Ukraine-Krieg: ++„Raketen kommen im allerletzten Moment“ – Selenskyj drängt bei Waffenlieferungen auf mehr Tempo ++ Liveticker | ABC-Z

Die russischen Angriffe auf die Ukraine halten unvermindert an. Präsident Selenskyj schildert die Realität verspäteter Waffenlieferungen und warnt vor den Folgen für die Luftverteidigung. Auch Großbritannien drängt auf eine stärkere militärische Aufrüstung Europas, um der wachsenden Bedrohung durch Moskau zu begegnen.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine im Liveticker:
22:00 Uhr – „Haben unseren Partnern alles gegeben“, sagt Selenskyj
Die Ukraine ist nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Friedensverhandlungen und Kompromissen bereit, fordert selbiges aber auch von Russland. „Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt“, sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich warf er Moskau vor, keine Zugeständnisse zu machen.
Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne. „Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren.“
Die Worte waren auch eine Antwort auf US-Präsident Donald Trump, der Selenskyj zuvor zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen für ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aufgefordert hatte. Trump sagte vor Journalisten am Weißen Haus: „Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance.“
18:09 Uhr – Selenskyj: Wahlen möglich nach zwei Monaten Waffenruhe
Selenskyj erneuert seine Forderung nach einer Waffenruhe für Neuwahlen in seinem Land. Es sei schwierig, in Kriegszeiten eine Abstimmung zu organisieren, zumal nicht nur die Soldaten an der Front kämpften, sondern auch das Volk im Hinterland unter Beschuss stehe, sagte er in einer Diskussionsrunde im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. „Geben Sie uns zwei Monate, dann können wir auch Wahlen abhalten“, sagte er an US-Präsident Donald Trump gewandt. Dieser hatte zuvor mehrfach Neuwahlen in der Ukraine gefordert.
Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur, dann sei es möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenskyj nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.
17:28 Uhr – Selenskyj: Ukraine weiterhin an Taurus interessiert
Selenskyj hat das anhaltende Interesse seines Landes an Marschflugkörpern des Typs Taurus aus Deutschland bestätigt. Auf die Frage, ob die Ukraine die 500 Kilometer weit reichenden Marschflugkörper bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg brauche, sagte er „ja“. Eine Entscheidung darüber sei aber bislang nicht gefallen.
Kiew hatte Berlin bereits vor einigen Jahren um die Lieferung von Taurus gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Sein späterer Nachfolger Friedrich Merz hatte die Lieferung hingegen nicht ausschließen wollen.
15:26 Uhr – Rutte: Russland erleidet „wahnsinnige Verluste“
Russland muss nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Krieg gegen die Ukraine derzeit „wahnsinnige Verluste“ hinnehmen. In den vergangenen zwei Monaten habe die russische Armee rund 65.000 Soldaten verloren, sagt Rutte auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich betont er die Stärke der westlichen Allianz. Russland werde es derzeit nicht wagen, die Nato anzugreifen. „Wir werden jeden Kampf gegen Russland gewinnen, wenn sie uns jetzt angreifen“, sagt Rutte vor Journalisten. Man müsse sicherstellen, dass dies auch in zwei, vier oder sechs Jahren noch der Fall sei.
13:40 Uhr – Selenskyj: Lieferungen für ukrainische Luftverteidigung kommen „in letzter Minute“
Selenskyj fordert auf der Münchner Sicherheitskonferenz die westlichen Verbündeten zu rascheren Waffenlieferungen auf. „Manchmal gelingt es uns, neue Raketen für unsere Patriots oder Nasams erst kurz vor einem Angriff und manchmal sogar nur im allerletzten Moment bereitzustellen“, sagt er unter Verweis auf zwei von Deutschland und Norwegen gelieferte Luftabwehrsysteme.
