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Venezuela: Oppositioneller Guanipa nach Haftnentlassung entführt | ABC-Z

Stand: 09.02.2026 08:14 Uhr

Er war gerade aus der Haft entlassen worden, da wurde der venezolanische Oppositionelle Guanipa offenbar von Unbekannten entführt. Zuvor hatte er die Regierung aufgefordert, den Oppositionssieg bei der Wahl 2024 zu respektieren.

Kurz nach seiner Freilassung aus einem Gefängnis ist der venezolanische Oppositionelle Juan Pablo Guanipa offenbar verschleppt worden. Männer in Zivil hätten ihn in der Hauptstadt Caracas entführt, schrieb Guanipas Vertraute, die Oppositionelle und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, auf X.

Machado forderte Guanipas Freilassung. Dessen Partei erklärte, ihr “nationaler Anführer” sei “von repressiven Organen der Diktatur entführt” worden.

Guanipa soll terroristisches Komplott geplant haben

Guanipa wurde mit zwei weiteren Oppositionspolitikern aus dem Gefängnis entlassen. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte – auf Druck der USA – im Januar die Freilassung politischer Gefangener verkündet. Vergangene Woche gab sie eine Massenamnestie für Häftlinge bekannt, die wegen “politischer Gewalt” einsitzen. Laut der Nichtregierungsorganisation Foro Penal sind das noch mehr als 700 Personen im Land.

Guanipa war im Mai 2025 festgenommen worden. Die Behörden hatten ihm die Planung eines terroristischen Komplotts vorgeworfen. Sein politisches Umfeld wies das zurück.

Gunaipa: Regierung soll Ergebnis der Präsidentenwahl respektieren

Kurz nach seiner Haftentlassung hatte Guanipa gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Regierung aufgerufen, das Ergebnis der Präsidentenwahl von 2024 zu respektieren. Von den Behörden wurde Amtsinhaber Nicolás Maduro zum Sieger erklärt – die Opposition sprach von Wahlbetrug.

In der Folge gab es Proteste, bei denen mindestens 28 Menschen ums Leben kamen und mehr als 2.400 Menschen festgenommen wurden. Maduro wurde Anfang des Jahres von den USA gefangen genommen. Rodríguez übernahm vorerst das Präsidentenamt.

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