Ratgeber

Warnemünde: Leuchtturm, Strand und Kreuzfahrtschiffe | ABC-Z

Video:
Der Edvard-Munch-Kunstpfad in Warnemünde (4 Min)

Stand: 17.03.2026 09:50 Uhr

Warnemünde ist ein Stadtteil von Rostock und beliebtes Ostseebad. Vor allem der breite Strand lockt viele Urlauber an, ebenso die Flaniermeile Alter Strom und die Molen. Kunstinteressierte können auf den Spuren von Edvard Munch wandern.

Nur etwa 20 Minuten benötigt die S-Bahn vom Zentrum Rostocks nach Warnemünde. Mit dem Kauf des einstigen Fischerdorfes sicherten sich die Rostocker 1323 den freien Zugang zum Meer. Seither ist Warnemünde ein Stadtteil von Rostock.

Eines der Wahrzeichen Warnemündes ist der 31 Meter hohe Leuchtturm, dessen Spitze nahezu überall im Ort zu sehen ist. Er steht direkt auf der Strandpromenade, an der Mündung der Warnow in die Ostsee. 1897 als Seezeichen erbaut, wies er Schiffen den Weg in den Hafen.

Jeweils am Neujahrsabend wird der Turm bei der Show “Warnemünder Turmleuchten” mit Feuerwerk, Laser, Licht und Musik in Szene gesetzt. Von Ostern bis Anfang Oktober können Urlauber ihn täglich besteigen. Von oben haben sie einen traumhaften Blick auf den Ort und die Hafeneinfahrt.

Teepott: Wahrzeichen und Baukunst

Gleich nebenan hat der “Teepott” seinen Platz, ein weiteres Wahrzeichen Warnemündes. Das 1967 errichtete Gebäude mit dem geschwungenen Dach und einer Glasfassade steht unter Denkmalschutz, ist aber sanierungsbedürftig. 2018 wurde es von der Bundesingenieurkammer als “historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland” ausgezeichnet – als erstes in Mecklenburg-Vorpommern. Das Gebäude stammt vom “König des Betonschalenbaus” in der DDR, Ulrich Müther, und beherbergt unter anderem ein Restaurant.

Riesiger Sandstrand mit zahlreichen Abschnitten

Der Strand von Warnemünde bietet viel Platz, auch zum Drachensteigen.

Ideal zum Sonnenbaden oder für einen Spaziergang ist der feine Sandstrand. Mit gut zwei Kilometern Länge und einer maximalen Breite von 200 Metern bietet er reichlich Platz. Der Zugang zum Wasser ist meist flach – ideal für Familien mit Kindern. Gesäumt wird der Strand von einer Promenade, zwischen Westmole und der Steilküste Stoltera gibt es 24 Strandabschnitte. Die meisten sind in der Saison mit Strandkörben ausgestattet, einige dürfen auch mit Hunden genutzt werden.

Kreuzfahrtschiffe und Flaniermeile Alter Strom

Kutter liegen am Alten Strom in Warnemünde.

Am Alten Strom liegen Fischkutter und Ausflugsboote malerisch vor alten Fischerhäusern.

Auf Kreuzfahrten zählt Warnemünde zu den am häufigsten besuchten Ostseehäfen. Schiffe mit Touristen aus aller Welt machen am Terminal fest. Nicht so riesig sind die Boote, die am Alten Strom – dem einstigen Mündungsarm der Warnow – liegen: Jachten, kleine Segelboote, Fischkutter und Fahrgastschiffe. Entlang des Alten Stroms lohnt ein Spaziergang, denn die historischen Fischerhäuser dort sind weitgehend erhalten geblieben. Sie beherbergen Ferienwohnungen, Cafés und viele kleine Geschäfte.

Neben der Uferstraße Am Strom gehört die parallel verlaufende, ruhigere Alexandrinenstraße – auch als Achterreeg bezeichnet – zu den ältesten Gassen Warnemündes mit schönen alten Fischerhäusern. In eines der kleinen Fachwerkhäuser ist das Heimatmuseum eingezogen.

