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Vermittlungsversuche abgeblockt: Insider: Der Nahe Osten will Frieden, USA und Iran aber nicht | ABC-Z

Vermittlungsversuche abgeblocktInsider: Der Nahe Osten will Frieden, USA und Iran aber nicht

14.03.2026, 20:31 Uhr

Seit zwei Wochen greifen die USA und Israel den Iran mit Luftschlägen an. (Foto: IMAGO/Middle East Images)

Der Konflikt im Iran eskaliert weiter. Die USA verbuchen nach eigenen Angaben einen wichtigen Erfolg und treffen den wichtigsten iranischen Ölexport-Hafen. Mehrere Nachbarländer versuchen vergeblich Friedensgespräche einzuleiten.

Die Regierung der USA und die Führung des Iran haben Insidern zufolge Vorstößen von Staaten im Nahen Osten zur Beendigung des Kriegs zurückgewiesen. Die Regierung von Präsident Donald Trump habe diplomatische Verhandlungen abgelehnt, sagten drei mit den Bemühungen vertraute Personen. Der Iran wiederum schließe einen Waffenstillstand aus, solange die Luftangriffe der USA und Israels andauerten, sagten zwei hochrangige iranische Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Damit zeichnet sich eine Fortsetzung des vor zwei Wochen begonnenen Kriegs ab, in dem bisher mehr als 2000 Menschen getötet wurden und der die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.

Den Angaben zufolge haben unter anderem Oman und Ägypten versucht, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln. Oman, das bereits vor dem Krieg als Mittler fungierte, habe mehrfach versucht, einen Kommunikationskanal zu öffnen. Auch Ägypten bemühe sich um eine Wiederaufnahme der Gespräche, sagten drei Personen aus Sicherheits- und Diplomatenkreisen. Das US-Präsidialamt habe jedoch deutlich gemacht, dass kein Interesse bestehe.

Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses bestätigte die Ablehnung der diplomatischen Vorstöße durch Trump. “Er ist daran im Moment nicht interessiert, und wir werden die Mission unvermindert fortsetzen”, sagte der Regierungsvertreter. “Vielleicht kommt der Tag, aber nicht jetzt.” Ein zweiter hochrangiger Regierungsvertreter ergänzte: “Präsident Trump sagte, eine neue potenzielle Führung im Iran habe signalisiert, dass sie reden wolle und schließlich reden werde. Vorerst geht die Operation ‘Epic Fury’ unvermindert weiter.”

Auf iranischer Seite haben sich die Positionen ebenfalls verhärtet. “Was auch immer zuvor über die diplomatischen Kanäle kommuniziert wurde, ist jetzt irrelevant”, sagte ein dritter hochrangiger iranischer Insider. “Die Revolutionsgarden sind der festen Überzeugung, dass der Iran den Krieg verliert, wenn sie die Kontrolle über die Straße von Hormus verlieren”, fügte er hinzu. “Daher werden die Garden keinen Waffenstillstand, keine Waffenstillstandsgespräche und keine diplomatischen Bemühungen akzeptieren.”

Die Kämpfe hatten vor zwei Wochen mit Luftangriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran begonnen. In der Nacht zum Samstag bombardierten die USA den wichtigsten iranischen Ölexport-Hafen auf der Insel Kharg im Persischen Golf. Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, drohte daraufhin mit einer dauerhaften Blockade der Straße von Hormus, über die in Friedenszeiten ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wurde. Die seit Kriegsbeginn stark gestiegenen Ölpreise befeuern in den USA Debatten über den Krieg: Während Hardliner eine Zerstörung des iranischen Atomprogramms fordern, warnen Berater Trumps vor den politischen Folgen steigender Benzinpreise für die anstehenden Zwischenwahlen in den USA.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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