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Ver.di-Warnstreiks: BER, München und Köln betroffen | ABC-Z

Stand: 18.03.2026 • 09:26 Uhr

Die ver.di-Warnstreiks sorgen bundesweit für massive Einschränkungen: Am Hauptstadtflughafen BER fällt der Flugverkehr aus, in München und Köln stockt der Nahverkehr. Auch Fußballfans müssen umplanen.

Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di beeinträchtigen den Verkehr in Deutschland zur Wochenmitte massiv. Besonders betroffen sind der Hauptstadtflughafen BER sowie der öffentliche Nahverkehr in München und Köln.

Am Hauptstadtflughafen BER fällt seit dem Morgen der gesamte Passagier-Flugverkehr aus. Der Streik soll bis zum Betriebsende um Mitternacht andauern. Rund 445 Flugbewegungen mit etwa 57.000 Passagieren sind betroffen.

BER: Terminals fast menschenleer

In den Terminals blieb es weitgehend ruhig. Laut einer Sprecherin der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg waren viele Reisende im Vorfeld von ihren Airlines informiert worden und traten ihre Reise gar nicht erst an. Flüge wurden umgebucht oder alternative Verbindungen organisiert.

Zum Warnstreik aufgerufen sind rund 2.000 Beschäftigte der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, darunter Mitarbeiter der Feuerwehr, der Verkehrsleitung und des Terminalmanagements. Ein regulärer Flugbetrieb ist daher nicht möglich.

Notbetrieb mit Bussen in München

Auch im Nahverkehr kommt es zu Einschränkungen. In München beginnt der ver.di-Warnstreik um 11.00 Uhr. Fahrgäste in U-Bahnen, Tram und Bussen im Münchner Nahverkehr müssen sich dann nach Alternativen umschauen.

Bereits ab 9.00 Uhr werde das Angebot bei U-Bahn und Tram ausgedünnt, ab dem späten Vormittag gelte dann das Notnetz, erklärte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Der Bus sichere dabei die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet.

Per Bus in die Allianz Arena

Auch Fußballfans, die abends mit der U-Bahnlinie U6 nach Fröttmaning zum Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo in der Allianz Arena anreisen wollten, müssen umplanen.

Die MVG empfiehlt eine möglichst frühe Anreise und bittet Fahrgäste und Fußballfans um Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme. Ab 17.30 Uhr fahren kostenlose Busse des FC Bayern zwischen der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke und der Haltestelle Kieferngarten. Dafür seien auch zusätzliche Fahrten privater Omnibusunternehmen in Auftrag gegeben worden.

Köln: Stadtbahnen stehen still

Auch im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen kommt es zu Einschränkungen. Während sich die Lage in vielen Städten nach dem Vortag etwas entspannt hat, gibt es in Köln weiterhin deutliche Auswirkungen.

Dort fahren keine Stadtbahnen. Defekte Fahrzeuge können wegen des Streiks nicht repariert oder abgeschleppt werden. Busse verkehren weiterhin, teils unterstützt durch externe Unternehmen.

Weitere Streiks am Donnerstag

Am Donnerstag sollen die Warnstreiks ausgeweitet werden. In mehreren Bundesländern – fest stehen bereits Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg – könnten dann Busse und Bahnen ganztägig in den Depots bleiben. In Bremen, Brandenburg und dem Saarland ist noch offen, ob sich die Länder an dem erneuten Arbeitskampf beteiligen.

Es ist der dritte großflächig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die ver.di parallel in allen Bundesländern führte. In Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen gibt es bereits Einigungen.

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