Meinungen

Was läuft im Fernsehen? Die besten Filme im TV-Programm des Wochenendes – Medien | ABC-Z

Komödie, RTL, Sonntag, 20.15 Uhr

An den Kinokassen hat „Barbie“ das Blockbuster-Duell der am selben Tag gestarteten Filme deutlich gewonnen. Bei den Oscars im vergangenen Jahr ist dann allerdings Christopher Nolans „Oppenheimer“ ein Kantersieg gelungen. Jetzt, bei der Free-TV-Premiere, ist „Barbie“ wieder früher dran. Gelegenheit, sich nach dem Hype von vor zwei Sommern zurückzulehnen und gelassener als damals noch einmal auf diesen Film zu blicken, den Greta Gerwig inszeniert und gemeinsam mit ihrem Partner Noah Baumbach geschrieben hat. Um zu entscheiden, ob der Hype nicht vielleicht doch eine Menge Schwächen überdeckt hat. Oder ob Gerwig, Baumbach sowie Margot Robbie als Barbie und Ryan Gosling als Ken tatsächlich gemeinsam ein Meisterwerk geglückt ist, ein feministischer Blockbuster, etwas Substanzielles, das auf einer Plastikwelt basiert. Spoiler: Ist es.

Big Fish

Komödie, ZDF Neo, Samstag, 20.15 Uhr

Edward war nicht da, als sein Sohn geboren wurde, denn da musste er mit einem riesenhaften Fisch kämpfen. Überhaupt hat Edward allerhand Wundersames erlebt – so erzählt er es jedenfalls. Indem er die Vergangenheit stets in seinem Sinn interpretiert hat, wurde aus seinem Leben ein glückliches und erfülltes. Nun geht es zu Ende, aber da ist diese eine Wunde, die sich nicht wegerzählen lässt: Sein Sohn Will ist nie klargekommen mit den Ausflüchten des Vaters. Will sitzt am Sterbebett des Alten, den er im Grunde nicht kennt. So hat Edward eine letzte große Lebensaufgabe: sich seinem Sohn begreiflich zu machen. Ein Meisterstück des Regisseurs Tim Burton, der Film ist wunderbar in der Schwebe. Und fantastisch besetzt, mit Albert Finney, Ewan McGregor, Jessica Lange, Billy Crudup, Marion Cotillard, Danny DeVito, Steve Buscemi und Helena Bonham Carter. In einer kleinen Rolle: die zehnjährige Miley Cyrus.

Der gestiefelte Kater

Animation, Super RTL, Samstag, 20.15 Uhr

Ein Animations-Western, sanft ins Ironische gewendet, weil dem Westerner die rechte Statur zum furchteinflößenden oder respektgebietenden Helden fehlt. Der Kater Puss kann noch so breitbeinig in den Saloon schreiten: Sobald er sich unter Mühen am Tresen hochziehen muss, um einen Drink zu bestellen, macht er sich zum Gespött. Und dann noch die Getränkewahl: Milch! Aber er ist clever, durchtrieben, auf eine waghalsige Art mutig und großspurig, sodass er es im Wilden Westen, von dem noch nicht klar ist, ob Recht und Gesetz sich tatsächlich durchsetzen werden, zu etwas bringen kann. Im Zweifel ist er denen, die über ihn lachen, mindestens einen Katzensprung voraus. Und so dynamisch ist der Film auch inszeniert, eine optisch spektakuläre Gaunerei, in der dem mitunter tölpelhaften Kater Konkurrenz erwächst: durch eine Katze.

Dune

Science Fiction, Pro Sieben, Sonntag, 20.15 Uhr

Der kanadische Regisseur Denis Villeneuve war, ja was? Mutig, vermessen, irrsinnig genug, um sich an einer Verfilmung von Frank Herberts imposantem Sci-Fi-Roman-Mehrteiler-Fragment zu versuchen? An der schon andere gescheitert sind, und das waren nicht die schlechtesten. Dieser erste Teil von 2021 – eine Fortsetzung folgte im vergangenen Jahr – hat aufregende Ansätze, überwältigende Bildideen, er zeigt Dinge, die man so im Film noch nicht gesehen hat. Das zusammen macht noch keinen großartigen Film aus. Aber es ist eine Menge. Villeneuves „Dune“ ist unbedingt sehenswert, trotz der Schwächen, die diese Geschichte auch mitbringt – entscheidend ist die Flughöhe, die dieses Werk erreicht, in dem Timothée Chalamet auf die Mission geschickt wird, als Auserwählter den Gang des Universums zu ändern. Kleiner geht es in diesem bombastischen Film nicht.

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