Ukraine-Krieg: ++ Russland stationiert atomwaffenfähige Hyperschall-Raketen in Belarus ++ Liveticker | ABC-Z

Russland wirft der Ukraine vor, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Diese Vorwürfe weist Kiew zurück – und spricht von einer Lüge. US-Präsident Trump sagt, er sei von Putin informiert worden. Der Kreml teilt mit, seine Position bei den Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine zu überdenken.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die Sicherheitspolitik in Europa im Liveticker:
14:50 Uhr – Russland stationiert atomwaffenfähige Hyperschall-Raketen in Belarus
Russland hat die Stationierung seines atomwaffenfähigen Hyperschall-Raketensystems Oreschnik im verbündeten Belarus bekannt gegeben und die Raketen in den aktiven Dienst gestellt. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte heute erstmals ein Video, das die mobilen Raketensysteme zeigen soll. Belarus grenzt an die Ukraine und die Nato-Mitglieder Polen, Litauen und Lettland.
Mit dem Schritt will Moskau seine Fähigkeit verbessern, im Kriegsfall Ziele in ganz Europa schneller anzugreifen. Präsident Wladimir Putin zufolge soll es unmöglich sein, die Oreschnik-Raketen abzufangen. Grund sei deren Tempo, das Berichten zufolge mehr als das Zehnfache der Schallgeschwindigkeit erreichen könne. Putin zufolge ist die Zerstörungskraft der Oreschnik selbst mit einem konventionellen Sprengkopf mit der einer Atomwaffe vergleichbar.
Einige westliche Experten sehen in der Entwicklung einen Beleg für die wachsende Abhängigkeit des Kremls von der Androhung eines Atomwaffeneinsatzes. Damit solle die Nato davon abgehalten werden, die Ukraine mit Waffen zu beliefern, die tief in Russland einschlagen können. Westliche Vertreter äußerten sich jedoch skeptisch über die Fähigkeiten der Oreschnik. Ein US-Beamter sagte im Dezember 2024, die Waffe werde nicht als entscheidend für das Schlachtfeld angesehen. Russland hatte im November 2024 eine konventionell bewaffnete Oreschnik gegen ein Ziel in der Ukraine getestet. Raketen mit mittlerer Reichweite können Ziele in bis zu 5500 Kilometern Entfernung treffen.
12:36 Uhr – Merz: „Jetzt braucht es Ehrlichkeit von allen – auch von Russland“
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert von den Beteiligten in den Friedensgesprächen Ehrlichkeit. „Jetzt braucht es Transparenz und Ehrlichkeit von allen – auch von Russland“, schreibt er auf der Plattform X. Zusammen mit europäischen und kanadischen Partnern des Berlin-Formats habe man sich heute abgestimmt. „Wir treiben den Friedensprozess voran.“
11:59 Uhr – Kiew: Moskau liefert keine Beweise für angeblichen Beschuss von Putin-Residenz
Die ukrainische Regierung wirft dem Kreml vor, keine Beweise für den angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Putin vorzulegen. „Russland hat noch keine plausiblen Belege zur Untermauerung seiner Vorwürfe geliefert, wonach die Ukraine die Residenz Putins angegriffen habe“, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einer Onlinebotschaft. Er bekräftigte, „dass kein Angriff dieser Art stattgefunden hat“.
Der Kreml teilte seinerseits am mit, dass er keine Beweise für den angeblichen Angriff auf die Putin-Residenz zu präsentieren beabsichtige. Es brauche keinen Beleg für „solch einen massiven Drohnenangriff“, der dank der guten Koordination im russischen Luftabwehrsystem abgewehrt worden sei, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
10:23 Uhr – Wüste Drohung: Medwedjew will nach Selenskyjs Tod dessen konservierten Leichnam ausstellen
Russlands Ex-Staatschef Dmitri Medwedjew hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem mit Beleidigungen gespickten Text auf Telegram mit dem Tod gedroht. Selenskyj habe in seiner Weihnachtsansprache „einem Menschen“ – mutmaßlich Kremlchef Wladimir Putin – den Tod gewünscht, schrieb Medwedjew auf Russisch in dem Post.
