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Warnstreik am Flughafen BER – Flugbetrieb am Mittwoch eingestellt | ABC-Z

Stand: 16.03.2026 • 20:07 Uhr

Nach der Ankündigung eines Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di stellt der Hauptstadtflughafen BER den Passagier-Flugbetrieb am Mittwoch vollständig ein. Betroffen sind laut Betreiber 445 Abflüge und Landungen und etwa 57.000 Passagiere.

  • Rund 57.000 Flugreisende von Warnstreik am BER betroffen
  • Verdi verhandelt für etwa 2.000 Beschäftigte am Hauptstadtflughafen
  • 6,0 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat gefordert

Wegen eines Warnstreiks stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb am Mittwoch vollständig ein. Nach Angaben des Airports wird es wegen des Ausstands keine regulären Passagierflüge geben. Durch den Ausstand werden am Mittwoch nach Angaben des Flughafens 445 Abflüge und Landungen ausfallen. Rund 57.000 Passagiere seien davon betroffen.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) am Montag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nach Verdi-Angaben sind unter anderem Mitarbeiter von Flughafen-Feuerwehr, Werkstätten und der Verwaltung zum Ausstand aufgerufen. Bereiche wie Sicherheitskontrollen und Gepäckabfertigung sind nicht betroffen.

Die FBB rief betroffene Fluggäste dazu auf, sich bei den jeweiligen Fluggesellschaften über Umbuchungen und alternative Reisemöglichkeiten zu informieren.

Hintergrund des Warnstreiks sind laufende Tarifverhandlungen. Die BER-Geschäftsführung bezeichnete den Warnstreik als “unverhältnismäßig”, “gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage”. Verdi sprach mit Blick auf die laufende Tarifrunde hingegen von einer “Verweigerungshaltung” der Arbeitgeber.

Verdi verhandelt für rund 2.000 BER-Beschäftigte

Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg über mehr Geld für rund 2.000 Beschäftigte. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 6,0 Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

Die Arbeitgeber hatten laut Verdi in der zweiten Verhandlungsrunde eine Lohnerhöhung in mehreren Schritten bei einer Laufzeit bis Ende 2028 angeboten. Demnach soll es bis Juni eine Nullrunde geben, gefolgt von einem Plus von einem Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 und einem weiteren Prozent ab Mai 2028.

Zuletzt streikten bei der Lufthansa die Piloten – auch davon war der BER betroffen.

Sendung: rbb24 Inforadio, 16.03.2026, 18:30 Uhr

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