USA: Dänischer Energiekonzern klagt gegen Stopp von Windpark vor US-Küste | ABC-Z

Der dänische Energiekonzern Ørsted will juristisch gegen die Aussetzung seines Windpark-Projekts Revolution Wind in den
USA vorgehen. Das Unternehmen fechte die Entscheidung der
US-Regierung an und werde eine gerichtliche Verfügung gegen den
Stopp des Fünf-Milliarden-Dollar-Projekts beantragen, teilte Ørsted mit. Die Klage reichte das
Gemeinschaftsunternehmen Revolution Wind LLC ein, das Ørsted zu
gleichen Teilen mit Skyborn Renewables gehört.
Die Regierung von US-Präsident Donald
Trump hatte am 22. Dezember die Pachtverträge für fünf große
Offshore-Windparks vor der US-Ostküste vorerst ausgesetzt. Das Innenministerium begründete dies mit “nationalen Sicherheitsrisiken”. Diese Angaben lassen sich nicht prüfen. Dem Branchenverband National Ocean Industries Association (NOIA) zufolge hatte es bei der Genehmigung der Windparkprojekte keine Einwände aus dem Verteidigungsministerium gegeben.
Folgen für Verbraucher, Militär und Rechenzentren
Das Projekt sei zu etwa 87 Prozent fertiggestellt, teilte Ørsted weiter mit. Zum Zeitpunkt der Aussetzung sei erwartet
worden, dass der Windpark bereits im Januar 2026 Strom erzeugen
könne. Es ist nicht das erste Mal, dass die US-Regierung gegen das Windpark-Projekt vorgeht. Bereits im August 2025 wurde der Bau gestoppt, ein Richter hob das Verbot jedoch später wieder auf.
Die geplanten Windparks sollten Strom für Millionen Haushalte an
der dicht besiedelten US-Ostküste liefern. Der Verband NOIA warnte, dass der Stopp die Netzstabilität für Kunden in Virginia bedrohe, darunter auch Militärbasen und
Rechenzentren für künstliche Intelligenz.
Trump ist ein erklärter Gegner von Windkraft.
Bereits am Tag seines erneuten Amtsantritts im Januar hatte er ein
Dekret gegen den Ausbau von Windenergie unterzeichnet.





