Leuchtfeuer auf der West- und Ostmole

Wind und Wellen am Warnemünder Molenfeuer.

Mehrere Hundert Meter führt die Westmole bis zum grün-weißen Leuchtfeuer.

Wer seinen Urlaub in Warnemünde verbringt, sollte die beiden Molen besuchen, denn dort kann man die Stimmungen des Meeres hautnah erleben. Ob spritzende Gischt oder ruhige See, ein Spaziergang lohnt sich. Etwa 550 Meter lang ist der Weg auf der Westmole zum grün-weißen Leuchtfeuer, von dort bietet sich ein schöner Blick auf Meer, Schiffe und den Ort. Auf der gegenüberliegenden Seite geht es am modernen Jachthafen Hohe Düne vorbei rund einen Kilometer weit auf die Ostmole, deren Feuer rot-weiß ist. Eine Fähre verbindet beide Stadtteile.

Bauhaus-Stil und 70er-Jahre-Hotel Neptun

Blick vom Hafen in Warnemünde auf das Hotel "Neptun"

Das Hotel Neptun überragt alle anderen Gebäude in Warnemünde.

Nur wenige Schritte vom Strand entfernt steht das Kurhaus. Es wurde um 1920 im Bauhaus-Stil errichtet. Im angrenzenden Garten finden von Mai bis Oktober fast täglich Kurkonzerte statt und der Kurpark bietet schattige Plätzchen unter alten Bäumen. Zu den markanten Gebäuden Warnemündes gehört auch das Hotel Neptun. Der 18 Stockwerke hohe Bau an der Promenade wurde zu DDR-Zeiten 1971 fertiggestellt und war zunächst ausländischen Gästen vorbehalten, darunter auch Prominenten aus der Bundesrepublik. Leitende Mitarbeiter des Hotels wurden immer wieder mit Stasi-Aktivitäten in Verbindung gebracht. Nach der Wende wurde das Neptun modernisiert.

Warnemünder Woche im Juli

Sportlicher und kultureller Saisonhöhepunkt ist die Warnemünder Woche Anfang Juli. Dann zieht sich eine Festmeile vom Bahnhof über den Alten Strom bis zum Leuchtturm und lockt Hunderttausende Besucher an. Die internationale Regatta tragen Segler aus vielen Ländern auf der Mecklenburger Bucht aus.

Auf den Spuren des norwegischen Malers Edvard Munch

Kunstinteressierte können einen besonderen Spaziergang durch Warnemünde machen. Auf dem Edvard Munch Kunstpfad bieten sieben Stationen mit Info-Tafeln spannende Einblicke in das Leben und Schaffen des berühmten norwegischen Malers, der sich 1907 und 1908 im Ostseebad aufhielt. Auf etwa sechs Kilometern führt der Weg entlang des Alten Stroms, über die Strandpromenade bis zur Wilhelmshöhe am Steilufer westlich von Warnemünde.

Der Aufenthalt des Malers im Seebad ist auch im Edvard Munch Haus am Alten Strom dokumentiert. In dem ehemaligen Fischerhaus sind auch wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler zu sehen.

Die weiße Fassade des Edvard-Munch-Hauses vor blauem Himmel

Der norwegische Maler lebte von Mai 1907 bis Oktober 1908 im Ostseebad, um sich von einer Lebenskrise zu erholen.

Sehenswürdigkeiten in Rostock und Warnemünde

Die Achterreeg - die Hinterreihe - in Warnemünde besticht durch ihre alten Fischer- und Kapitänshäuser.

In Warnemünde drängen sich die Touristen am Alten Strom. Dabei gilt die Achterreeg als die schönere Flaniermeile.

Giebelhäuser am Markt und die Marienkirche in Rostock

Altstadt, Hafen und Warnemünde prägen Rostock ebenso wie Bauten aus der DDR-Zeit. Lebensader der Stadt ist die Warnow.

Die Steilküste Stoltera bei Warnemünde.

20 Meter tief fällt die Küste bei Warnemünde zur Ostsee hin ab. Ein Wanderweg durch das Gebiet bietet weite Ausblicke aufs Meer.

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