Warum der Himmel spektakulär werden könnte | ABC-Z

Der März 2026 könnte einer der eindrucksvollsten Monate für Polarlichter in diesem Jahrzehnt werden. Darauf weist das Magazin „Geo“ hin. Dem Bericht zufolge trifft in diesen Wochen eine ungewöhnlich aktive Sonne auf eine günstige Stellung der Erde im All. Das könne dazu führen, dass grüne und rote Lichtschleier besonders häufig und intensiv am Nachthimmel erscheinen. Selbst in Deutschland steigen damit die Chancen, Polarlichter zu sehen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
Polarlichter 2026: Wie die Sonne das Himmelsschauspiel auslöst
Der erste Grund für die guten Aussichten liegt an der Sonne selbst. Sie hat den Höhepunkt ihres aktuellen Aktivitätszyklus zwar bereits überschritten, ist aber noch immer auffallend unruhig. Schon 2024 habe sie ihr stärkstes Aktivitätsmaximum seit rund zwanzig Jahren erreicht, berichtet „Geo“. Noch immer schleudere sie große Mengen elektrisch geladener Teilchen ins All.
Denn die Sonne sendet nicht nur Licht und Wärme aus, sondern auch einen ständigen Strom winziger Teilchen. Diesen Teilchenstrom nennen Fachleute Sonnenwind. Trifft dieser Sonnenwind auf die Erde, wird er vom Magnetfeld des Planeten abgelenkt und in Richtung der Polarregionen gelenkt.
Dort beginnt das eigentliche Schauspiel. In großer Höhe stoßen die Teilchen auf Gase in der Atmosphäre, vor allem auf Sauerstoff und Stickstoff. Dabei entsteht Licht. Je nachdem, welches Gas beteiligt ist und in welcher Höhe die Teilchen zusammenprallen, leuchten die Polarlichter grün, rot oder violett.
Frühlingsäquinoktium: Warum die Tag-und-Nacht-Gleiche Polarlichter begünstigt
Hinzu kommt im März ein zweiter Faktor, der das Naturschauspiel verstärken könnte: das Frühlingsäquinoktium. Gemeint ist der Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht fast gleich lang sind. Astronomisch markiert dieser Moment den Frühlingsbeginn.
Rund um diese Tag-und-Nacht-Gleiche, so heißt es bei „Geo“, seien die Bedingungen für starke geomagnetische Stürme besonders günstig. Vereinfacht gesagt: Die Erde ist dann zur Sonne so ausgerichtet, dass der Sonnenwind ihr Magnetfeld leichter beeinflussen kann.

Nordlichter in Deutschland: Wie hoch die Chancen im März stehen
Für Island oder Nordnorwegen bedeutet diese Konstellation vor allem eines: Dort dürften die Aussichten auf starke Polarlichter noch besser sein als ohnehin schon. In diesen Regionen gehören die Lichterscheinungen im Winter beinahe zur Landschaft. Nimmt die Sonnenaktivität zu, werden sie meist heller, häufiger und eindrucksvoller.
Doch nicht nur im hohen Norden lohnt sich in diesem März der Blick nach oben. Auch über Deutschland könnten Polarlichter sichtbar werden, weil das Leuchten bei kräftigen geomagnetischen Stürmen weiter nach Süden reicht als gewöhnlich.
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Dass das keine bloße Theorie ist, zeigte sich bereits zu Beginn des Jahres. Damals waren Nordlichter in Deutschland zeitweise bis in mittlere Breiten zu sehen. Wer das Himmelsschauspiel beobachten will, braucht vor allem drei Dinge: eine klare Nacht, möglichst wenig künstliches Licht und etwas Geduld. Am besten stehen die Chancen fernab der Städte, dort, wo der Himmel noch dunkel genug ist, um selbst feine Farbschleier sichtbar zu machen.





















