Wann darf ich meine Hecke schneiden? | ABC-Z

Stand: 25.02.2026 20:00 Uhr
Zum Schutz brütender Vögel dürfen Hecken in Deutschland nur in den Wintermonaten stark geschnitten werden. Ein Gesetz regelt, in welchem Zeitraum welcher Rückschnitt erlaubt ist.
Hecken gehören zu den interessanten Elementen, um einen Garten zu gliedern und zu gestalten. Als Sichtschutz sind sie nicht nur an der Grundstücksgrenze beliebt, sondern auch, um auf größeren Flächen lauschige Plätze zu schaffen. Allerdings verbietet es das Bundesnaturschutzgesetz, in der Zeit vom 1. März bis 30. September Hecken “abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen”, also knapp über dem Boden zu kappen. Das gilt auch für “lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze”. Ein starker Rückschnitt für eine Umgestaltung des Gartens ist in diesem Zeitraum also nicht möglich.
Laut Gesetz schonender Form- und Pflegeschnitt erlaubt
Die Vorschrift dient dem Vogelschutz, denn die Tiere suchen im Frühjahr nach Brutplätzen. In Hecken und Gebüschen finden sie geeignete Stellen, um Nester zu bauen. Gartenfreunde sollten darauf auch Rücksicht nehmen, wenn sie ihre Büsche mit einem “schonenden Form- und Pflegeschnitt” bearbeiten wollen, den das Gesetz ausdrücklich ganzjährig erlaubt. Bevor man die Schere ansetzt, sollte man also vorsichtig prüfen, ob sich in der Hecke bereits ein Vogel eingenistet hat und den Schnitt in diesem Fall um einige Wochen verschieben. Besonders in immergrünen Pflanzen wie Koniferen fallen Nester auf den ersten Blick kaum auf.
Radikaler Rückschnitt von Oktober bis Februar möglich
In den Zeiten außerhalb des Schnittverbots, also zwischen Oktober und Februar, ist ein starker oder radikaler Rückschnitt erlaubt. In der Fachsprache nennt man das “auf Stock setzen”. Eine solche Maßnahme ist etwa empfehlenswert, wenn eine Hecke länger nicht mehr gepflegt wurde und außer Form geraten ist oder krank war.
Für den Schnitt ist ein sonniger Tag ideal, Feuchtigkeit würde das Übertragen von Krankheiten begünstigen. Als Werkzeug benötigt man Ast- und Heckenschere sowie eine Handsäge, für dickere Stämme eine Kettensäge. Nicht zu rabiat vorgehen, sondern schrittweise arbeiten. Zunächst die Seiten beschneiden, dann die Hecke von oben kürzen. Wichtig ist ein möglichst sauberer Schnitt. Die Wundflächen sollten klein gehalten, Risse und Ausfransungen an den Enden vermieden werden. Das Werkzeug am besten leicht schräg ansetzen und den Ast oder Stamm glatt durchtrennen.
Im Frühjahr ist es empfehlenswert, die gekürzte Hecke zu düngen und zu mulchen sowie regelmäßig zu wässern, damit sie gut austreibt.



























