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USA News: Trump will Lazarettschiff nach Grönland schicken – Politik | ABC-Z

Europäische Unternehmen fürchten nach Zoll-Urteil mehr Unsicherheit 

Nach dem Zollurteil des Obersten Gerichtshofs der USA ist die anfängliche Erleichterung bei europäischen Unternehmen rasch verflogen. Der Supreme Court hatte am Freitag einen Großteil der von US-Präsident Donald Trump verhängten Abgaben für unrechtmäßig erklärt. Zuletzt begrüßte auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Entscheidung. Es sei gut, dass es in Demokratien Gegengewichte zur Macht und rechtsstaatliche Kontrolle gebe, sagte er. Frankreich werde die Auswirkungen von Trumps neuen globalen Zöllen in Höhe von zehn Prozent prüfen, seine Produkte aber weiterhin exportieren. Von Planungssicherheit kann im internationalen Handel dennoch keine Rede sein. „Neue Zölle auf anderer Rechtsgrundlage sind jederzeit möglich“, erklärte Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer vom Verband der Chemischen Industrie (VCI). ​„Für ​unsere Unternehmen beginnt jetzt keine Phase der Stabilität, sondern eine ​neue Runde der Unsicherheit.“ Der VCI vertritt Konzerne wie BASF, Bayer und Evonik.

Auch der Generalsekretär Paolo Castelletti des italienischen ​Weinverbands UIV befürchtet einen „Bumerang-Effekt, der zu weiterer Unsicherheit und einem Aufschub von Bestellungen führt“. Laut Massimiliano Giansanti, Präsident des italienischen Bauernverbandes Confagricoltura, verkompliziere sich die Lage für die Exporteure in dem Moment, in dem sie begonnen hätten, sich an die US-Zölle anzupassen.

Der französische Kosmetikverband FEBEA, zu dessen Mitgliedern L’Oréal zählt, erklärte, man beobachte die Reaktion der ⁠US-Regierung genau. „Wir sind die Wendungen bei diesem Thema gewohnt“, sagte Generalsekretär Emmanuel Guichard. Und Eoin Ó Catháin, ‌Direktor des irischen ‌Whiskey-Verbands, zeigte sich ernüchtert: „Dies ist kein Allheilmittel, um die Zölle loszuwerden.“

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