Trump fordert Unterstützung – und warnt die NATO | ABC-Z

US-Präsident Trump sieht bei der Sicherung der Straße von Hormus die Armee anderer Länder in der Pflicht. Er fordert zudem Unterstützung durch die NATO – und spricht gleichzeitig eine Drohung aus.
US-Präsident Donald Trump erhöht im Iran-Krieg den Druck auf die NATO und fordert Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus. Die NATO solle helfen, sagte Trump in einem Interview mit der Financial Times. Sollte es “keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein”, wurde Trump zitiert. “Es ist nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert.”
Auf die Frage, welche Hilfe er genau erwarte, erwiderte Trump demnach: “Was auch immer nötig ist.” Er habe hinzugefügt, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitze als die USA. Außerdem wolle er “Leute, die einige böswillige Akteure an der (iranischen) Küste ausschalten”, wurde der US-Präsident weiter zitiert.
Sieben Länder sollen helfen
An Bord der Air Force One erklärte Trump, er habe etwa sieben Länder aufgefordert, Kriegsschiffe zu entsenden, um die Straße von Hormus offen zu halten. Der Präsident lehnte es ab, die Namen der Länder zu nennen. “Ich verlange, dass diese Länder kommen und ihr eigenes Territorium schützen, denn es ist ihr eigenes Territorium”, sagte Trump. Er behauptete, die Schifffahrtsroute sei für die Vereinigten Staaten nicht notwendig, da sie selbst Zugang zu Öl hätten. Australien und Japan lehnten eine Beteiligung an der Mission bereits ab.
An die Adresse Pekings gewandt, sagte Trump, China beziehe etwa 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, während die USA nur eine minimale Menge erhielten. In dem Zeitungsinterview deutete Trump auch an, er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben.
Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von der islamischen Revolutionsgarde militärisch bedroht. Zivile Schiffe könnten leicht von iranischem Gebiet mit Drohnen und Raketen beschossen werden – außerdem könnten iranische Schiffe Seeminen ausbringen. Iran hat bereits Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion beschossen. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Flughafen Dubai vorübergehend geschlossen
In der Nacht beschoss Iran nach Angaben der Behörden in Dubai auch die Gegend um den internationalen Flughafen. Eine Treibstofftank geriet in Brand. Dieser sei inzwischen gelöscht worden, teilten die Behörden am frühen Morgen mit. Allerdings wurde der Flugbetrieb vorübergehend ausgesetzt. Dies sei eine “Vorsichtsmaßnahme zur Gewährleistung der Sicherheit aller Passagiere und Mitarbeiter”, erklärte das Medienbüro der Metropole auf der Plattform X. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht und niemand verletzt worden. Der internationale Airport von Dubai ist der Heimatflughafen der Gesellschaft Emirates und einer der verkehrsreichsten der Welt für internationale Reisen.





















