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Ukraine News: Botschafterin: USA ermahnen Ukraine zur Rücksicht auf US-Interessen – Politik | ABC-Z

Kreml sieht Kriegsziele nicht erreicht

Der Kreml hat eingeräumt, dass auch vier Jahre nach der Invasion in die Ukraine die anfänglich gesteckten Aufgaben bisher nicht umgesetzt wurden. „Vollkommen, ja, sind die Ziele bisher nicht erreicht, deshalb geht die militärische Spezialoperation weiter“, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Militärische Spezialoperation“ ist nach wie vor die offizielle Bezeichnung Moskaus für den Krieg gegen das Nachbarland.

Es ist eine nicht alltägliche Äußerung aus dem Kreml. Das ukrainische Onlineportal Kyiv Independent schreibt dazu: Dieses Eingeständnis verdeutliche die Diskrepanz zwischen den anfänglichen Erwartungen des Kreml an einen schnellen Sieg und dem darauf folgenden langwierigen und kostspieligen Krieg, in dem der ukrainische Widerstand anhalte. Das Portal verweist zudem auf die Statements russischer Offizieller und Propagandisten sowie einiger westlicher Geheimdienste aus dem Jahr 2022: Diese sagten „zunächst voraus, dass die Ukraine innerhalb von Tagen oder Wochen fallen könnte, wobei die Einnahme von Kiew als wahrscheinliches Hauptziel angesehen wurde“.

Kyiv Independent erinnert zudem an die Aussage der russischen Propagandistin Margarita Simonyan von 2021: „In einem Krieg werden wir die Ukraine in zwei Tagen besiegen.“ Diese Aussage sei seither zum Symbol für Moskaus Fehlkalkulationen geworden, so das ukrainische Portal.

Peskow behauptete derweil erneut, dass Russland bereit sei, eine diplomatische Lösung bei den Verhandlungen mit der Ukraine zu finden. „Jetzt hängt alles von den Handlungen des Kiewer Regimes ab“, erklärte er. Russland habe seine Bedingungen auf den Tisch gelegt, sie seien hinreichend bekannt.

Moskau verlangt etwa, dass Kiew seine Truppen auch aus jenen Teilen des Gebiets Donezk abzieht, die unter ukrainischer Kontrolle stehen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij lehnt das kategorisch ab. Zwar sollen die Verhandlungen nach ukrainischen Angaben womöglich noch diese Woche in Genf wieder aufgenommen werden. Peskow bestätigte aber weder einen Ort noch einen Termin. Die Gespräche gelten als festgefahren.

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