Vilsbiburg: 35 000 Hähnchen müssen wegen der Newcastle-Krankheit getötet werden – Bayern | ABC-Z

Die Newcastle-Krankheit hat nun auch den Landkreis Landshut erreicht. Ein Verdachtsfall in einem Hähnchenmastbetrieb im Stadtbereich Vilsbiburg sei vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) amtlich bestätigt, teilte das Landratsamt mit. Betroffen seien rund 35 000 Tiere. Der gesamte Bestand müsse gemäß tierseuchenrechtlichen Vorschriften getötet werden. Zudem wurde der betroffene Betrieb gesperrt.
In Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern und dem Umweltministerium sei um den Betrieb eine Schutzzone mit mindestens drei Kilometern Radius sowie eine Überwachungszone mit einem Mindestradius von zehn Kilometern eingerichtet worden. Die Überwachungszone umfasse auch einen Teil der Landkreise Mühldorf, Dingolfing-Landau und Rottal/Inn.
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In den Nachbarlandkreisen Erding, Mühldorf am Inn und Rottal-Inn war den Angaben zufolge die Newcastle-Krankheit bereits in großen Hähnchenbetrieben festgestellt worden.
Ende Februar hatte das FLI über den bundesweit ersten Ausbruch der meldepflichtigen Viruserkrankung seit 30 Jahren bei Geflügel in Brandenburg informiert. Das FLI verwies bereits vor einigen Wochen auch auf eine Vielzahl von Ausbrüchen in Kleinsthaltungen und Geflügelbetrieben in Polen, Tschechien und der Slowakei.
Die sehr ansteckende Newcastle-Krankheit wird wegen der ähnlichen Symptomatik auch atypische Geflügelpest genannt. Der Erreger, das Newcastle-Disease-Virus, könne vermutlich prinzipiell alle Vögel infizieren, hieß es vom FLI. Für den Menschen gilt das Virus dagegen weitgehend als ungefährlich. Eine Infektion des Menschen ist laut FLI sehr selten, aber möglich; sie bleibe zumeist lokal auf eine Bindehautentzündung beschränkt.





















