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Vierschanzentournee in Innsbruck: DSV-Springer überstehen geschlossen die Qualifikation | ABC-Z

Stand: 03.01.2026 15:58 Uhr

Bei der Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck haben es alle fünf deutschen Springer in den morgigen Wettkampf geschafft. Die beste Ausgangslage sicherte sich Felix Hoffmann.

Felix Hoffmann schaffte es wie gewohnt unter die Top 10. Er kam auf der selektiven Schanze am Bergisel auf 123 Meter und reihte sich damit hinter vier Österreichern auf Rang fünf ein. Den Qualisieg sicherte sich der aktuelle Tournee-Zweite Jan Hörl mit der Tagesbestweite von 128 Metern.

Topspringer vom Winde verweht

Zweitbester der Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) wurde Philipp Raimund. Kurz vor ihm musste die Jury eine längere Pause einlegen, weil der Rückenwind deutlich zunahm. Auch mit einem verlängerten Anlauf und entsprechenden Punktkompensationen konnten Raimund und die die anderen drei verbliebenen Springer nicht an die Spitzenpositionen ranreichen. Raimund schaffte es mit 116,5 Meter auf Platz 16.

Noch schlimmer erwischte es den Tourneeführenden Domen Prevc, der die schwierigsten Verhältnisse aller Athleten erwischte und mit 112 Metern lediglich 30. wurde und im morgigen Wettkampf entsprechend früh dran sein wird.

Paschke und Geiger mit soliden Sprüngen

Pius Paschke zeigte nach soliden Trainingssprüngen einen guten Qualifikations-Sprung mit einer sicheren Landung. Die 119 Meter reichten für die sichere Teilnahme am K.o.-Springen. “Es war heute wieder ein guter Tag. Darauf lässt sich aufbauen. Es sind aktuell kleine Schritte, aber die gehen wir”, so Paschke anschließend im Interview im ZDF.

Auch bei Karl Geiger zeigt die Formkurve weiter nach oben. Nach dem Quali-Aus in Oberstdorf schaffte er nun zum zweiten Mal in Folge die Teilnahmeberechtigung für den Wettbewerb. Er kam auf solide 115,5 Meter. “Ich habe den heutigen Tag als sehr positiv empfunden. Ich bin an jeden Sprung extrem konzentriert herangegangen und hab speziell im zweiten Trainingssprung etwas gespürt im Übergang, was ich schon lange nicht mehr gespürt hatte. Der Qualisprung war jetzt wieder mit etwas mehr Spannung und Härte. Aber unter dem Strich ein guter Tag”, fasste der Routinier seinen Auftritt zusammen.

Wellinger muss kurz zittern

Wellinger ärgerte sich direkt nach der Landung bei 115 Meter, winkte ab und wusste, dass dies eventuell nicht reichen könnte. Von den nach ihm folgenden 28 Athleten hätte er noch zwei hinter sich lassen müssen. Der Finne Niko Kytosaho und Marius Lindvik aus Norwegen taten dem Normalschanzen-Olympiasieger von 2018 diesen Gefallen.

Damit darf Wellinger auch am dritten Wettkampf der Tournee teilnehmen, in den zweiten Durchgang hatte er bei den ersten beiden Stationen in Deutschland aber nicht geschafft. “Ich tue mich aktuell einfach schwer, nicht nur auf dieser Schanze. Wir sind extrem hart am Arbeiten, dass wir eine Lösung finden, dass es leichter wird. Dieser Fluss, diese Leichtigkeit fehlt im Moment einfach. Das merke ich direkt beim Absprung, danach ist es nur noch ein Kampf”, lautete Wellingers Analyse.

Die Duelle der deutschen Springer beim Bergiselspringen

  • Felix Hoffmann (5/Suhl) – Robin Pedersen (46/Norwegen)
  • Philipp Raimund (16/Oberstdorf) – Felix Trunz (35/Schweiz)
  • Pius Paschke (23/Kiefersfelden) – Gregor Deschwanden (28/Schweiz)
  • Karl Geiger (39/Oberstdorf) – Rok Oblak (12/Slowenien)
  • Andreas Wellinger (50/Ruhpolding) – Jan Hörl (1/Österreich)
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