Union Berlin holt nach Aufholjagd Remis gegen Schlusslicht Mainz 05 | ABC-Z

Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Union Berlin die erste Großchance des Jahres 2026 verzeichnete. Nach gutem Anspiel von Rani Khedira war es Livian Burcu, der bei seinem ersten Startelf-Einsatz für Union auch beinahe sein erstes Tor erzielt hätte. Nur Zentimeter rauschte der Ball nach Burcus Schuss von der Strafraumgrenze am Tor vorbei.
In der Folge entwickelte sich ein Spiel, das sich mit einer wenig schmeichelhaften, aber durchaus Union-typischen Überschrift betiteln lässt: chancenarme Gemächlichkeit. Lange passierte nichts Erwähnenswertes in Köpenick – bis Nadiem Amiri die Gäste aus Mainz in der 30. Minute mit einem schönen Tor in Führung brachte.
Nach einem genialen Pass von Jae-sung Lee aus dem Mittelfeld konnte Amiri den Ball bei seiner Annahme zunächst nicht ganz kontrollieren. Dafür versenkte er ihn anschließend umso schöner per Volley aus zehn Metern im Union-Tor. Eine nur zeitlich gute Viertelstunde später ging es beim Stand von 0:1 aus Union-Sicht in die Kabinen.
Auch in der zweiten Halbzeit taten sich beide Mannschaften zunächst schwer im Herausspielen wirklich guter Chancen. Umso ärgerlicher war aus Union-Sicht das 0:2 in der 69. Minute. Ausgerechnet der Ex-Köpenicker Benedict Hollerbach erzielte nach gutem Pass von Nikolas Veratschnig rutschend und mit seinem rechten Fuß sein erstes Saisontor. Kurz darauf scheiterte Hollerbach nur knapp am 3:0 für Mainz.
Stattdessen waren es die Köpenicker, die doch noch jubeln durften. In der 77. Minute verkürzte der eingewechselte Woo-yeong Jeong nach einer Flanke von Derrick Köhn auf 1:2. Es war ein später Weckruf für die bis dahin schläfrigen Köpenicker, die schon kurz darauf durch Andras Schäfer und Andrej Ilić auch den Ausgleich erzielen hätten müssen.
Stattdessen war es in der 86. Minute ein Zusammenspiel aus Marin Ljubicic und Danilho Doekhi, das Union den Ausgleich bescherte und das Stadion an der Alten Försterei nachhaltig in Ekstase versetzte.














