Nahost-Liveblog: ++ EU will beim Gaza-Wiederaufbau helfen ++ | ABC-Z

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EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen begrüßt die Vereinbarung zur Waffenruhe: Die EU stehe bereit, beim Wiederaufbau des Gazastreifens zu helfen. Laut Israels Staatschef Herzog hat US-Präsident Trump den Friedensnobelpreis verdient.
Die Entwicklungen im Überblick:
Jordanien hat den Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation Hamas über eine Beendigung des Gaza-Kriegs begrüßt. Außenminister Aiman al-Safadi lobte die “bedeutenden Anstrengungen” Ägyptens, Katars und der USA sowie die Unterstützung der Türkei, wie es in einer Erklärung des Außenministeriums hieß. Um den Krieg zu beenden und die katastrophalen Folgen zu bewältigen, müssten nun alle Bedingungen der Vereinbarung eingehalten werden.
Al-Safadi dankte US-Präsident Donald Trump für dessen “entscheidende Rolle” bei der Einigung. Die Bevölkerung müsse nun schnell humanitäre Hilfe erreichen, um die “Hungersnot im Gazastreifen” zu beenden, so der Außenminister. Das Königreich sei bereit, die Hilfslieferungen nach Gaza wieder aufzunehmen, sobald Israel die Beschränkungen aufhebe.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen. Diese müsse das Ende des Krieges und den Beginn einer politischen Lösung auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung markieren, schreibt Macron in einem Beitrag auf der Online-Plattform X.
Frankreich werde dazu beitragen und noch am Nachmittag in Paris mit internationalen Partnern darüber beraten. In der französischen Hauptstadt kommen die Außenminister zahlreicher Staaten zusammen, um über eine Nachkriegsordnung für den Gazastreifen zu beraten. Teilnehmen wird auch Bundesaußenminister Johann Wadephul.
ARD-Korrespondentin Karin Feltes aus Kairo zu den Ergebnissen der Gaza-Verhandlungen.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Einsatz seines US-Kollegen Donald Trump für das zwischen Israel und der militant-islamistischen Terrororganisation Hamas erreichte Abkommen gelobt. Trump habe den “nötigen politischen Willen bewiesen”, Israel zu einer Waffenruhe zu bewegen, schrieb Erdoğan im Kurznachrichtendienst X. Er dankte auch Ägypten und Katar für ihre Vermittlung.
Trump hatte in der Nacht bekannt gegeben, Israel und die Hamas hätten sich auf die Umsetzung der ersten Phase seines Friedensplans für den Gazastreifen geeinigt. Erdoğan schrieb außerdem, sein Land werde die vollständige Umsetzung des Abkommens aufmerksam verfolgen und weiterhin zu dem Prozess beitragen. “Ich grüße von ganzem Herzen meine palästinensischen Brüder und Schwestern, die seit zwei Jahren unbeschreibliches Leid ertragen müssen”, schrieb er.
Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hat die Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen begrüßt. Die Vereinbarung mache ihm “Hoffnung, dass diese Bemühungen ein Auftakt zu einer dauerhaften politischen Lösung” in der Region sein werden, erklärte Abbas in Onlinediensten. Eine solche Lösung müsse “ein Ende der israelischen Besatzung” beinhalten und zur “Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates” führen.
Israel und die islamistische Terrororganisation Hamas hatten sich nach tagelangen indirekten Gesprächen in Ägypten auf die Umsetzung der ersten Phase des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Gaza-Plans geeinigt. Vorgesehen ist eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln. Nach Angaben aus Hamas-Kreisen sollen in einem ersten Schritt 20 lebende Geiseln freikommen. Im Gegenzug sollen demnach rund 2.000 palästinensische Gefangene aus israelischer Haft entlassen werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die Vereinbarung über eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln im Gazastreifen als hoffnungsvolle Zeichen für eine Lösung in dieser Woche. “Die Entwicklung in Israel macht uns Mut”, sagt der CDU-Politiker. Es gebe offensichtlich eine große Chance, in den nächsten Stunden schon zu einer Übereinkunft mit der Hamas zu kommen. Er warnt aber, dass das Abkommen noch nicht wirklich abgeschlossen und umgesetzt sei. Man bleibe zuversichtlich, dass es noch in dieser Woche zu einer Lösung komme.
