Wirklich abgesichert: Das sind die besten Versicherungspolicen für Haus und Hausrat | ABC-Z

Wirklich abgesichertDas sind die besten Versicherungspolicen für Haus und Hausrat
02.03.2026, 07:17 Uhr
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Einbruchdiebstahl, Leitungswasserschäden und Wohnungsbrände zählen zu den teuersten Risiken für Haus- und Wohnungseigentümer – und beim Thema Einrichtung ebenso für Mieter. Welche Versicherungstarife den besten Schutz bieten, hat Franke und Bornberg für ntv analysiert.
Wohngebäudeversicherungen sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden – wegen steigender Schadenzahlen und der Inflation. An einer umfassenden Absicherung zu sparen, wäre angesichts des hohen Vermögenswerts einer Immobilie dennoch leichtsinnig. Bei der Bewertung legt Franke und Bornberg daher besonderes Gewicht auf die Leistung (70 Prozent), ohne den Preis (30 Prozent) außer Acht zu lassen. Untersucht wurden Tarife und Tarifkombinationen von 17 Versicherern. Die Höhe der Prämie wurde jeweils für ein Musterhaus an sechs unterschiedlichen Standorten berechnet.
Die Top-Tarife in der Wohngebäudeversicherung
Generell gilt: Die Tarife unterscheiden sich stark, deshalb sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und gut beraten lassen. Die Policen lassen sich individuell zusammenstellen – etwa um eine Elementarschadenversicherung (Schutz bei Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch), den Schutz von Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen zu ergänzen.
Besonders wichtig ist der Schutz bei Leitungswasserschäden. Solche Schäden – ob Wasserflecken, abplatzender Putz, aufgeweichte Böden oder verdeckte Leckagen – sind oft langwierig und teuer in der Behebung. Bei der Tarifauswahl sollte man daher auf Leistungen für Rohrbrüche an Zu- und Ableitungsrohren sowie auf die Übernahme von Aufräumungs- und Abbruchkosten oder gegebenenfalls Hotelkosten achten.
Um die Höchstbewertung FFF+ von Franke und Bornberg zu erhalten, müssen auch folgende Punkte erfüllt sein: Der Versicherungsschutz besteht für Ableitungsrohre sowohl auf dem eigenen Grundstück als auch außerhalb – ohne separate Kündigungsregelung. Schäden durch mutwillige Beschädigung oder Vandalismus bis 8.000 Euro gehören ebenfalls dazu.
Schwächere Tarife schneiden besonders schlecht ab, wenn Leistungen bei Rohrbruch, Schäden durch Tiere, Vandalismus oder umgestürzten Bäumen fehlen. Auch der Schutz bei Seng- und Schmorschäden oder die Übernahme von Hotelkosten ist häufig unzureichend. Manche Policen verlieren zusätzlich Punkte durch Lücken beim Versichererwechsel.
Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen können grundsätzlich in der Wohngebäudeversicherung mitversichert sein – der genaue Schutzumfang hängt vom gewählten Tarif und den Vertragsbedingungen ab. Es lohnt sich zu prüfen, ob Diebstahl von Wärmepumpen oder Überspannungsschäden bei Solaranlagen abgedeckt sind. Für diesen Schutz gibt es spezielle Zusatzbausteine unter dem Schlagwort “Erneuerbare Energien”. Balkonkraftwerke in einer Mietwohnung fallen hingegen in den Bereich der Hausratversicherung und sind in neueren Verträgen meist bereits eingeschlossen.
Die Top-Tarife in der Hausratversicherung
Die Hausratversicherung schützt Möbel, Elektronik, Wertsachen und auch Fahrräder – zumindest bis zu den vertraglich vereinbarten Grenzen. Versichert ist das gesamte bewegliche Eigentum in der Wohnung und den dazugehörigen Nebenräumen. Franke und Bornberg hat Angebote von 35 Gesellschaften untersucht. Die Prämienhöhe und das daraus resultierende Ranking wurden anhand eines Musterfalls berechnet.
Neben dem Elementarschutz – also dem Schutz bei Schäden durch Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch – bewertete Franke und Bornberg insbesondere den Umgang der Versicherer mit grober Fahrlässigkeit. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn jemand die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt – etwa, wenn eine brennende Kerze unbeaufsichtigt gelassen wird. Ein Top-Tarif verzichtet hier unabhängig von der Schadenhöhe auf Kürzungen bei den Leistungen. Des Weiteren sollte Bargeld außerhalb von Wertschutzschränken bis 2.000 Euro versichert sein. Wer ein Bankschließfach nutzt, sollte besonders auf Versicherungsschutz achten. Wichtig ist zudem ein ausreichender Vorsorgebetrag: Die Versicherungssumme sollte sich automatisch um mindestens 15 Prozent erhöhen, um Wertsteigerungen auszugleichen und eine Unterversicherung im Schadenfall zu vermeiden.
Auch an diesen Stellen zeigen sich Qualitätsunterschiede: Schlecht bewertet wurden vor allem Tarife mit zu niedrigen Leistungen bei Onlineschäden oder beim unberechtigten Gebrauch von Kreditkarten. Beim Thema Diebstahl offenbaren sich häufig Lücken – sei es bei Trickdiebstahl, aus dem Auto oder auf Reisen, aber auch bei Gartenmöbeln, Grills, Kinderwagen oder Gegenständen im Wohnmobil. Nicht zuletzt lassen bei schwächeren Policen die Leistungen für Seng- und Schmorschäden sowie für Schäden durch Rauch und Ruß zu wünschen übrig.
Der Fahrradschutz spielt in nahezu jedem Haushalt eine Rolle. In leistungsstärkeren Hausrattarifen sind Fahrräder gegen Diebstahl versichert, wenn sie sich in der abgeschlossenen Wohnung, im Keller oder – außerhalb – an einem festen Gegenstand angeschlossen befinden. Die Höhe der Absicherung variiert: Top-Tarife schließen Fahrräder häufig bis zu einer bestimmten Summe, etwa 3.000 Euro, automatisch ohne Mehrbeitrag mit ein. Reicht das nicht aus – etwa bei hochwertigen E-Bikes -, ist eine höhere Zusatzdeckung oder eine eigenständige Fahrradversicherung sinnvoll.
Gute Versicherungen kosten mitunter mehr – bieten im Schadenfall aber den entscheidenden Unterschied. Wer Leistungen und Bedingungen sorgfältig prüft und den Schutz regelmäßig an die eigenen Werte anpasst, ist im Ernstfall auf der sicheren Seite.





















