Kultur

Was hecken Herbig, Tramitz und Kavanian nach “Kanu des Manitu” aus? | ABC-Z

Wenn Michael Bully Herbig (57), Christian Tramitz (70) und Rick Kavanian (55) ins Kino bitten, folgen Millionen Fans bereitwillig ihrem Aufruf. “Der Schuh des Manitu” thront mit fast zwölf Millionen Zuschauern noch immer an der Spitze der deutschen Bestenliste, gefolgt von “(T)Raumschiff Surprise – Periode 1” mit rund neun Millionen. Und auch “Das Kanu des Manitu” fuhr hierzulande mit etwas über fünf Millionen Kinogängern den Titel als erfolgreichster Film 2025 ein.

Wer sich die Fortsetzung der Komödie von 2001 noch einmal – oder womöglich erstmals – ansehen will, bekommt jetzt die Möglichkeit dazu: Am Ostersonntag (5. April) feierte “Das Kanu des Manitu” ab 12:00 Uhr seine Streaming-Premiere auf RTL+. Im Rahmen der Heimkino-Veröffentlichung verrät das Kulttrio im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news, ob es während der Dreharbeiten die Sorge eines potenziellen Kinoflops gab, welchen filmischen Schabernack man als nächstes aushecken könnte – und wer sich dafür definitiv nicht mehr in Frauenkleidung zwängen wird.

Wie schon “Der Schuh des Manitu” lockte auch “Das Kanu des Manitu” ein Millionenpublikum ins Kino. Was, glauben Sie, hat den Nerv des Publikums so präzise getroffen?

Michael Bully Herbig: Ein Zitat von Alfred Hitchcock trifft es vielleicht ganz gut: “Right place, right time, right party!” Die Nostalgie spielte sicher auch eine Rolle. Auf unserer Kinotour konnten wir spüren, wie sehr sich die Menschen über das “Kanu” gefreut haben. Man konnte einfach mal den ganzen Wahnsinn draußen vergessen und die Sonne reinlassen. Der Film ist fürs Publikum gemacht.

Gab es während der Produktion jemals die Sorge, der Film könnte floppen?

Herbig: Naja, man weiß es ja nie, jeder Film kann auch floppen. Aber für uns hat sich während der Produktion immer alles gut und richtig angefühlt. Im Vorfeld wurde ja unheimlich viel spekuliert, gerade im Netz. Die jungen Leute würden das alles gar nicht mehr kennen und überhaupt könne man so einen Film heute nicht mehr machen. Das Gegenteil war zum Glück der Fall.

Ihr Film ist nun auch im Stream verfügbar: Wie verändert sich die Wahrnehmung eines Werks, wenn es vom Kino ins Wohnzimmer wandert?

Herbig: In erster Linie mache ich die Filme fürs Kino, für die große Leinwand. Das “Kanu” hat es ja als erste deutsche Produktion sogar ins “IMAX” Kino geschafft. Hat mich echt umgehauen, größer geht’s nun wirklich nicht mehr! Streaming hat dagegen den Vorteil, dass man sich den Film immer wieder angucken kann. Hauptsache, die Leute schauen den Film nicht auf dem Handy. Dieser Gedanke macht mich fertig! (lacht)

Wie wichtig ist Streaming heute für den langfristigen Erfolg eines Films? Und denkt man daran eventuell auch schon bei der Produktion?

Herbig: Ich denke beim Drehen ausschließlich ans Kino und die große Leinwand. Streaming ist heute das, was in den 80ern die Videothek war und ich hatte als Teenager viele lustige Video-Abende mit Freunden. Heute nennt man sowas Binge-Watching.

Wer von Ihnen streamt am meisten Filme und Serien beziehungsweise ist am Binge-anfälligsten?

Rick Kavanian: Vermutlich Christian. Egal über welchen Film oder Serie man spricht, Christian kennt und weiß irgendwie alles. Vor allem das Skandinavische hat es ihm angetan. Bully und ich sind noch nicht ganz dahintergekommen, wann Christian das alles guckt.

Was können Sie zu einer möglichen Fortsetzung schon verraten?

Kavanian: Naja, wenn eine Fortsetzung geplant wäre, könnte ich nichts verraten, weil selbst, wenn ich wollte, was ich gern würde, dürfte ich nicht. Verstehen Sie, was ich meine?

Welche anderen gemeinsamen Filmprojekte könnten Sie sich vorstellen oder sind bereits in Arbeit?

Christian Tramitz: Die Idee muss bei uns allen drei zünden, dann gibt’s eine Chance. Das Genre wäre erst mal egal. Kann auch eine Geschichte über drei alternde Komiker auf der Flucht sein. Wenn wir wissen, welcher Film es wird, sagen wir gerne Bescheid.

Wie fechten Sie eigentlich aus, wer in welche Rolle schlüpfen darf?

Tramitz: Die Rollen haben sich eigentlich immer von selbst ergeben. Es gibt nur eine Regel: Ich spiele keine Frauen mehr, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das überlasse ich gerne Rick, der ist da unschlagbar!


Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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