Zeitumstellung 2026: In der kommenden Nacht beginnt die Sommerzeit | ABC-Z

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Zeitumstellung: Warum ist das für einige Menschen eine Belastung? (1 Min)
Stand: 28.03.2026 17:25 Uhr
In der Nacht von heute auf morgen werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Mit der Zeitumstellung um 2 Uhr beginnt wieder die Sommerzeit. Abends bleibt es dann länger hell, morgens zunächst etwas länger dunkel.
Alljährlich am letzten März-Wochenende wechseln Deutschland und die anderen EU-Staaten sowie die meisten europäischen Nachbarstaaten zur mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet: In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2026 werden die Uhren wieder von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Die Nacht zum Sonntag ist dadurch 60 Minuten kürzer als üblich.
Zeitumstellung führt zu gesundheitlichen Problemen
Bei vielen Menschen sorgt die Zeitumstellung für Schlafprobleme. Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit vom Herbst 2025 gab knapp ein Drittel aller Befragten an, nach der Zeitumstellung schon einmal Beschwerden verspürt zu haben. Zu den häufigsten Problemen zählen Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Gereiztheit und depressive Verstimmungen. Bei Frauen traten deutlich häufiger Beschwerden auf als bei Männern. Auch das Alter spielt eine Rolle. Ältere Menschen haben demnach mit der Umstellung mehr Probleme als jüngere.
Konkrete Auswirkungen hat die Zeitumstellung laut Umfrage auch auf den Arbeitsalltag: 16 Prozent der Erwerbstätigen gaben an, schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen zu sein. Schlafforscher raten, die Schlafzeit über mehrere Tage verteilt zu verschieben – also bereits vor der Zeitumstellung täglich etwa zehn Minuten früher aufzustehen.
Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Seit ihrer Einführung wird über Sinn und Unsinn der Zeitumstellung diskutiert. Die Europäische Union plant bereits seit 2018 die Abschaffung der Sommerzeit, das Europäische Parlament stimmte 2019 dafür, doch seitdem liegen die Pläne auf Eis. Damit es in der EU keine wechselnden Zeitzonen von Land zu Land gibt, sollen sich die Mitgliedsstaaten abstimmen, ob künftig dauerhaft die Sommerzeit gilt oder die bisherige Normalzeit, die mitteleuropäische Zeit. Doch eine Einigung ist nicht in Sicht.
Eine Stunde vor oder zurück?
Eselsbrücken helfen beim Drehen an der Uhr:
Im Frühjahr werden die Gartenstühle VOR das Haus gestellt, im Herbst ZURÜCK in den Keller.
Die Temperatur ist im Frühjahr im Plus, im Herbst im Minus.
Im US-Amerikanischen heißt es: SPRING forward, FALL back.
Ärzte sprechen sich gegen dauerhafte Sommerzeit aus
Umfragen zufolge wünscht sich eine Mehrheit in Deutschland eine dauerhafte Sommerzeit. Die meisten Wissenschaftler, vor allem Schlafmediziner, befürworten dagegen eine ganzjährige Normalzeit. Für sie spricht gegen eine dauerhafte Sommerzeit, dass es im Winter morgens zu lange dunkel wäre. Die Sonne würde umso später aufgehen, je weiter im Norden von Deutschland man sich befände. Die Menschen müssten morgens aber trotzdem früh aufstehen. Ihnen würde es aufgrund der längeren Dunkelheit schwerer fallen, wach zu werden. Die Folge wäre Schlafmangel. Dauerte dieser länger an, könnte die Gesundheit darunter leiden. Die längere morgendliche Dunkelheit könnte zudem dazu führen, dass Unfälle auf Arbeits- und Schulwegen zunehmen.
Bahn gerät vorübergehend aus dem Takt
Auch für die Deutsche Bahn bedeutet die Umstellung immer wieder eine Herausforderung. Zwar sind nachts nur wenige Personenzüge unterwegs, die fehlende Stunde bringt deren Fahrplan aber durcheinander. Die Bahn versucht nach eigenen Angaben, planmäßige Aufenthalte der Nachtzüge so zu verkürzen, dass sie am Morgen pünktlich ankommen. Ist das nicht möglich, erreichen sie ihr Ziel mit Verspätung. Güterzüge schickt die Bahn in der Nacht der Zeitumstellung möglichst früher auf die Reise.
Winterzeit: Zurück zur Normalzeit am 25. Oktober
Die Zeitumstellung erfolgt immer am letzten Sonntag der Monate März und Oktober. 2026 endet die Sommerzeit am 25. Oktober. Das zentrale Kommando für alle Funkuhren kommt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.
Wann gab es in Deutschland keine Zeitumstellung?
Bis 1979 galt auch im Sommer die Normalzeit. Seit 1980 werden die Uhren im Frühjahr von der mitteleuropäischen Zeit auf Sommerzeit umgestellt. Sie wurde ursprünglich eingeführt, um Energie zu sparen, da es abends dann länger hell bleibt. Laut Umweltbundesamt hat sich diese Erwartung allerdings nicht erfüllt: Zwar schalten die Menschen abends seltener das Licht an, dafür heizen sie aber im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr. Das gleiche sich in der Summe aus.
Erste Versuche, an der Zeit zu drehen, gab es bereits vor mehr als 100 Jahren: 1916, während des Ersten Weltkrieges, führte das Deutsche Reich als erstes Land weltweit eine Sommerzeit ein. Mit dem Ende des Krieges 1918 war das Projekt beendet.
Im Jahr 2026 beginnt die Sommerzeit am 29. März. Alljährlich am letzten Sonntag im März werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt, von 2 auf 3 Uhr. Am letzten Sonntag im Oktober werden sie wieder um eine Stunde zurückgestellt, also von 3 auf 2 Uhr.
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