Unternehmen: SPD schlägt eine neue Rechtsform für nachhaltige Unternehmen vor | ABC-Z

Die SPD hat ein Konzept für eine neue, eigenständige Rechtsform von Unternehmen vorgeschlagen. Ziel sei es, Unternehmen zu fördern, die sich an nachhaltigen und langfristigen Zielen orientieren. Bei der sogenannten Gesellschaft mit gebundenem Vermögen (GmgV) sollen Gewinne aus eingebrachtem Vermögen nicht ausgezahlt werden dürfen, sondern reinvestiert werden.
Das Konzept wurde von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig und Finanzminister Lars Klingbeil vorgelegt. Die Abstimmung mit der Bundesregierung steht noch aus.
Eigenständige Rechtsform wie GmbH oder AG
Die GmgV solle künftig als eigenständige Rechtsform neben GmbH, Aktiengesellschaft (AG) oder Genossenschaft bestehen. Im Kern soll sie den Umgang eines Unternehmens mit neu erwirtschafteten Gewinnen regeln. Gewinne sollen demnach im Unternehmen zur Nutzung verbleiben. So werde verhindert, dass sich Gewinninteressen von Beteiligten auswirken können.
Das erwirtschaftete Kapital ist zu unterscheiden von dem durch die Mitglieder eingebrachten Kapital. Eingebrachtes Kapital sollen Mitglieder im Falle einer Auflösung der Gesellschaft, oder falls die Mitglieder aus dem Unternehmen ausscheiden, zurückbekommen. Sollte eine Gesellschaft aufgelöst werden, würde Kapital, welches über das eingebrachte Kapital hinausgeht, entweder an ein anderes
Unternehmen mit Vermögensbindung oder an den Fiskus gehen.
Justizministerin Hubig erklärte, bei diesem Verständnis von Unternehmensführung stehe nicht der schnelle Gewinn im Vordergrund, sondern eine dauerhafte Entwicklung des Unternehmens. Klingbeil sagte, viele Gründer und Unternehmer würden nicht als Erstes an Profit denken, sondern wollten die Gesellschaft voranbringen. Die Rechtsform der GmgV könne auch für Inhaber attraktiv sein, die ihr Unternehmen an die nächste Generation übergeben wollen.





