Er bedauert zudem, dass sich die Waffen schneller entwickelten als die politischen Bemühungen zur Beendigung der russischen Invasion. „Waffen entwickeln sich schneller als politische Entscheidungen, die sie stoppen sollten“, sagt der ukrainische Präsident. So seien die von Russland genutzten iranischen Schahed-Drohnen im Verlauf des bald vier Jahre dauernden Krieges in ihrer Wirkung immer folgenschwerer geworden.
12:38 Uhr – Selenskyj wirbt bei Nato für „größte Armee Europas“
Der ukrainische Präsident fordert erneut eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes. Die ukrainsche Armee sei die stärkste Europas, sagt Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Es wäre nicht schlau, die größte Armee Europas aus der Nato herauszulassen“, betont er. „Aber stellen Sie sicher, dass dies Ihre Entscheidung sein wird und nicht Putins“, fügt er an die Adresse der Nato-Staaten hinzu.
11:21 Uhr – Starmer will auf russischen Angriff vorbereitet sein
Der britische Premierminister Starmer hat eine Aufrüstung der europäischen Partner angemahnt. „Hard power“, die Fähigkeit, die eigenen Interessen militärisch und wirtschaftlich durchzusetzen, sei „die Währung unsere Zeit“, sagt Starmer während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Im Falle eines Friedensabkommens in der Ukraine, „auf das wir alle intensiv hinarbeiten“, würde die Aufrüstung Russlands die Gefahr für Europa nur noch verstärken. „Denn sie würde nicht aufhören“, sagt Starmer, der auf die Nato-Prognose verwies, Russland könnte am Ende des Jahrzehnts zu einem militärischen Angriff gegen das Bündnis bereit sein. „Deshalb müssen wir auf diese Bedrohung reagieren.“
10:52 Uhr – Rubio: Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen
US-Außenminister Rubio räumt ein, dass es unklar ist, ob Russland in den von Trump initiierten Friedensgesprächen für die Ukraine wirklich verhandlungsbereit ist. „Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen mit der Beendigung des Krieges“, sagt Rubio.
Zur Rolle der USA sagt Rubio, die Vereinigten Staaten würden weiterhin alles tun, was sie könnten, um beizutragen, den Krieg zu beenden. Den Vereinten Nationen hat er vorgeworfen, bei der Lösung internationaler Konflikte außen vor zu sein. Sie spielten dabei „praktisch keine Rolle“, sagte er. Es seien die USA und deren Führungsstärke gewesen, die einen Waffenstillstand im Gazastreifen erreicht und auch im Ukraine-Krieg dafür gesorgt hätten, dass beide Seiten an einem Tisch zusammengekommen seien.
09:44 Uhr – Ukraine und IWF einig über Lockerung von Bedingungen für Kredit
Die Ukraine und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf eine Lockerung von Bedingungen für ein neues Kreditprogramm im Volumen von 8,2 Milliarden Dollar geeinigt. Die Zustimmung sei ein entscheidender Anker für weitere internationale Finanzhilfen für die Ukraine, darunter ein Darlehen der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro.
02:26 Uhr – Raketen auf Belgorod
Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow erklärte in einem auf Telegram geposteten Video, dass die Männer Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und Stromnetze in der Stadt reparierten. Durch den Angriff seien auch Energieanlagen schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.
01:38 Uhr – Orden für ausgestoßenen Olympioniken
Selenskyj hat Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch den ukrainischen Orden der Freiheit überreicht. Bei einem überraschenden Treffen mit dem 27-Jährigen würdigte der Staatschef noch einmal die konsequente Haltung des ukrainischen Sportlers im Streit um dessen Helm mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). „Die Ukraine wird immer Champions und Olympioniken hervorbringen. Doch ihr größter Schatz sind die Ukrainer selbst – all jene, die die Wahrheit und das Andenken an die von Russland getöteten Athleten bewahren, Athleten, die aufgrund der russischen Aggression nie wieder an Wettkämpfen teilnehmen können“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X zu Bildern des Treffens.
