Was läuft im Fernsehen? Die besten Filme des Wochenendes. – Medien | ABC-Z

Horror, HR, Sonntag, 23.15 Uhr
Der Horror-Klassiker von Roman Polanski – und ein Meisterwerk, was den Aufbau einer spekulativen Spannung angeht. Die Gewissheit, dass die junge Rosemarie Opfer einer Satanisten-Verschwörung geworden ist, wächst stetig – aber sie bestätigt sich lange Zeit nicht. Ein subtiler, unterschwelliger Horror entfaltet sich. Der erfolglose Schauspieler Guy (John Cassavetes) und seine junge Frau Rosemarie (Mia Farrow) ziehen in ein fluchbeladenes Apartmenthaus in Manhattan und beschließen, ein Kind zu zeugen. Eine junge Nachbarin stirbt, das ältere Ehepaar, bei dem sie gelebt hat, dringt bald in das Leben von Guy und Rosemarie ein. Die Umstände der Zeugung ähneln einem Albtraum und die schwangere Rosemarie ist einer manipulativen Umgebung ausgeliefert. In ihr wächst die Angst, der Welt etwas Schreckliches zu bringen.
Eine Frage der Ehre
Drama, Arte, Samstag, 14.20 Uhr
Nach dem schrecklichen Tod von Rob Reiner und seiner Frau herrschte in den Nachrufen auf den Regisseur Einigkeit, was die Höhepunkte seines Schaffens angeht. Der Film, der immer genannt wird, ist ein Gerichtsdrama nach einem Bühnenstück von Aaron Sorkin. Das Werk wurde für fast alle wichtigen Preise als bester Film nominiert – darunter Oscar und Golden Globe –, aber ausgezeichnet wurden „nur“ die beiden Nebendarsteller Wolfgang Bodison und Jack Nicholson. Das ist freilich kein Manko, sondern ein Ausweis der Fähigkeiten von Rob Reiner, ein glänzend besetztes Drama effektsicher inszeniert zu haben. Zwei US-Marineinfanteristen werden des Mordes an einem Kameraden angeklagt. Sie berufen sich darauf, dass ihre Vorgesetzten eine Bestrafung des widerspenstigen Soldaten befohlen hätten. Ausgerechnet der unerfahrene Verteidiger Kaffee (Tom Cruise) muss menschenverachtende Hierarchien entlarven.
Wenn der Vater mit dem Sohne
Komödie, MDR, Samstag, 16.30 Uhr
Allein der Titel und das Entstehungsjahr (1955) lösen eher ungute Gefühle aus. Auch Heinz Rühmann als Garant pfiffiger Harmlosigkeit befördert den Rührseligkeitsalarm. Und dann singt Teddy (!) auch noch das Gute-Nacht-Lied „La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu“. Doch diese Geschichte um einen ehemaligen Zirkusclown, der nach dem Tod seines kleinen Sohns nicht mehr auftritt und sich rührend um den Pflegesohn seiner Pensionswirtin kümmert, findet souverän einen humorvollen wie anrührenden Ton. Rühmanns Kampf um den kleinen Ulli, den plötzlich die leibliche Mutter nach Amerika zurückholen will, reiht sich in die Nachkriegsfilme des zum großen Charakterdarsteller gewandelten Rühmann ein, den man lohnend auch als „Hauptmann von Köpenick“ besichtigen kann (Heimatkanal, Samstag, 18.40 Uhr).
Le Mans 66 – Gegen jede Chance
Action, Kabel Classic, Samstag, 22.10 Uhr
Ein Rennfahrerfilm, der nicht nur durch das Quietschen der Reifen in engsten Kurven besticht. Auch wenn die superben Rennsequenzen ihren Anteil an diesem packenden Motorsportfilm haben. Nicht umsonst bekam „Ford v Ferrari“ (Originaltitel) zwei Oscars für den besten Schnitt und den besten Tonschnitt. Was den Reiz über die Rennaction hinaus ausmacht, ist die ausgefuchste Psychologie der tragenden Figuren. Die wahre Geschichte des Motorsport-Eigenbrötlers Ken Miles wird von dem großartig spielenden Christian Bale getragen. Miles schaffte es gegen viele Widerstände und mit Unterstützung des Fahrzeugentwicklers Caroll Shellby (Matt Damon), den neuen Ford GT 40 zur höchsten Leistungsstärke zu führen, die Ford die ersehnten Siege gegen die bis dahin dominierende Ferrari-Flotte in Le Mans einbringen sollte.





















