffen, wie der Zoo Berlin mitteilt. „Mit 50 Jahren erreichte Kathi ein Lebensalter, das für Flusspferde außergewöhnlich hoch ist“, erklärte Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Ihr Verlust geht dem gesamten Team dennoch sehr nahe.“

Trotz ihrer Altersbeschwerden war Kathi bis zuletzt gut versorgt: Durch speziell abgestimmte Nahrung, eine angepasste Umgebung und kontinuierliche veterinärmedizinische Betreuung erreichen Tiere in zoologischen Gärten oft ein deutlich höheres Alter als in freier Wildbahn. Die genaue Todesursache soll derzeit im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersucht werden.

Flusspferde wie Kathi gelten als gefährdet. Sie erreichte im Zoo Berlin ein außergewöhnlich hohes Alter.
© Zoo Berlin | Zoo Berlin
Flusspferd-Kuh Kathi brachte vier Nachkommen in den Zoo Berlin
Kathi wurde am 17. Mai 1975 im Silesian Zoological Park in Chorzów, Polen, geboren und lebte seit 1997 in Berlin. Während ihrer Zeit im Zoo brachte sie viermal Nachwuchs zur Welt: Emilio (2000), Witha (2008), Lotty (2010) und Max (2012). Damit prägte sie die Flusspferdhaltung in der Hauptstadt entscheidend mit.
Die verbleibenden Flusspferde Bouli (13), Nala (14) und Willi (Jahrgang 2025) hielten sich nach Kathis Tod zunächst in ihrer Nähe auf. Flusspferde gehören zu den größten an Land lebenden Säugetieren, verbringen den Großteil ihres Lebens im Wasser und gelten trotz ihres ruhigen Erscheinungsbildes als territorial und potenziell gefährlich.

Auf der Roten Liste der IUCN gelten Flusspferde als „gefährdet“. In den letzten zehn Jahren ist der Bestand schätzungsweise um 10 bis 20 Prozent zurückgegangen, bedroht durch Wilderei und Lebensraumverlust





