00:02 Uhr – Selenskyj lehnt Donbass-Aufgabe erneut ab
Selenskyj hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt. Er begründete dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.
„Ich soll zu ihnen gehen, in jede Wohnung, klopfen und sagen: Schau mal, eine großartige Idee! Vergiss dein Haus, vergiss alles, deine Verwandten, verlass dein Haus, denn das ist die großartige Idee der großen Bosse“, sagte Selenskyj im Gespräch mit der WELT-Partnerpublikation „Politico“ auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Freitag, 13. Februar:
20:13 Uhr – Merz sagt Ukraine weitere Unterstützung zu
Merz hat der Ukraine weitere Unterstützung im Abwehrkrieg gegen Russland versprochen. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj bei der Münchner Sicherheitskonferenz habe Merz unterstrichen, „dass auf Deutschland als momentan größter Unterstützer der Ukraine weiter Verlass sein werde“, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Im Zentrum des Gesprächs hätten die aktuelle Kriegssituation und der Stand der Verhandlungen mit Russland und den USA gestanden.
Darüber hinaus hätten Merz und Selenskyj Fragen der Rüstungskooperation und der zivilen Hilfe für die Ukraine besprochen, hieß es weiter. Selenskyj schrieb nach dem Gespräch auf der Plattform X, man habe vor allem über die Lage im Energiesektor und dem Wiederaufbau gesprochen. „Die Ukraine wird eine Liste mit den Anforderungen zur Unterstützung unserer Energieinfrastruktur und militärischen Kapazitäten erstellen und an die Partner senden. Wir zählen auf ihre Unterstützung.“ Ein weiteres Thema seien Sicherheitsgarantien für die Ukraine und ganz Europa gewesen.
19:01 Uhr – Trump: Selenskyi muss sich bewegen
Trump sagt, der ukrainische Präsident Selenskyj werde eine Chance auf Frieden verpassen, wenn er nicht „in Bewegung komme“. Russland wolle inmitten des andauernden Krieges in der Ukraine ein Abkommen schließen, sagt Trump vor Reportern im Weißen Haus. „Russland will eine Einigung erzielen, und Selenskyj muss sich bewegen. Sonst verpasst er eine große Chance. Er muss handeln.“
18:54 Uhr – Merz und Rubio sprechen über Ukraine-Krieg
US-Außenminister Marco Rubio und Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz über Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs ausgetauscht. Rubio habe dabei die starke Unterstützung Deutschlands für die Ukraine gewürdigt, teilte ein Sprecher seines Ministeriums mit. Außerdem sei es um die Koordinierung von Wiederaufbaumaßnahmen gegangen.
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, dass Gespräch habe sich auf die Situation in der Ukraine, den Stand der Verhandlungen mit Russland und die weitere Unterstützung der Ukraine vor allem mit militärischen Mitteln konzentriert. Außerdem sei es um die europäische Rolle innerhalb der Nato gegangen.
Rubio würdigte demnach deutsche Schritte zur Stärkung der Allianz. Auch über die Situation im Nahen Osten und insbesondere im Iran tauschten sich Merz und Rubio den Angaben zufolge aus. Vor seiner Reise nach China habe Merz auch die Gelegenheit genutzt, mit Rubio über die Situation in Fernost und über Handelspolitik zu sprechen, hieß es.
17:35 Uhr – Treffen der Ukraine-Unterstützerstaaten ohne Rubio
Die Staats- und Regierungschefs mehrerer europäischer Länder haben sich anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz zu Beratungen über den Ukraine-Krieg getroffen. An dem Treffen mit Selenskyj nahmen unter anderen Bundeskanzler Merz, der britische Premierminister Starmer und Nato-Generalsekretär Rutte teil. Das Treffen fand im sogenannten Berlin-Format statt, in dem zahlreiche EU-Länder sowie die Spitzen der EU und der Nato zusammengeschlossen sind.
