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Widersprüchliche Signale: Trump-Äußerungen zum Iran treiben Wall Street an | ABC-Z

Widersprüchliche SignaleTrump-Äußerungen zum Iran treiben Wall Street an

23.03.2026, 22:44 Uhr

Die US-Börsen haben leichten Aufwind. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der Iran-Krieg hält die Wall Street weiterhin in Atem. Während US-Präsident Trump die Hoffnungen auf eine mögliche Annäherung nährt, sendet Teheran gegenteilige Signale aus. Für ein Plus an den Märkten reicht es jedoch, wobei sich mehrere Branchen hervortun.

Die US-Börsen haben am Montag nach Äußerungen von Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg zugelegt. Der Dow Jones gewann 1,4 Prozent auf 46.208 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,4 Prozent auf 21.947 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,1 Prozent auf 6581 Stellen zu.

Trump hatte erklärt, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. In den beiden vergangenen Tagen habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben. Das iranische Außenministerium wies die Darstellung jedoch zurück: Ein Sprecher teilte mit, es habe keine Gespräche mit den USA gegeben und die Bedingungen für ein Ende des Krieges hätten sich nicht geändert.

Trumps Entspannungssignale wirkten sich auch auf die Zinserwartungen aus. Die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember sank nach den Äußerungen Trumps auf 24 Prozent, nachdem sie zuvor bei über 50 Prozent gelegen hatte. In der vergangenen Woche hatten die Märkte ihre Erwartungen an eine baldige Lockerung zurückgeschraubt, nachdem die US-Notenbank Fed einen restriktiven Kurs signalisiert und für dieses Jahr nur noch eine einzige Zinssenkung in Aussicht gestellt hatte. “Die Fed steckt für eine Weile fest”, sagte David Bianco, Chief Investment Officer für Amerika bei der DWS. “Ein Konflikt ist inflationär, aber man erhöht die Zinsen nicht, wenn sich das eigene Land mitten in einem tiefen, eskalierenden Konflikt befindet.”

Besonders gefragt waren Aktien aus der Reisebranche. Papiere von Fluggesellschaften wie American Airlines und United Airlines legten um 3,7 und 4,5 Prozent zu. Kreuzfahrtanbieter wie Carnival Corp, Norwegian Cruise Lines und Viking Holdings gewannen um bis zu 6,2 Prozent.

Bankenwerte, die während des Konflikts stark verkauft worden waren, erholten sich ebenfalls. JPMorgan Chase und Goldman Sachs gewannen 1,2 und 2,2 Prozent. Unter den Einzelwerten stiegen die Aktien von Synopsys um 2,9 Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass der aktivistische Investor Elliott eine milliardenschwere Beteiligung an dem Unternehmen aufgebaut hatte.

Quelle: ntv.de, hul/rts

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