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Flensburg-Handewitt nach Arbeitssieg gegen Wetzlar Tabellenzweiter | ABC-Z

AUDIO: Flensburgs Lasse Möller: “Müssen mit den zwei Punkten zufrieden sein” (2 Min)

Handball-Bundesliga

Stand: 27.02.2026 21:35 Uhr

Pflichtaufgabe erfüllt, aber dafür hart arbeiten müssen: Die SG Flensburg-Handewitt setzte sich in der Bundesliga gegen das Tabellenschlusslicht HSG Wetzlar mit 35:31 (20:17) durch und schob sich damit auf Platz zwei.

von Florian Neuhauss

Manchmal schreibt der Handball seltsame Geschichten. Zu Beginn der Saison wechselte Andreas Palicka aus Paris zu Kolstad IL, nur um seinen Zwei-Jahres-Vertrag wegen finanzieller Probleme der Norweger im Februar schon wieder aufzulösen. Mit den Füchsen Berlin war auch schnell ein neuer Topclub für den ehemaligen Keeper des THW Kiel (2008-2015) gefunden. Aber erst ab dem Sommer. Und so stand der mittlerweile 39-jährige Schwede am Freitagabend gegen den alten Rivalen in Flensburg im Tor von Wetzlar.

Und anfangs war Palicka durchaus ein Faktor – auch dank seiner Paraden war die Partie zunächst ausgeglichen. Ein starker Torhüter reichte dem ersatzgeschwächten Schlusslicht aber nicht, um beim klaren Favoriten zu punkten. Die SG feierte ihren 17. Saisonsieg, den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und den Bestand einer historischen Serie: In 28 Jahren Bundesliga hat Wetzlar in Flensburg noch jedes Spiel verloren.

Ein Handball liegt im Tornetz.

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.

Bis zum 8:8 gibt Wetzlar den Ton an

Zwischen den beiden European-League-Spielen gegen HB Montpellier – das Hinspiel gewann die SG am Dienstag mit 40:35 – fand Flensburg zunächst nicht in die Partie. Was sicher an Palicka lag, aber vielleicht auch an der berühmten “leichten Schulter”, auf die die Schleswig-Holsteiner ihren Gegner womöglich genommen hatten.

Mit dem 8:8 von Aksel Horgen (14.) drehten die Hausherren jedoch auf. Hatte zuvor eigentlich nur SG-Keeper Benjamin Buric geglänzt, lief es jetzt auch in der Offensive. Als neun Minuten später Marko Grgic seinen fünften Treffer erzielte, führten die Gastgeber bereits mit 16:10.

Am Ende ist Buric bester Mann der Partie

Allerdings ließ sich der Tabellenletzte nicht hängen. Mit dem ersten Treffer der zweiten Hälfte – von Josip Simic – verkürzte Wetzlar wieder auf zwei Treffer (18:20/32.). Kurz darauf hatte die HSG nach einem Ballverlust von Simon Pytlick sogar die Chance zum 22:22, doch den Ausgleich verhinderte Flensburg.

Wir haben phasenweise eher gegen uns selbst gespielt und hatten Glück, dass wir ‘Benko’ hinter uns haben. Aber bei so vielen gerade müssen wir froh mit den zwei Punkten sein.

Flensburgs Lasse Möller

Trotzdem blieben die Hessen dran. Sehenswert waren die Parade von Palicka bei einem Grgic-Siebenmeter, als der Keeper einfach stehen blieb, und die Power von Philipp Ahouansou, gegen die die SG nie so richtig ein Mittel fand.

Doch am Ende war nicht Palicka der Mann des Abends, sondern sein Gegenüber Buric. Auf bärenstarke 17 Paraden brachte es der 1,97 Meter lange Bosnier zum Schluss – und sorgte damit für den schließlich doch ungefährdeten Sieg.

Cheftrainer Ales Pajovic (SG Flensburg-Handewitt) an der Seitenlinie.

European League

Eine Woche nach der Niederlage gegen Kiel gewann die SG ihr zweites Spiel in der Hauptrunde der European League. Überschattet wurde die Partie von einem Todesfall in der Campus-Halle.

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