US-Außenminister Marco Rubio nahm an dem Treffen nicht teil. Ein US-Regierungsvertreter verwies auf den vollen Terminkalender des Ministers bei der Sicherheitskonferenz. Rubio befasse sich in München aber „in vielen seiner Treffen mit dem Thema Russland-Ukraine“.
15:45 Uhr – Merz zu Russland-Dialog bereit
Nach dem Vorpreschen des französischen Präsidenten Macron mit Blick auf die Wiederaufnahme eines Dialogs mit Russland zeigt sich Bundeskanzler Merz zurückhaltend. „Wenn es sinnvoll ist, zu reden, dann sind wir zu Gesprächen bereit“, sagte Merz bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Allerdings zeige Russland noch keine Bereitschaft zu „ernsthaften Gesprächen“.
Die Europäer stünden in engem Austausch mit den USA und der Ukraine. „Wir sind sehr, sehr gut koordiniert“, sagte Merz mit Blick auf die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau. Es werde alles auch mit den Europäern abgestimmt.
15:35 Uhr – Rutte spottet über russische Streitkräfte
Nato-Generalsekretär Rutte hat das Tempo des russischen Vormarsches in der Ukraine mit dem einer Gartenschnecke verglichen. „Dieser sogenannte russische Bär existiert nicht“, sagte er bei der Münchner Sicherheitskonferenz. „Unterm Strich bewegt sich das kaum schneller als eine Gartenschnecke.“
Rutte verwies zudem auf die enormen Verluste der russischen Streitkräfte in dem Angriffskrieg. Allein im Dezember seien 35.000 russische Soldaten gefallen, im Januar ebenfalls 30.000. „Das sind die Fakten. Deshalb müssen wir die Ukraine stark halten, denn wir sehen, dass sie unsere Unterstützung bestmöglich nutzt“, sagte er.
15:30 Uhr – China sieht Ukraine als Freund
China betont „traditionelle Freundschaft“ mit der Ukraine und sieht sie als Partner. Dies habe Außenminister Wang Yi bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen erklärt, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Peking werde weiterhin eine konstruktive Rolle bei einer politischen Lösung der „Krise“ spielen.
13:35 Uhr –Wadephul kritisiert DAAD-Verbot in Russland scharf
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat das Verbot des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Russland scharf kritisiert. „Wir fordern Russland auf, diese Maßnahme umgehend zurückzunehmen“, sagte Wadephul vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz. Die russische Regierung hatte den DAAD zuvor zur unerwünschten Organisation erklärt, was auch Auswirkungen etwa auf geförderte russische Stipendiaten haben könnte.
„Wir beobachten mit Sorge, dass die Wissenschaftsfreiheit in Russland immer stärker eingeschränkt wird. Immer mehr unabhängige Wissenschaftsorganisationen werden systematisch an ihrer Arbeit gehindert“, sagte der Außenminister weiter. „Das ist kein wirklicher Friedenswille, das ist kein Wille der Verständigung, den wir in Russland hier sehen“, kritisierte der CDU-Politiker.
12:24 Uhr – Russland kündigt Ukraine-Gespräche für nächste Woche an
Russland kündigt für kommende Woche die nächste Runde der Ukraine-Friedensgespräche an. Die Gespräche finden nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen in Genf statt. Die Unterredung sei für Dienstag und Mittwoch geplant, melden die Agenturen unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die russische Delegation soll demnach von Kreml-Berater Wladimir Medinsky geleitet werden.
Zuvor hatte die russische Regierung zwar als Termin der nächsten Gespräche die kommende Woche bestätigt, den Ort der Begegnung aber offengelassen. Insidern zufolge hatten US-Vertreter ein trilaterales Treffen am Montag und Dienstag in Miami im US-Bundesstaat Florida vorgeschlagen. Frühere Gesprächsrunden hatten in Abu Dhabi stattgefunden.