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich wird nach eigenen Angaben nicht für ein Abkommen mit der Terrorgruppe Hamas über eine Waffenruhe zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen stimmen. Sobald die Geiseln frei seien, müsse die Hamas zerstört werden. Der rechtsextreme Minister geht allerdings nicht so weit, mit einem Sturz der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu zu drohen.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters könnten von der Hamas festgehaltene israelische Geiseln bereits am Samstag freikommen. Dieses Detail der Waffenruhe-Vereinbarung habe ein Insider Reuters gegenüber genannt. Das israelische Militär wiederum werde innerhalb von 24 Stunden nach dem formellen Abschluss des Abkommens die erste Phase eines Teilabzugs aus dem Gazastreifen vollziehen. Die Unterzeichnung des Abkommens werde um 11 Uhr MESZ erwartet. Ab 16 Uhr MESZ sollen das israelische Sicherheitskabinett und die Regierung über das Abkommen beraten.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich erleichtert über die Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen geäußert. “Ich bin glücklich über den Durchbruch bei den Gaza-Verhandlungen”, schrieb Wadephul im Onlinedienst X. “Die Einigung auf die erste Phase bedeutet, dass die Freilassung der Geiseln und ein Waffenstillstand endlich kurz bevorstehen.” Deutschland stehe bereit, “die weiteren Schritte in Richtung Frieden zu unterstützen”.
Nach der Einigung auf ein Waffenruhe-Abkommen bereitet die israelische Armee nach eigenen Angaben einen Rückzug der im Gazastreifen stationierten Soldaten vor. Die Streitkräfte hätten “mit den operativen Vorbereitungen für die Umsetzung des Abkommens begonnen”, erklärte die Armee. Die Positionierung der Truppen im Gazastreifen solle “rasch angepasst” werden.
Die israelische Armee kontrolliert drei Viertel des Gazastreifens. Ein Vertreter der Terrorgruppe Hamas erklärte zuvor, dass parallel zur vereinbarten Freilassung der Geiseln ein Rückzug israelischer Soldaten aus Teilen des Gazastreifens erfolgen werde.
Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat sich nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen zu einer Waffenruhe im Gaza-Krieg optimistisch geäußert. “Das sind endlich hoffnungsvolle Nachrichten, ein Moment, der Mut macht”, sagte die Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. Jetzt müssten alle Seiten die Vereinbarungen schnell umsetzen. “Der Druck darf nicht nachlassen”, so Brantner. Die Bundesregierung habe eine Schlüsselrolle bei den “nächsten Schritten auf dem Weg zu einem echten Frieden und zu einer Zweistaatenlösung” und dürfe die europäische Handlungsfähigkeit nicht länger bremsen, sagte die Grünen-Chefin weiter. Entscheidend werde außerdem eine internationale Wiederaufbaukonferenz für Gaza sein.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte die Vereinbarung zur Waffenruhe und zur Freilassung der Geiseln im Gazastreifen. Sie lobte die diplomatischen Bemühungen der USA, Katars, Ägyptens und der Türkei: “Jetzt müssen alle Parteien die Bedingungen der Vereinbarung uneingeschränkt einhalten.” Alle Geiseln müssten sicher freigelassen, eine dauerhafte Waffenruhe müsste erreicht werden. “Das Leid muss ein Ende haben”, schrieb sie auf dem Onlinedienst X. Die EU werde die Hilfslieferungen in den Gazastreifen weiterhin unterstützen und stehe bereit, beim Wiederaufbau zu helfen, fügte von der Leyen hinzu.
Um 12 Uhr israelischer Zeit (11 Uhr MESZ) wird einem Insider zufolge die Unterzeichnung des Abkommens erwartet, das die erste Phase des Gaza-Plans von US-Präsident Donald Trump umfasst. Sobald die Vereinbarung unterzeichnet sei, solle im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft treten, sagt die in den Vorgang eingeweihte Person der Nachrichtenagentur Reuters. Trump hatte die Einigung in der Nacht verkündet.
