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Vierschanzentournee: Wellinger entgeht nur knapp Debakel – auch Prevc schwächelt erstmals | ABC-Z

Nur der Fehler eines Konkurrenten hat Olympiasieger Andreas Wellinger vor dem Quali-Aus in Innsbruck bewahrt. Zur Überraschung landete auch Domen Prevc, der bisherige Dominator der Vierschanzentournee, recht weit hinten – allerdings hatte er einen großen Nachteil. Den Sieg sicherte sich ein Österreicher.

Das war denkbar knapp. Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hat eine unerwartete Schlappe um die Winzigkeit von 0,1 Punkten vermieden und als 50. der Qualifikation gerade so das Finale der besten 50 Athleten in Innsbruck erreicht. Der 30-Jährige sprang in der Vorausscheidung 115 Meter und bekommt es am Sonntag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) bei der Vierschanzentournee mit Quali-Sieger Jan Hörl aus Österreich zu tun.

Eine vermeintliche Schwäche erlaubte sich erstmals der Gesamtführende Domen Prevc, der Pech mit den Bedingungen hatte: Bei starkem Rückenwind sprang er nur 112 Meter und kam damit nicht über Rang 30 hinaus. Allerdings: Auf der tückischen und windanfälligen Bergisel-Schanze reichen die Wind-Kompensationspunkte als Ausgleich selten aus. Zuvor hatte der Slowene jede Qualifikation und jedes Springen bei dieser Tournee gewonnen. Die Punkte der Vorausscheidung zählen aber nicht für die Gesamtwertung.

Als Wellinger sprang, waren die Windbedingungen noch in Ordnung. „Wir sind extrem hart am Arbeiten, dass wir eine Lösung finden, dass es leichter wird. Der Fluss und die Leichtigkeit fehlen komplett. Das merke ich, sobald ich oben rausspringe. Ab da ist es nur noch ein Kampf“, beschrieb Wellinger seine Flüge im ZDF.

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„Das ist mühsam“, fügte der Bayer an. Schon 25 Minuten vor Ende der Quali sagte der Stadionsprecher, Wellinger sei „am Schleuderstuhl“. Nur wegen eines Patzers des Norwegers Marius Lindvik klappte es noch mit Rang 50.

Das deutsche Spitzenduo Felix Hoffmann und Philipp Raimund schaffte die Qualifikation vor 8.400 Zuschauern problemlos. Hoffmann (123 Meter) sprang auf Rang fünf, für Raimund (116,5 Meter) ging es auf Platz 17. In der Tournee-Gesamtwertung geht es für beide noch um einen Podestplatz. Pius Paschke (23.) und Karl Geiger (39.) lösten ihr Ticket für das Bergisel-Springen.

„Ich habe heute den Tag als sehr positiv empfunden“, sagte Geiger, der in Oberstdorf noch die Qualifikation und in Garmisch-Partenkirchen den zweiten Durchgang verpasst hatte.

Vierschanzentournee, Innsbruck, Duelle der Deutschen

Felix Hoffmann (5/Suhl) – Robin Pedersen (46/Norwegen)

Philipp Raimund (16/Oberstdorf) – Felix Trunz (35/Schweiz)

Pius Paschke (23/Kiefersfelden) – Gregor Deschwanden (28/Schweiz)

Karl Geiger (39/Oberstdorf) – Rok Oblak (12/Slowenien)

Andreas Wellinger (50/Ruhpolding) – Jan Hörl (1/Österreich)

lwö

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