Wie blockiert Deutschland seinen eigenen Strommarkt, Wolfgang Gründinger? | ABC-Z

Der deutsche Strommarkt ist mitten im Umbau: mehr Erneuerbare, mehr Volatilität – und gleichzeitig noch zu viele Regeln, die Flexibilität ausbremsen. Dabei entscheidet sich die nächste Phase der Energiewende nicht nur beim Zubau von Wind und Solar, sondern dort, wo Strom intelligent integriert wird: im Zusammenspiel aus Smart Metern, Speichern, Wärmepumpen, E-Autos und virtuellen Kraftwerken.
In dieser Folge ist Host Gundula Ullah wieder zurück am Mikro – nach Wochen, in denen sie unter anderem bei der UN war, um eine bereits veröffentlichte Sonderfolge mit Annalena Baerbock zu koordinieren (unbedingt reinhören!).
Im Gespräch mit Wolfgang Gründinger (Chief Evangelist bei Enpal) geht es um die Frage, wie wir den deutschen Strommarkt so modernisieren, dass Flexibilität belohnt wird: weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung und ein System, das erneuerbaren Strom schnell und günstig ins Netz bringt.
„Strommärkte kennen kein Parteibuch.“
Wolfgang spricht mit uns darüber:
◍ warum die erste Phase der Energiewende (Mengen-Ausbau) vergleichsweise „einfach“ war – und warum jetzt die intelligente Integration entscheidend wird
◍ wie virtuelle Kraftwerke aus tausenden Heimspeichern eine „Großbatterie“ machen – und weshalb wir dafür Smart Meter und klare Prozesse brauchen
◍ warum Eigenverbrauch allein nicht reicht: der Mindset-Switch hin zur Systemlogik (laden, wenn Strom günstig ist / einspeisen, wenn er knapp ist)
◍ bidirektionales Laden, E-Autos und Wärmepumpen als Flexibilitätshebel – und welche Rolle dynamische Tarife dabei spielen
◍ Bürokratie-Bremsen aus der Praxis: viele Zuständigkeiten, lange Prozesse – und warum das die Umsetzung unnötig teuer macht
◍ was sich bis 2030 ändern muss: schneller digitalisieren, Prozesse vereinheitlichen, Netzentgelte modernisieren – damit Erneuerbare systemstabil und bezahlbar wirken
Über unsere neue VOICE. For FUTURE. Wolfgang Gründinger:
Wolfgang Gründinger ist Chief Evangelist bei Enpal. Als Autor, politischer Kopf und heute an der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft setzt er sich dafür ein, dass aus Stromkund*innen aktive Akteu*:innen werden – und dass Solar, Speicher, Wärmepumpe und E-Mobilität gemeinsam als Systembausteine der Energiewende funktionieren.
Quellen & Begriffe zum Nachlesen:
◍ Virtuelle Kraftwerke: Grundprinzip & Nutzen https://energiewende.bundeswirtschaftsministerium.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2015/13/Meldung/direkt-erklaert.html?utm_source=chatgpt.com
◍ Smart Meter / intelligentes Messsystem & Smart-Meter-Gateway: Grundlagen und Rollout https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Internet-der-Dinge-Smart-leben/Smart-Meter-Gateway/smart-meter-gateway_node.html?utm_source=chatgpt.com
◍ Netzentgelte & Flexibilität: Einordnung zur Rolle dynamischer Tarife https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/Vertragsarten/DynStromtarife/start.html?utm_source=chatgpt.com
◍ Strommarkt & Merit-Order: Warum der teuerste Strom oft den Preis setzt https://www.bpb.de/themen/wirtschaft/energiepolitik/562452/wie-kommt-der-strompreis-zustande/?utm_source=chatgpt.com
◍ Beispielrechnung „bis zu 150.000 € / 25 Jahre“ (Modellvergleich fossil vs. „grüner Haushalt“, DIW Econ im Auftrag von Enpal)
https://diw-econ.de/wp-content/uploads/DIW-Econ_Enpal_Studie_v6.0.pdf
Redaktionsschluss: 13.01.2026
Aufzeichnung im FUNKE Studio in Berlin: 15.01.2026





