Laut der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ist die Zustimmung Israels und der Terrorgruppe Hamas zur ersten Phase des US-Gazaplans ein bedeutender Durchbruch und eine echte Chance, den Krieg zu beenden und alle Geiseln freizulassen. Kallas sprach von einem “großen diplomatischen Erfolg”. Die EU werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Umsetzung zu unterstützen, so Kallas.
Christian Limpert, ARD-Studio Tel Aviv, zu den ersten Reaktionen in Israel auf das Gaza-Abkommen und die angekündigte Freilassung der Hamas-Geiseln.
Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg hat UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher dazu aufgerufen, so bald wie möglich im Gazastreifen aktiv werden zu können. “Lasst uns die Geiseln herausbekommen und schnell Hilfe leisten”, schrieb er auf der Plattform X. “Unsere Teams sind voll mobilisiert, um die Lastwagen in großem Umfang in Bewegung zu setzen und Leben zu retten”, ergänzte er. Sie benötigten aber einen sicheren Zugang.
ARD-Korrespondentin Anna Osius aus Kairo zu den Einzelheiten der Gaza-Verhandlungsergebnisse.
Italiens Außenminister begrüßte die Einigung über die erste Phase des Waffenruhe-Plans von US-Präsident Donald Trump für Gaza und erklärte, das Land sei bereit, Truppen zu entsenden, falls Friedenstruppen benötigt würden. “Der Frieden ist nahe”, sagte Antonio Tajani auf der Social-Media-Website X: “Italien, das den US-Plan stets unterstützt hat, ist bereit, seinen Teil zur Konsolidierung der Waffenruhe beizutragen, neue humanitäre Hilfe zu leisten und sich am Wiederaufbau des Gazastreifens zu beteiligen.” Man sei auch bereit, “Truppen zu entsenden, falls eine internationale Friedenstruppe (…) aufgestellt wird”.
Israel hat laut dem von der Hamas kontrollierten Zivilschutz nach der Bekanntgabe der Einigung auf einen Waffenruhe-Plan mehrere Angriffe auf den Gazastreifen ausgeführt. Es gebe Berichte über mehrere Explosionen, sagte ein Zivilschutzvertreter. Besonders betroffen gewesen sei der Norden des Küstenstreifens. Es habe eine Reihe “intensiver Luftangriffe” auf die Stadt Gaza gegeben.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bekannt gegeben, dass Israel und die Hamas der ersten Phase seines Plans zur Beendigung des Gaza-Kriegs nach Verhandlungen in Ägypten zugestimmt hätten. Die Unterzeichnung ist nach Angaben aus mit der Vereinbarung vertrauten Kreisen für heute geplant.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch Konfliktparteien können in der aktuellen Lage zum Teil nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, hat den Durchbruch bei den Verhandlungen zur Beendigung des Gaza-Kriegs begrüßt. Auf der Plattform X schrieb er: “Danke an die Friedensstifter! Es ist schön, mit der Aussicht auf ein Ende des Albtraums aufzuwachen: Ich kann es kaum erwarten, dass die Geiseln freigelassen werden und der Krieg endet.”
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen Durchbruch bei den indirekten Gesprächen zwischen Israel und der islamistischen Hamas in Ägypten bekannt gegeben. Demnach sollen alle im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln bald freigelassen werden. Zudem werde Israel in der ersten Phase des US-Friedensplans seine Truppen auf eine vereinbarte Linie zurückziehen. Die Hamas bestätigte die Einigung.
Der indische Premierminister Narendra Modi hat die Einigung über die erste Phase von US-Präsident Donald Trumps Gaza-Plan begrüßt. In einer ersten Stellungnahme betonte er die Hoffnung, dass die Freilassung der Geiseln und verstärkte humanitäre Hilfe den Menschen im Gazastreifen Ruhe bringen und den Weg für einen dauerhaften Frieden ebnen werden.
