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Wetter: Schnee und Glatteis sorgen für Unfälle, Tote und Verletzte – Wetterdienst warnt – Panorama | ABC-Z

Ein Wintereinbruch hat Teile Deutschlands in der Nacht weiß gefärbt und für rutschige Straßen und teils gefährliche Glätte gesorgt. Für die Regionen Stuttgart und Tübingen galt in den frühen Morgenstunden eine amtliche Unwetterwarnung vor extremem Glatteis. Auch in Bayern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg kam es zu rutschigen Straßen, einzelnen Unfällen und Behinderungen. Polizeisprecher in Bayern und in Niedersachsen sprachen von der ersten richtigen Schneenacht dieses Winters.

Die Verkehrsinformationszentrale Berlin mahnt zu erhöhter Vorsicht auf Straßen und Gehwegen bei Schneefall und Minusgraden. „Bitte darauf achten: Glättegefahr, besonders auf den Straßen im Nebennetz und auf Geh- und Radwegen“, hieß es in einer Meldung. Man solle für seine Wege „mehr Zeit“ einplanen. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe warnten vor Glatteis. „Im gesamten Stadtgebiet fahren die Buslinien unregelmäßig“, teilte das Unternehmen mit. Am Montagmorgen hatte es in weiten Teilen Berlins geschneit. Hinzu kamen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Auch in Niedersachsen und Bremen haben Schnee und Glätte in der Nacht zu zahlreichen Unfällen geführt. Der Schwerpunkt lag dabei im Nordwesten, wie die Polizeidienststellen mitteilten. Allein im Bereich zwischen Cuxhaven, Jever und Diepholz gab es 42 Glätteunfälle. Das berichtete die dort zuständige Polizeidirektion Oldenburg. Schwer verletzt worden sei dabei aber niemand.

Bei Schnee und Eis auf Bayerns Straßen sind in den Nacht- und Morgenstunden Dutzende Autofahrer verunglückt. Es gab mindestens drei Tote, zwei lebensgefährlich Verletzte und zahlreiche Leichtverletzte. Teils wurden Straßen über Stunden gesperrt. Auch am Montagmorgen hatten die Einsatzkräfte allerhand zu tun. Es gab mindestens 70 wetterbedingte Unfälle, wie die Polizeipräsidien meldeten, Tendenz steigend.

Vielerorts gab es wegen starken Schneefalls und Glätte erhebliche Verkehrsbehinderungen. Wegen erheblicher Straßenglätte setzte die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) in der Nacht zum Montag ihren gesamten Busverkehr im Stadtgebiet aus.

Rettungskräfte sind nach einem Unfall auf der Autobahn 93 im Einsatz. Bei dem Zusammenstoß starben mindestens drei Menschen.
Rettungskräfte sind nach einem Unfall auf der Autobahn 93 im Einsatz. Bei dem Zusammenstoß starben mindestens drei Menschen. (Foto: Jason Tschepljakow/dpa)

In Mittelhessen wurden in der Nacht neun Menschen bei Dutzenden Unfällen verletzt. Darunter gelte eine Frau als schwer verletzt, weil sie in ein Krankenhaus gekommen sei, sagte eine Polizeisprecherin. Insgesamt habe es im Gebiet der Polizei Mittelhessen zwischen Sonntagabend, 18 Uhr, und dem Morgen 38 Unfälle gegeben, sagte sie. Die meisten davon seien auf Schneefall und daraus resultierende Glätte zurückzuführen. Bei allen Unfällen zusammen habe es einen Schaden von etwa 273 000 Euro gegeben.

Ein Mensch stirbt bei einem Unfall auf der A81

Auf den Straßen in Baden-Württemberg ist es trotz der Warnungen vor Blitzeis und Rutschpartien in der Nacht und am frühen Morgen weitgehend ruhig geblieben. „Das Glätte-Eis-Chaos ist ausgeblieben“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. „Um diese Jahreszeit ist das Wetter halt so, und angesichts dessen war alles in erwartbarem Rahmen.“ Auch in den Regionen Stuttgart und Tübingen gab es trotz einer amtlichen Unwetterwarnung vor extremem Glatteis kaum Einsätze. „Wir hatten in der ganzen Nacht nur drei Glatteisunfälle“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Reutlingen.

Mehrere Glatteisunfälle auf der A7 im Landkreis Heidenheim gingen am Sonntagabend glimpflich aus. Auf der A81 bei Geisingen (Kreis Tuttlingen) kam hingegen bei einem Unfall auf der Autobahn 81 ein Mensch ums Leben. Laut Polizei war ein Autofahrer ins Schleudern gekommen. Einzelheiten zum Unfallhergang und zum Todesopfer waren noch nicht bekannt. Noch ist unklar, ob Glatteis die Ursache für den Unfall war.

Ein Fahrzeug räumt Eis am Flughafen München.
Ein Fahrzeug räumt Eis am Flughafen München. (Foto: Jason Tschepljakow/dpa)

Am Flughafen Köln/Bonn pausierte der Flugbetrieb wegen Blitzeises am Sonntagnachmittag für 45 Minuten. Am Flughafen München startete der Flugverkehr am Morgen weitgehend ohne wetterbedingte Probleme.

Zum Wochenstart bleibt es winterlich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch für den heutigen Tag vor weiterem Schneefall, gefrierendem Regen und anhaltenden Verkehrsbehinderungen, besonders im Süden und Südosten. Für einige Regionen in Bayern galt in den frühen Morgenstunden eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs warnte der Wetterdienst vor markanter Glätte.Zum Wochenstart soll es erst einmal winterlich bleiben. Allerdings kann sich der Schnee auch verflüssigen und kommt dann als Regen herunter. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 1 Grad an der Oder und 8 Grad im Aachener Raum.

In der Nacht zum Dienstag soll es laut Wetterdienst weiterhin viele Wolken und im Süden und Südosten anhaltenden Regen geben. Auch am Dienstag soll es demnach „im Südosten bis zum Mittag noch anhaltende, teils kräftige Schneefälle“ geben. Gebietsweise besteht wieder Glätte.

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