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Vegane Mapo-Tofu-Udon – in 20 Minuten fertig · Eat this! | ABC-Z

Mapo-Tofu-Udon gehören zu den Trends, die ihren Hype wirklich verdient haben. „Schlüpfrige“ Udon-Nudeln, eine cremige Seidentofu-Sauce, getoppt mit herzhaft-würzigem veganem Hack. Und dann steht das Ganze auch noch in 20 Minuten auf dem Tisch? Instant-Lieblingsgericht, ehrlich jetzt!

Bei viralen Rezepten sind wir ja immer übelst hart skeptisch. Wenn man mal ganz ehrlich ist, verbergen sich hinter dem ach so modernen Prädikat in vielen Fällen irgendwelche Tricks und Kniffe, die als Kurzvideo auf TikTok und Instagram gut aussehen und das Display-Dopamin hochfahren … in der Küche dann aber eher nur noch so semi funktionieren und den das Belohnungssystem wieder auf den harten Küchenboden der Tatsachen klatschen lassen.

Ab und zu scrollen aber auch wir an Ideen vorbei, bei denen die Augen plötzlich ganz groß werden, der Rücken gerade, sich die Nackenhaare in freudiger Erregung leicht aufstellen und sich ein begleitender, aufgeregter Laut quasi kaum vermeiden lässt. Mapo-Tofu-Udon? Holy shit!

Mapo-Tofu-Udon

Udon-Nudeln stehen auf unserer Nudel-Favoritenliste ganz weit oben, Mapo-Tofu ist eines unserer Lieblings-Tofugerichte, folglich kriegt uns die Kombination natürlich sofort. Es mussten also auf der Stelle vegane Mapo-Tofu-Udon sein! Und ja, die haben ihren viralen Status wirklich mehr als verdient, das muss ich neidlos zugeben. Wir haben auf jeden Fall mal wieder ein neues Lieblingsgericht mit unserer Lieblingsnudel.

Im Gegensatz zum „echten“ Mapo-Tofu wird der Seidentofu bei unseren veganen Mapo-Tofu-Udon zur sprichwörtlich seidigen Nudelsauce, die die ohnehin schon herrlich schlüpfrigen, dicken Nudeln noch schlürfbarer macht. Und keine Sorge, die Tofu-Sauce mildert auch die Schärfe im super-herzhaften, veganen Hackes-Topping ab. Ein wenig hat uns die Kombination auch an die arabischen Macarona bil laban erinnert, bei denen das vegane Hack auf eine frische, knoblauchige Joghurtsauce trifft.

Das Gericht ist mit etwa 36 g Eiweiß pro Portion übrigens auch noch ein echtes High-Protein-Rezept.

Zutaten für Mapo-Tofu-UdonZutaten für Mapo-Tofu-Udon

Die Zutaten für unsere veganen Mapo-Tofu-Udon

Für das Basis-Rezept verwenden wir, abgesehen von Doubanjiang, der chinesischen, fermentierten Würzpaste aus Chilis und Bohnen, die wirklich essenziell ist für Mapo-Tofu, nur relativ typische Supermarkt-Zutaten. Das Gericht ist so wunderbar einfach in der Zubereitung und irgendwie sollte auch der Einkauf so aussehen.

Außerdem brauchst du Seidentofu, Sojagranulat, dunkle Sojasauce, Balsamico, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und natürlich die Udon-Nudeln. Alles gibt’s mittlerweile in jedem besser sortierten Supermarkt.

Profi-Tipp

Wenn du Stammkunde im hiesigen Asialaden bist und chinesischen schwarzen Essig, Szechuanpfeffer und chinesischen Kochwein ohnehin zuhause hast, dann kannst, nein, dann musst du diese Zutaten natürlich auch verwenden. Im Rezept haben wir sie als optional markiert.

Sojagranulat als vegane HackfleischalternativeSojagranulat als vegane Hackfleischalternative

Tipps zur Zubereitung

  • Die veganen Mapo-Tofu-Udon bekommst du spätestens beim zweiten Mal in 20 Minuten auf den Tisch. Allerdings solltest du den Seidentofu etwa eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Sauce später nicht kalt auf die Nudeln kommt. Bei Höchsttemperaturen im Sommer ist die zusätzliche Abkühlung aber auch nicht verkehrt.
  • Sowohl die Sauce als auch das Hackes-Topping lassen sich auch vorbereiten und – selbstverständlich getrennt voneinander – im Kühlschrank aufbewahren. Dann heißt es nur noch Nudeln kochen, Sauce und Topping aufwärmen und die veganen Mapo-Tofu-Udon sind in Rekordzeit fertig.
  • Doubanjiang und die „Profi-Zutaten“ bekommst du in jedem Asialaden oder online. In der Zutatenliste sind die meisten davon verlinkt.
  • Wer schärfe- oder salzempfindlich ist, reduziert die Doubanjiang einfach nach Geschmack.

  • Seidentofu etwa 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen.

    400 g Seidentofu

  • Sojagranulat mit 100 ml kochendem Wasser und dunkler Sojasauce übergießen. Gut verrühren und beiseite stellen.

    75 g Sojagranulat, ½ EL dunkle Sojasauce

  • Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden. Seidentofu mit einer Prise Salz im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren und beiseite stellen.

    2 Zehen Knoblauch, 2 Frühlingszwiebeln

  • Öl in eine heiße Pfanne geben und Knoblauch und den weißen Teil der Frühlingszwiebeln bei mittlerer Hitze 1-2 Minuten anschwitzen, dabei häufig umrühren.

    1 EL Rapsöl

  • Doubanjiang dazu geben und etwa 2 Minuten weiter braten bis sich das rote Öl der Paste etwas absetzt.

    1 ½ EL Doubanjiang

  • Sojagranulat mit in die Pfanne geben und 2-3 Minuten unter Rühren braten. Parallel dazu 1,5 l Wasser aufkochen und die Udon-Nudeln nach Packungsanweisung etwa 3 Minuten kochen.

    75 g Sojagranulat, 400 g Udon-Nudeln

  • Das Sojahack mit Essig und, falls verwendet, dem Shaoxing-Wein oder der gleichen Menge Wasser ablöschen. Herd auf niedrigste Hitze reduzieren und das Hack bei niedriger Hitze köcheln lassen. Bei Bedarf esslöffelweise Kochwasser von den Nudeln hinzufügen und mit mehr Sojasauce abschmecken.

    1 EL Balsamicoessig, 1 EL chinesischer Kochwein

  • Nudeln abgießen, gut abtropfen lassen und auf Schüsseln verteilen. Zuerst die Seidentofu-Sauce darüber geben, dann das Sojahack darauf anrichten und mit dem Frühlingszwiebelgrün und optional fein gemahlenem Szechuanpfeffer toppen.

    ½ TL Szechuan Pfeffer

Wer schärfe- oder salzempfindlich ist, reduziert die Doubanjiang nach Geschmack auf etwa 1 EL.