Der britische Premierminister Keir Starmer begrüßte die Einigung über die erste Phase von US-Präsident Donald Trumps Gaza-Plan und forderte, dass dieser unverzüglich vollständig umgesetzt werden müsse. “Ich begrüße die Nachricht, dass eine Einigung über die erste Phase von Präsident Trumps Friedensplan für den Gazastreifen erzielt wurde”, sagte Starmer in einer Erklärung. “Dieses Abkommen muss nun unverzüglich vollständig umgesetzt werden und mit der sofortigen Aufhebung aller Beschränkungen für lebensrettende humanitäre Hilfe für Gaza einhergehen.”
Starmer sagte, dies sei ein Moment tiefer Erleichterung, insbesondere für die Geiseln, deren Familien und die Zivilbevölkerung von Gaza, und dankte den Vereinigten Staaten, Ägypten, Katar und der Türkei für ihre “unermüdlichen” diplomatischen Bemühungen.
US-Präsident Donald Trump könnte am Wochenende zu den Nahost-Friedensgesprächen in die Region reisen. Er hatte das noch vor der Bekanntgabe einer Einigung in den Gaza-Gesprächen angekündigt. Bei einem erfolgreichen Verlauf würde er voraussichtlich am Sonntag oder spät am Samstag losfliegen, sagte Trump am gestrigen Abend. Nach während des Auftritts bekam Trump eine Notiz von Außenminister Marco Rubio, laut der eine Einigung bei den Verhandlungen nahe sei, wie der Präsident sagte. Auf Journalisten-Nachfrage schloss Trump nicht aus, dass er auch den Gazastreifen besuchen könnte.
Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen über eine Beilegung des Gaza-Kriegs hat der israelische Staatschef Isaac Herzog US-Präsident Donald Trump für dessen Vermittlertätigkeit gedankt. “Es besteht kein Zweifel, dass er dafür den Friedensnobelpreis verdient hat”, schrieb Herzog auf der Plattform X.
Trump behauptete zuletzt bei der UN-Vollversammlung in New York, er habe seit seinem Amtsantritt Anfang des Jahres schon eine ganze Reihe von Kriegen beendet und sollte dafür den Friedensnobelpreis bekommen. Der diesjährige Preisträger wird morgen bekannt gegeben.
Nach der Einigung zwischen Israel und der islamistischen Hamas bereitet sich die israelische Armee auf die Aufnahme der Geiseln vor. Der Stabschef habe angeordnet, die Ausführung der Operation zur Rückkehr der Geiseln vorzubereiten, aber auch “auf alle Szenarien vorbereitet zu sein”, erklärte die israelische Armee im Onlinedienst X. Die Armee erklärte außerdem, sie begrüße die Vereinbarung über die Freilassung der Geiseln.
Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump eine Rolle beim Wiederaufbau des Gazastreifens und der Wahrung von Frieden und Sicherheit spielen. “Wir werden dabei involviert sein, ihnen zum Erfolg zu verhelfen und dafür zu sorgen, dass es friedlich bleibt”, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News
US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln am Montag freikommen. “Es wird so viel unternommen, um die Geiseln freizubekommen, und wir glauben, dass sie alle am Montag zurückkommen werden”, sagte er in einem Interview mit dem Sender Fox News. Dazu gehörten auch die Leichen der Geiseln, die nicht mehr am Leben sind.
Die Hamas hat eine Liste mit palästinensischen Gefangenen in israelischer Haft übergeben, die im Rahmen der Einigung mit Israel freigelassen werden sollen. Dies teilte der bei der Hamas für Häftlingsangelegenheiten zuständige Funktionär Saher Dschabarin mit. Die Gruppe warte noch auf die endgültige Billigung der Namen auf der Liste. Diese würden verkündet, sobald das entsprechende Prozedere abgeschlossen sei und das Einverständnis vorliege.
