Wärmeplanung in Berlin: Berlin, kurz vor der Wende | ABC-Z

Deutsche Städte müssen künftig ohne Öl und Erdgas heizen. In der Hauptstadt setzen Versorger auf Wärme aus der Spree und verbinden Rechenzentren mit Wohnhäusern.
© Arne Immanuel Bänsch/dpa
Noch stehen Relikte der Vergangenheit auf dem Gelände des Heizkraftwerks Schöneweide am südöstlichen Rand Berlins. Dunkelblaue Stahlkonstruktionen und Kräne ragen empor, ein Förderband spannt sich vom Spreeufer bis zum Kesselhaus. Jahrzehntelang lief hier Kohle tonnenweise über die Bänder, um Wasser zu erhitzen und in das rund 180 Kilometer lange Fernwärmenetz des zweitgrößten Berliner Wärmeversorgers BTB einzuspeisen. Für warme Wohnzimmer und heiße Duschen in der Hauptstadt.
Seit Frühjahr 2025 ist damit Schluss. Die Kohle ist Geschichte, Kräne und Kessel werden zurückgebaut. Stattdessen laufen in den Hallen nun neue Kessel mit Erdgas, die perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt werden können. Vor allem aber kommt die Wärme künftig aus einer anderen Quelle: der Spree. Seit 2023 nutzt die BTB als einziger Berliner Wärmeerzeuger zwei Flusswärmepumpen. Ungetüme aus Stahl, groß wie Garagen, umgeben von einem scheinbaren Irrgarten aus schwarzen Rohren. Im Schnitt können sie jeweils 2.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Ganz ohne fossile Brennstoffe.





















