Trump wirkt: Dax wieder deutlich unter 23.000 Punkten | ABC-Z

Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag eingeknickt. Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump im Iran-Krieg fällt, verringern die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will.
Der Dax
Kriselnde Kreditfonds und Tesla belasten US-Börsen
Auch an der Wall Street drehten die Indizes S&P-500 und Nasdaq ins Minus. Laut Reuters gerieten angesichts der Anspannung im Energiesektor Aktien von Fluggesellschaften unter Druck. Dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge stammen etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. Aktien von United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines sackten zwischen 1,2 und 3,6 Prozent ab.
Die wachsende Nervosität auf dem Markt für Privatkredite belastete Aktien von Vermögensverwaltern. Auslöser war der Anbieter Blue Owl: Er
begrenzte für zwei seiner auf Privatanleger ausgerichteten Fonds den Betrag, den Anleger abziehen können. Aktien von Blue Owl tauchten um 3,5 Prozent ab. Papiere von Apollo Global, Blackstone und Ares Management fielen zwischen 2,1 und 3,4 Prozent.
Im Automobilsektor stachen Tesla mit Abschlägen von mehr als vier
Prozent hervor. Der E-Autobauer ist mit den schwächsten Quartalsauslieferungen seit einem Jahr in das Jahr 2026 gestartet und hat die Erwartungen der Wall Street verfehlt.
Ein Fass Rohöl kostet wieder mehr als 100 Dollar
Die Ölpreise sprangen nach der Trump-Rede erheblich nach oben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kletterte zuletzt auf über 109 US-Dollar. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.
Trump stellte in seiner Rede zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele „sehr bald“ zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. „Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen“, sagte Trump.
Keine Hoffnung auf schnelle Deeskalation
Die Rhetorik der Rede habe Hoffnungen auf eine rasche Deeskalation deutlich gedämpft, bemerkte Marktanalyst Timo Emden. „Die Gemengelage wirkt wie ein geopolitisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem auf jedes Signal der Entspannung prompt neue Eskalationsrisiken folgen. Statt erhoffter Entspannungssignale überwiegt an den Märkten die Sorge vor einer erneuten Eskalation im Iran-Konflikt. Anleger, die zuletzt auf eine diplomatische Lösung und eine Beruhigung der Lage gesetzt hatten, sehen sich nun eines Besseren belehrt“, so Emden.
Aktien aus dem Chipsektor leiden unter der Angst vor länger anhaltenden Störeffekten durch den Iran-Krieg. Jene von Infineon
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