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Ukraine greift riesiges Munitionslager an – Stadt evakuiert | ABC-Z

Auch Raffinerie im VisierUkraine greift riesiges russisches Munitionslager an – Ort evakuiert

12.02.2026, 12:08 Uhr

Die Anlage in Kotluban vor dem Angriff auf einer Satellitenaufnahme. (Foto: Google © Image Airbus, CNES / Maxar Technologies)

Das ukrainische Arsenal an Waffen für Angriffe über größere Distanzen ist mit der Zeit umfangreicher geworden. Nun sollen zwei beachtliche Attacken auf russisches Territorium gelungen sein, mindestens eine davon mit Marschflugkörpern vom Typ Flamingo.

Die ukrainische Armee hat dem Generalstab zufolge ein russisches Munitionsdepot in der Ortschaft Kotluban in der Region Wolgograd angegriffen. Es soll sich um einen der größten Lagerplätze für Munition der russischen Armee handeln. Den Angaben aus Kiew nach werden dort Raketen, Munition und Sprengstoffe gelagert. Der Angriff soll mit den relativ neuen Marschflugkörpern vom Typ Flamingo durchgeführt worden sein.

Auf unbestätigten Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken ist ein rot aufleuchtender Himmel zu sehen. “Es wurden starke Explosionen auf dem Gelände der Anlage mit anschließender Sekundärdetonation registriert”, hieß es vom Generalstab.

Der Gouverneur von Wolgograd, Andrej Botscharow, schrieb auf Telegram, wegen Detonationen sei die Evakuierung des Ortes Kotluban veranlasst worden. Er sprach von einem Brand durch Trümmerteile. Verletzte und Schäden an ziviler Infrastruktur gebe es nicht. Anwohner seien in Bussen in Notunterkünfte gebracht worden.

Raffinerie im Visier

Weitere Bilder zeigen einen Angriff auf eine Ölraffinerie in der Stadt Uchta in der Region Komi im Norden Russlands. Diese befindet sich über 2000 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernt. Der OSINT-Kanal Cyber Boroshno erwähnte anhand von Bildaufnahmen Treffer auf die AVT-Anlage der Raffinerie (Atmosphären-Vakuum-Öldestillation). Sie soll eine Jahreskapazität von bis zu zwei Millionen Tonnen Rohstoff pro Jahr haben und schweres Yaregsk-Öl verarbeiten.

Cyber Boroshno geht davon aus, dass für den Angriff die oft verwendeten Langstreckendrohnen vom Typ Liutyi eingesetzt wurden. Der Generalstab der Ukraine hat sich bislang nicht zu einem Angriff auf die Ölraffinerie in Uchta geäußert.

Der russische Katastrophenschutz bestätigte einen Drohnenangriff, machte aber keine Angaben zu den Folgen. Wegen der anhaltenden Gefahr wurde der Flugplatz in der Stadt Uchta für den Luftverkehr gesperrt.

Bereits am Vortag soll bei Angriffen auf die russische Ölraffinerie Wolgogradskij in der Region Wolgograd laut dem ukrainischen Generalstab die Hauptanlage zur Primärverarbeitung von Öl beschädigt worden sein.

Quelle: ntv.de, rog

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