Russisch-ukrainische Verhandlungen in Abu Dhabi gehen weiter | ABC-Z

Die Unterhändler der Ukraine und Russlands führen erneut Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Viel dringt nicht an die Öffentlichkeit. Doch beide Seiten sehen offenbar Fortschritte.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat der zweite Tag der von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern über ein Ende des russischen Angriffskriegs begonnen. Daran nehmen neben den Delegationen aus Kiew und Moskau auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, teil.
“Wir arbeiten im gleichen Format wie gestern: trilaterale Konsultationen, Gruppenarbeit und weitere Annäherung der Positionen”, schrieb der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow auf Telegram. Ergebnisse würden später verkündet, teilte er zudem mit.
Der Sondergesandte von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, erklärte derweil im Staatsfernsehen, dass Fortschritte zu verzeichnen seien. “Es gibt eine gute, positive Bewegung nach vorn”, sagte er. Es werde aktiv an der Wiederherstellung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten gearbeitet, unter anderem im Rahmen einer amerikanisch-russischen Arbeitsgruppe zum Thema Wirtschaft, ergänzt er.
Positionen weit auseinander
Die Positionen der Kriegsparteien liegen jedoch nach wie vor weit auseinander. Moskau fordert den Abzug der ukrainischen Truppen aus der gesamten Region Donezk als Vorbedingung für eine Einigung. Kiew lehnt dies ab und fordert stattdessen ein Einfrieren des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie.
Als besonders heikel gilt neben den Gebietsfragen auch das Schicksal des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja. Kremlsprecher Dmitri Peskow bekräftigte, die russischen Truppen würden so lange kämpfen, bis Kiew zu Entscheidungen gelange, die den Krieg beenden könnten.
Erste Runde ohne greifbare Fortschritte
In Abu Dhabi läuft derzeit die zweite Verhandlungsrunde über ein Ende des vor vier Jahren von Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine. Die erste Runde fand nach monatelanger Funkstille zwischen Moskau und Kiew am 23. und 24. Januar statt.
Sie endete ohne greifbare Ergebnisse. Allerdings betonten beide Seiten – sowie die USA als Vermittler – deutliche Fortschritte. Dem Vernehmen nach wurde dort auch eine später von US-Präsident Donald Trump verkündete Teilwaffenruhe abgestimmt, die der Ukraine zumindest für eine kurze Zeit eine Pause von den Angriffen aus der Luft gewährte.
Die jetzigen Verhandlungen werden wieder von schweren Kämpfen und gegenseitigem Misstrauen überschattet. Kurz nach Beginn der Gespräche am Dienstag schlugen russische Raketen nach ukrainischen Angaben auf einem Markt in der Ostukraine ein. Dabei wurden dem Gouverneur der Region Donezk zufolge mindestens sieben Menschen getötet und 15 verletzt. Heute griff Russland nach ukrainischen Angaben unter anderem Kiew sowie die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine an.





