12:12 Uhr – USA drängen Ukraine zu Zugeständnissen an Russland
Die US-Regierung drängt die Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge bei den Friedensgesprächen mit Russland zu Zugeständnissen. Unter dem Eindruck der im Herbst in den USA anstehenden Zwischenwahlen gebe es wachsenden Druck, den Krieg vor dem Frühsommer zu beenden, schreibt die „New York Times“ unter Berufung auf ukrainische Regierungsvertreter.
12:06 Uhr – Litauen vertraut auf deutsche Bundeswehr-Zusagen
Litauens Präsident Gitanas Nauseda reagierte zurückhaltend auf Berichte über fehlende Freiwillige für die Bundeswehr-Brigade in Litauen. Nach Gesprächen mit Kanzler Merz betonte er, dass Deutschland seine Verpflichtungen ernst nehme und an den zugesagten Plänen festhalte. Außerdem kündigte er an, das Thema mit Verteidigungsminister Pistorius weiter zu besprechen.
Auslöser war ein „Spiegel“-Bericht über Personalprobleme beim Aufbau der Brigade. Demnach fehlen vor allem Freiwillige in unteren Dienstgraden. Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 zum Schutz der Nato-Ostflanke auf, die bis 2027 mit rund 4800 Soldaten voll einsatzfähig sein soll. Litauen grenzt an Russlands Ostsee-Exklave Kaliningrad und Moskaus engen Verbündeten Belarus.
08:32 Uhr – Russland prüft Rückkehr zum Dollar nach Ukraine-Friedensabkommen mit Trump
Das Präsidialamt in Moskau hat Vorschläge formuliert, die Russland erneut für den Dollar öffnen könnten – eingebettet in eine weitreichende wirtschaftliche Partnerschaft mit der Trump-Administration. Ein internes Dokument, das Bloomberg einsehen konnte, legt diese Linie detailliert dar.
Das Memo, das in diesem Jahr entstand, nennt sieben Felder, auf denen sich nach Einschätzung des Kremls russische und amerikanische Wirtschaftsinteressen überschneiden könnten, falls ein Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zustande kommt.
Kernstück des Angebots ist eine Rückkehr Russlands ins Dollar-Abrechnungssystem. Das wäre ein spektakulärer Kurswechsel für Moskau – und könnte die globalen Finanzmärkte grundlegend erschüttern. Nach amerikanischen Vorstellungen soll im Zuge eines Friedensabkommens eine schrittweise Aufhebung der Sanktionen erfolgen. Erst dadurch wäre es Russland wieder möglich, in Dollar zu handeln.
06:12 Uhr – „Putins imperiale Ambitionen ungebrochen“
Der lettische Verteidigungsminister Andris Sprūds hält einen Frieden in der Ukraine bis Juni, wie von Donald Trump geplant, für unrealistisch. „Putins imperiale Ambitionen sind ungebrochen. Der Drang in Moskau, fremde Länder anzugreifen und zu besetzen, besteht unvermindert fort“, sagte Sprūds im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Es ist also ziemlich unrealistisch, dass bis Juni Frieden in der Ukraine einkehrt.“ Zu den wahren Ursachen dieses Krieges gehöre auch Putins autoritäres Regime, das um jeden Preis überleben wolle und deshalb auf seinen Maximalzielen im Krieg beharre. „Daran hat sich nichts geändert.“
Der Forderungen nach einer europäischen nuklearen Abschreckung erteilte er eine Absage. „Nein, eine eigene europäische nukleare Abschreckung ist nicht notwendig“, so der Minister. Sprūds pflichtete Nato-Generalsekretär Mark Rutte bei, dass sich Europa auch in Zukunft nicht ohne die USA verteidigen könne. „Unser Ziel ist nicht, dass die Europäer militärisch unabhängig von den USA werden“.
dpa/AFP/Reuters/Bloomberg/ceb/lay/jac/saha/nw/jra





















