Wegner will mehr Direktflüge der Lufthansa | ABC-Z

Berlin – Diese beiden Maschinen standen nicht im regulären Flugplan: Am Ostermontag starteten am Hauptstadt-Airport BER zwei Sonderflüge mit den Flugnummern LH 1926 und LH 2026 – so feierte die Lufthansa ihr 100-jähriges Jubiläum.
Am 6. April 1926 hob die Luft Hansa (damals noch getrennt geschrieben) erstmals ab. Am Flughafen Berlin-Tempelhof startete eine Fokker-Grulich F II nach Zürich und eine Dornier Komet III D-580 nach Köln.
Die Boeing trägt den Namen Berlin
Diese beiden historischen Strecken wurden mit zwei Sonderflügen wieder bedient, diesmal mit einer Boeing 787-9 und einem Airbus A350-900. Die Boeing trägt ab sofort den Namen „Berlin“. Es ist nicht die erste Lufthansa-Maschine, die nach der Hauptstadt benannt ist.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) äußerte bei der Gelegenheit ein Anliegen, das viele Berliner teilen: „Ich würde mir wünschen, dass die Lufthansa ihr Angebot aus der Hauptstadt noch erweitert.“ Dafür erntete er viel Beifall bei den Gästen der Jubiläums-Feier. Er wandte sich direkt an die Lufthansa-Manager: „Sie haben das große Glück in Berlin, eine Regierung zu haben, die Luftverkehr will. Die alles unterstützen würde, damit es mehr Flugverbindungen gibt – vielleicht nicht nur nach München und Frankfurt.“

Was Wegner damit meint: Aktuell fliegt Lufthansa von Berlin aus nur seine beiden Hubs an. Also Drehkreuze, wo Passagiere auf Fernverbindungen umsteigen müssen. Alle anderen Verbindungen ab Berlin werden von anderen Unternehmen des Lufthansa-Konzerns (u.a. Swiss, Eurowings) bedient.
Blick in die Vergangenheit: In der ersten Luft Hansa wurden die Unternehmen Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr gebündelt – und unter staatliche Kontrolle gestellt. Das Unternehmen war stark auf Subventionen angewiesen, wurde später Teil der verdeckten Wiederaufrüstung.
Mit Beginn der Nazi-Zeit ging auch die erste Lufthansa unter. 1955 ging die zweite Deutsche Lufthansa AG an den Start – wieder mit Kranich-Symbol und blau-gelber Farbgebung. Erst am 2. Oktober 1990 (einen Tag vor der Wiedervereinigung) flog die Airline wieder Berlin an – alliierte Regelungen hatten das während der Teilung untersagt.





















