Ukraine: Der Zynismus des Kremls | ABC-Z

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat ein weiteres Beispiel für den Zynismus des Putin-Regimes geliefert, als er der Ukraine am Freitag vorwarf, mit „ständigen Provokationen“ Gespräche über ein Ende des Kriegs zu torpedieren. Mag sein, dass die Ukraine tatsächlich hinter dem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes in Moskau steht.
Russische Angriffe auf Zivilisten
Aber Moskaus Begleitmusik zu den Verhandlungen in Abu Dhabi zeigt deutlich, wer hier kein Interesse an Verhandlungen hat: Sie besteht darin, mit Luftangriffen Hunderttausende Menschen im kältesten Winter seit vielen Jahren der Heizung zu berauben und Zivilisten in einem Passagierzug, auf einem Markt und in einem Bus auf dem Heimweg von der Arbeit zu beschießen.
Das russische Regime allein hat diesen Krieg begonnen, es könnte ihn auch beenden. Das will es aber nicht, wie an der vom Kreml ständig wiederholten Formel abzulesen ist, man werde seine Forderungen auf dem Schlachtfeld durchsetzen, wenn die Ukraine die russischen Forderungen nicht akzeptiere. Moskau hat sich auf den von Donald Trump angestoßenen Verhandlungsprozess nur deshalb eingelassen, weil es hofft, auf diese Weise die USA auf ihre Seite zu ziehen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat deshalb recht, wenn er mahnt, nicht auf ein baldiges Ende des Kriegs zu hoffen.





