„Allen ist klar, dass er den Tod nicht nur ‚eines Menschen‘ wünscht, sondern unser aller und unseres Landes. Und er wünscht es nicht nur, er hat auch massive Angriffe befohlen“, behauptete der jetzige Vizechef des russischen Sicherheitsrates. „Ich werde hier nicht über seinen gewaltsamen Tod schreiben, obwohl gerade jetzt der Sensenmann dem Schuft oft im Nacken sitzt.“
Medwedjew fügte hinzu, nach Selenskyjs baldigem Tod sollte dessen konservierter Leichnam „zu wissenschaftlichen Zwecken“ in der Kunstkammer in St. Petersburg gezeigt werden. In diesem Raritätenkabinett hatte Zar Peter I. im 18. Jahrhundert naturwissenschaftliche Objekte sammeln lassen, darunter viele Missbildungen.
Selenskyj hatte in seiner Ansprache zu Heiligabend gesagt, wenn jeder Ukrainer für sich einen Wunsch habe, wäre das wohl, „dass er stirbt“. Er nannte keinen Namen, doch im Kontext lässt sich dies nur auf Putin beziehen. Selenskyj fuhr fort: „Aber wenn wir uns an Gott wenden, bitten wir natürlich um mehr. Wir bitten um Frieden für die Ukraine.“
10:04 Uhr – Bericht: Gespräch von Tusk mit europäischen Politikern über Ukraine
Dem Sender TVN24 zufolge will Polens Ministerpräsident Donald Tusk um 11.00 Uhr (MEZ) mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs über die Lage in der Ukraine beraten.
06:48 Uhr – Putin-Berater sagt, Trump sei „schockiert“ – Kreml will Verhandlungsposition überdenken
Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, erklärt, der Kreml hoffe auf Verständnis der USA dafür, dass Russland nach dem angeblichen Angriff auf Putins Anwesen seine Position bei den Verhandlungen überdenke. Der Kremlchef habe Trump informiert. Trump sei „schockiert“ gewesen von den Schilderungen Putins, behauptete Uschakow.
„Angesichts des von Kiew ausgeübten Staatsterrorismus kann die russische Seite nicht anders handeln“, betonte er mit Blick auf die Erklärung, dass Russland nun seine Position bei den Friedensverhandlungen auf den Prüfstand stelle. „Dies wurde sehr deutlich zum Ausdruck gebracht“, sagte Uschakow. Zugleich habe Putin betont, „dass die russische Seite weiterhin eng und fruchtbar mit den amerikanischen Partnern zusammenarbeiten will, um Wege zum Frieden zu finden“.
06:00 Uhr – Welche Beweise gibt es für einen Angriff auf die Putin-Residenz?
Russland wirft der Ukraine vor, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Laut russischen Medien handelt es sich um die Waldai-Residenz, die im Gebiet Nowgorod zwischen Moskau und St. Petersburg liegt. Dort soll Putin oft seine Wochenenden mit der Familie verbringen. Über Schäden oder Verletzte ist nichts bekannt, Beweise für eine Attacke legte Russland bislang nicht vor. Das russische Verteidigungsministerium teilte lediglich mit, dass die Drohnen über den Gebieten Brjansk, Smolensk und Nowgorod „neutralisiert“ worden seien, genauere Angaben wurde aber nicht gemacht.
Das russische Portal „The Insider“ weist darauf hin, dass weder das Verteidigungsministerium noch der Gouverneur der Region bei ihren Mitteilungen über die Drohnenangriffe die Putin-Residenz erwähnen.
Montag, 29. Dezember:
22:55 Uhr – Lawrow: Westen muss sich mit Realitäten in der Ukraine abfinden
Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt, der Westen müsse verstehen, dass Russland die strategische Initiative in der Ukraine innehabe. Lawrow sagt der Agentur RIA, der Westen müsse sich fast vier Jahre nach dem Beginn der „militärischen Sonderoperation“ in der Ukraine mit den territorialen Realitäten vor Ort abfinden.
Eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe setze zudem ein Ende der Nato-Präsenz in der Ukraine voraus. Das Land müsse einen neutralen, bündnisfreien Status annehmen. Lawrow sagt darüber hinaus, die USA unterstützten nun die allen klar gewordene Auffassung, dass mit dem Auslaufen des Mandats des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Neuwahlen erforderlich seien.
20:41 Uhr – Trump kritisiert angeblichen ukrainischen Angriff auf Putin-Residenz
Donald Trump hat den angeblichen Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Staatschefs Wladimir Putin kritisiert. Angesichts der derzeit laufenden Gespräche über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine sei es „nicht der richtige Zeitpunkt“ für einen solchen Angriff, sagte Trump am Montag zu Journalisten auf seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida.
„Es ist eine Sache, offensiv zu sein, weil sie offensiv sind. Es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um so etwas zu tun“, sagte Trump. Putin selbst habe ihn in einem Telefonat darüber informiert, „dass er angegriffen wurde. Das ist nicht gut“, betonte der US-Präsident und fügte hinzu, er sei „sehr wütend darüber“.
20:21 Uhr – Putin will Gebietshauptstadt Saporischschja einnehmen lassen
Die russische Armee rückt in der Ukraine nach Angaben der Militärführung in Moskau in den Gebieten Saporischschja und Donezk „sehr dynamisch“ vor. Die russischen Truppen stünden bereits 15 Kilometer im Süden vor der Grenze der Gebietshauptstadt Saporischschja, teilten Militärs bei einer Sitzung mit Kremlchef Wladimir Putin mit. Putin sagte, dass die ukrainischen Streitkräfte sich zwar sehr lange auf eine Verteidigung vorbereitet hätten, aber die russische Armee erledige die Aufgabe der Einnahme Saporischschjas. Die Einheiten „Dnepr“ und „Wostok“ (Osten) sollten die Stadt gemeinsam einnehmen, sagte er.
Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte, alles laufe „sehr dynamisch“ und nach Plan. „Tatsächlich haben wir im Dezember das maximale Tempo des Jahres erreicht“, sagte er. Es werde derzeit mehr erreicht als vorgesehen.
18:03 Uhr – Meloni-Regierung macht Weg für weitere Ukraine-Hilfen frei
Die italienische Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will die Ukraine auch 2026 weiterhin mit umfangreichen Militärhilfen unterstützen. Die Regierung in Rom billigte ein Dekret, mit dem die Lieferung weiterer militärischer Güter und Ausrüstung an Kiew für die Abwehr gegen den russischen Angriffskrieg auch im kommenden Jahr erlaubt wird.
Die Entscheidung war ursprünglich für Anfang Dezember geplant, hatte sich jedoch verzögert – unter anderem wegen Forderungen der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini nach Änderungen am Erlasstext. Die Partei drängte darauf, zivile Hilfen stärker zu betonen und Waffenlieferungen ausdrücklich als defensiv darzustellen.
Letztlich einigte sich die Regierung auf kleinere sprachliche Anpassungen, ohne jedoch den Inhalt des Dekrets wesentlich zu verändern. Neben der Verlängerung der militärischen Unterstützung sieht der Beschluss auch die Verlängerung von Aufenthaltstiteln für bestimmte ukrainische Staatsbürger vor.
17:41 Uhr – Kreml: Putin informierte Trump über Angriff auf Residenz
Putin will seine Position bei den Verhandlungen mit US-Präsident Trump über ein Kriegsende in der Ukraine nach Kremlangaben wegen des angeblichen Terroranschlags Kiews überarbeiten. Der Kremlchef habe Trump darüber bei einem Telefonat informiert, nachdem es einen versuchten Drohnenangriff der Ukraine gegen seine Residenz im Gebiet Nowgorod gegeben habe, sagte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge bei dem Gespräch.