Die Hamas hat nach eigenen Angaben mit Israel eine Einigung erzielt, die unter anderem ein Ende des Gaza-Kriegs und die Freilassung von 20 lebenden Geiseln vorsieht. Die noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln sollen binnen 72 Stunden nach der Unterzeichnung des Abkommens freigelassen werden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Hamas-Kreisen. Im Gegenzug sollen rund 2.000 in israelischen Gefängnissen inhaftierte Palästinenser freigelassen werden. 250 der freizulassenden palästinensischen Häftlinge verbüßen den Angaben nach lebenslange Freiheitsstrafen. Die Geiseln könnten damit am Wochenende freikommen
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu will heute sein Kabinett einberufen, um das Abkommen auf der Grundlage des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump zu bestätigen. Er werde die Regierung einberufen, um das Abkommen zu verabschieden und alle Geiseln nach Hause zu holen, erklärte er in der Nacht zu heute laut seinem Büro.
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Einigung zwischen Israel und der Hamas auf die Umsetzung der ersten Phase des US-Friedensplans begrüßt. Es sei ein “dringend benötigter Durchbruch” erzielt worden. Die Vereinten Nationen seien bereit, einen Beitrag zur vollständigen Umsetzung der Vereinbarung zu leisten. Guterres mahnte die Konfliktparteien, sich in vollem Umfang an die Bedingungen der Vereinbarung zu halten.
Das Abkommen für die erste Phase einer Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der islamistischen Hamas soll noch heute in Ägypten offiziell unterzeichnet werden. Geplant sei eine Unterzeichnung gegen 11 Uhr MESZ, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mit der Vereinbarung vertrauten Kreisen.
Die Familien der in den Gazastreifen verschleppten Geiseln haben den Durchbruch bei den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der islamistischen Hamas begrüßt. “Das ist ein wichtiger und bedeutender Schritt auf dem Weg, alle nach Hause zu bringen, aber unser Kampf ist noch nicht vorbei und wird erst enden, wenn die letzte Geisel zurückgekehrt ist”, hieß es in einer Mitteilung des Forums der Geisel-Familien.
Die Hamas will im Rahmen ihrer Einigung mit Israel noch an diesem Wochenende alle 20 lebenden Geiseln freilassen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP und bezieht sich auf “eingeweihte Gewährspersonen der Hamas”. Die toten Geiseln, die noch in der Gewalt der Hamas sind, sollen demnach zu einem späteren Zeitpunkt schrittweise übergeben werden. Die israelische Armee werde sich aus 70 Prozent des Gazastreifens zurückziehen.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat erleichtert auf die angekündigte Freilassung der in der Gewalt der islamistischen Hamas befindlichen Geiseln reagiert. “Mit Gottes Hilfe werden wir sie alle nach Hause bringen”, schrieb der Regierungschef auf der Plattform X.
Die Hamas teilte mit, sie habe einer Einigung zur Beendigung des Kriegs im Gazastreifen zugestimmt. Grundlage seien Gespräche über einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump. Die Einigung umfasse einen israelischen Rückzug aus dem Küstenstreifen sowie einen Austausch von Geiseln gegen Gefangene. Die Hamas forderte Trump und die Garantiemächte auf, sicherzustellen, dass Israel die Waffenruhe vollständig umsetze, hieß es in der Erklärung weiter.
Katar hat die Einigung zwischen Israel und Hamas für eine erste Phase der Gaza-Waffenruhe bestätigt. Die Einigung umfasse “alle Bestimmungen und Umsetzungsmechanismen der ersten Phase des Gaza-Waffenruheabkommens”, das zur Beendigung des Kriegs, zur Freilassung israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener und Bereitstellung von Hilfsgütern führen werde, erklärte ein katarischer Außenamtssprecher. Auch die dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende TV-Sendergruppe Al-Kahera News meldete, dass eine Einigung erzielt worden sei.
Israel und die Hamas haben sich laut US-Präsident Donald Trump auf die Umsetzung der ersten Phase eines US-Friedensplans geeinigt. Alle Geiseln würden bald freigelassen und Israel werde seine Truppen auf eine vereinbarte Linie zurückziehen, teilte Trump nach indirekten Verhandlungen der Konfliktparteien in Ägypten auf seiner Plattform Truth Social mit.
US-Präsident Trump hat angekündigt, dass er “möglicherweise” am Wochenende in den Nahen Osten reisen will. Der türkische Außenminister Fidan ist der Ansicht, dass die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs kurz vor einem Durchbruch stehen.





















