Ukraine News: Merz kritisiert Orbán scharf – EU will Ukraine-Kredit trotz Blockade auszahlen – Politik | ABC-Z

Zuvor hatte Remeslo, der seit Langem als Denunziant der russischen Opposition bekannt war, mit einer scharfen Kritik an Kremlchef Wladimir Putin und dem von ihm befohlenen Krieg in der Ukraine für Aufsehen in Russland gesorgt. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb der 42-Jährige, dass Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land mit dem Ukraine-Krieg politisch und wirtschaftlich in die Sackgasse geführt, die Medienfreiheit erstickt und sei nun dabei, das Internet abzuschalten, klagte Remeslo in einer Art Manifest („Fünf Gründe, warum ich aufgehört habe, Wladimir Putin zu unterstützen“).
Die russische Justiz hat Kritiker schon für weniger scharfe Äußerungen zu Haftstrafen verurteilt. Zwar werden die sogenannten Z-Blogger geduldet, die echte oder vermeintliche Fehler der Militärführung ansprechen. Doch ein Frontalangriff auf Putin, zumal aus dem eigenen Lager, gibt Rätsel auf. Die Attacke fällt aber in eine Zeit, in der die schweren Verluste im Krieg wie auch die wirtschaftlichen Schäden in Russland spürbarer werden.
Remeslo, nach eigenen Angaben Jurist, hatte in der Vergangenheit unter anderem die Annexion der Krim öffentlich bejubelt und war als Zeuge der Anklage in Prozessen gegen den Kremlkritiker Alexej Nawalny aufgetreten, der 2024 in der Haft ums Leben kam.
Die jüngsten Aussagen Remeslos führten in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Spekulationen. Leonid Wolkow, ein enger ehemaliger Mitarbeiter Nawalnys vermutete, dass hinter der angeblichen Kehrtwende ein Schachzug des Kreml stehe. „Ilja Remeslo macht niemals etwas umsonst. Und er macht niemals etwas ohne Erlaubnis“, schrieb er auf X. Allerdings gingen seine Äußerungen weit über das hinaus, was der Kreml sonst als Kritik zulasse.
Andere Kommentatoren vermuteten die kommende Parlamentswahl in Russland oder die staatlichen Blockadeversuche gegen den Messenger Telegram als Hintergrund. Vor den Berichten über die Einweisung in eine Psychiatrie hatte Remeslo in einem kurzen Video versichert, dass sein Telegram-Konto nicht gehackt worden sei. Er sei auch weiterhin in Russland, hatte er erklärt.





