16:33 Uhr – Russland wirft Ukraine Angriff auf Putin-Residenz vor – Selenskyj: Lüge
Russland wirft der Ukraine einen versuchten Angriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin vor und kündigt eine Änderung seiner Verhandlungsposition an. Außenminister Sergej Lawrow sagte am Montag, die Ukraine habe am 28. und 29. Dezember die staatliche Residenz des Präsidenten in der Region Nowgorod mit 91 Langstreckendrohnen attackiert, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. „Derartige rücksichtslose Aktionen werden nicht unbeantwortet bleiben“, wurde Lawrow zitiert. Russland habe nach dem „terroristischen Angriff“ Ziele in der Ukraine für „Vergeltungsangriffe“ ausgewählt. Ob sich Putin zu dem Zeitpunkt in der Residenz aufhielt, war zunächst unklar.
Laut russischen Medien handelt es sich um Putins Waldai-Residenz, die im Gebiet Nowgorod zwischen Moskau und St. Petersburg liegt. Dort soll Putin oft seine Wochenenden mit der Familie verbringen. Sein Privatleben aber hütet der Kreml wie ein Staatsgeheimnis.
Die Ukraine wies die Vorwürfe umgehend als Lüge zurück. Russland wolle mit den Anschuldigungen den Fortschritt bei den Gesprächen zwischen der Ukraine und den USA untergraben, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Vielmehr bereite die Regierung in Moskau den Boden für einen Angriff auf ukrainische Regierungsgebäude in Kiew vor. Die USA sollten auf die russischen Drohungen entsprechend reagieren, forderte der Präsident.
15:03 Uhr – Russischer Generalstabschef: Rücken auf ganzer Linie vor
Die russischen Streitkräfte in der Ukraine rücken nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow entlang der gesamten Frontlinie vor. Währenddessen konzentriere sich die ukrainische Armee auf die Verteidigung und versuche, einen Gegenangriff zu starten, sagte er auf einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Präsident Wladimir Putin und hochrangigen Militärvertretern. Russland habe im abgelaufenen Jahr 6460 Quadratkilometer Territorium in der Ukraine erobert, darunter 334 Dörfer.
13:20 Uhr – „Dann wird der Westen und die Ukraine diese Konfrontation verlieren“, warnt Tusk nach Telefonat
Polens Ministerpräsident Donald Tusk äußert sich zurückhaltend nach der Telefonschalte mit US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. „Nach den nächtlichen Gesprächen mit den Staats- und Regierungschefs Europas steht eines fest: Der Westen und die Ukraine werden diese Konfrontation verlieren, wenn es Russland gelingt, uns zu spalten und die Friedensbedingungen zu diktieren.“ Die Erklärung der USA, sich an den Sicherheitsgarantien zu beteiligen, sei ein Erfolg. Er warnt jedoch: „Aber bis zum Abschluss der Gespräche ist es noch ein langer Weg.“
12:36 Uhr – Russische Kriegsverbrechen: Soldat musste sich entkleiden. Dann wurde er erschossen
Die ukrainischen Behörden werfen dem russischen Militär die neuerliche Erschießung von Kriegsgefangenen vor. Russische Soldaten hätten zwei Ukrainer in der Ortschaft Schachowe unweit von Pokrowsk gefangen genommen und einen davon gezwungen, sich auszuziehen, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk mit. „Anschließend erschossen sie die beiden entwaffneten Verteidiger“, heißt es in der Mitteilung. Der zweite Ukrainer sei nach der Erschießung ebenfalls entkleidet worden. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben nach ein Ermittlungsverfahren wegen Kriegsverbrechen eingeleitet.
12:10 Uhr – Bundesregierung: Sicherheitsgarantien der USA und Europas nötig
Vor einem möglichen Einsatz einer multinationalen Truppe im Rahmen einer Friedenslösung für die Ukraine müssen aus Sicht der Bundesregierung zentrale Kriterien erfüllt sein. Zunächst sei ein Friedensschluss nötig, sagte der Stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. „Klar ist: Die Ukraine braucht substanzielle, rechtliche wie materielle, Sicherheitsgarantien der USA und der Europäer.“ Die Bundesregierung würdige zugleich die jüngsten Bemühungen von US-Präsident Trump um einen Frieden in der Ukraine. Es liege nun an Russland, den Krieg zu beenden und zu einem gerechten Frieden zu kommen.
11:19 Uhr – Kreml-Sprecher: Ukraine sollte sich aus gesamtem Donbass zurückziehen
Russland fordert von der Ukraine den Abzug ihrer Truppen aus dem von ihr noch kontrollierten Teil des Donbass. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow kündigte zudem ein baldiges Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump an. Ein Telefonat zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei derzeit jedoch nicht geplant.
10:18 Uhr – Selenskyj: Treffen mit Russland nach Ja von USA und Europa zu Friedensplan
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj knüpft ein Treffen mit Russland an Bedingungen. Dies sei erst möglich, wenn US-Präsident Trump und die europäischen Staats- und Regierungschefs einem von der Ukraine vorgeschlagenen Friedensplan zur Beendigung des russischen Krieges zugestimmt hätten, schreibt er in einem WhatsApp-Chat mit Journalisten. Zudem hoffe er, dass die Partner der Ukraine vom Moment der Unterzeichnung eines Friedensabkommens an Sicherheitsgarantien geben würden.
09:57 Uhr – Selenskyj: Wollen US-Sicherheitsgarantien für bis zu 50 Jahre
Ein Entwurf für ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges sieht laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine für 15 Jahre vor. Er habe US-Präsident Donald Trump um Garantien für bis zu 50 Jahre gebeten, schrieb Selenskyj in einem WhatsApp-Chat mit Reportern.
09:35 Uhr – CDU-Politiker Hardt: „Warum Trump gegenüber Putin so enorme Beißhemmungen hat, bleibt ein großes Rätsel“
Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), hat sich nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kritisch zur Russland-Politik Washingtons geäußert. Bei WELT TV begrüßte er zwar, dass es bei den Gesprächen offenbar keine für Kiew untragbaren Forderungen gegeben habe. Zugleich zeigte er sich irritiert über die anhaltend milde Haltung Trumps gegenüber Wladimir Putin.
„Wir haben seit sechs Wochen einen echten Wandel in der Politik auch des US-Präsidenten, weg von diesen 28 Punkten, die völlig unakzeptabel waren, hin zu einer gemeinsamen Initiative mit den Europäern“, sagte Hardt. Entscheidend sei nun, dass Selenskyj einem möglichen Vertrag „guten Gewissens zustimmen“ könne und dabei die Rückendeckung Europas behalte.
Mit Blick auf Trumps jüngste Aussagen zu Putin äußerte Hardt deutliche Zweifel. „Warum Trump gegenüber Putin so enorme Beißhemmungen hat und sich ihm gegenüber viel milder verhält als gegenüber Freunden und Alliierten oder auch dem ukrainischen Präsidenten, das bleibt ein großes Rätsel“, sagte er. Viele Politiker in den USA verstünden nicht, weshalb Putin „mit Samthandschuhen“ angefasst werde. Hardt warnte, Putin wolle keinen Frieden, sondern „eine Atempause im Kampf gegen die Nato, gegen den Westen“ und würde Gebietsgewinne als Triumph nutzen, um weiter aufzurüsten.
08:45 Uhr – „Die Europäer werden nach wie vor Bosheiten machen“, spottet ein russischer Politiker
In Moskau wird das Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump sowie dessen anschließendes Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj positiv bewertet. „Es herrscht das Empfinden, dass sich eine Bewegung voran andeutet“, schrieb der Vizechef des Föderationsrats (Oberhaus des russischen Parlaments) Konstantin Kossatschow, der als einer der profiliertesten Außenpolitiker des Landes gilt, auf Telegram. Er lobte die US-Position als ausgewogen und zielorientiert.
„Eins ist klar: Die Schlüssel zur Regulierung (des Kriegs) haben Russland und die USA, die Europäer werden nach wie vor Bosheiten machen und Selenskyj wird nervös am Spielfeldrand rauchen“, schrieb er. Der echte Verhandlungsprozess sei durch das Telefonat zwischen Trump und Putin angestoßen worden, meinte Kossatschow. Bedeutend sei die Abmachung über zwei Verhandlungszweige: zu Sicherheitsfragen und zu wirtschaftlichen Themen. Die Gespräche zwischen Europäern und Ukrainern hingegen bezeichnete er als wertlos.
dpa/AP/AFP/Reuters





















