Trump: Es wird bald beendet sein | ABC-Z

Gerade hatte „Kriegsminister“ Pete Hegseth verkündet, dass trotz der militärischen Erfolge Amerikas und Israels im Irankrieg dies erst „der Anfang“ gewesen sei, da ging Donald Trump mit einer anderen Botschaft an die Öffentlichkeit. In Florida trat er am Montagnachmittag vor die Presse und sagte: Die Vereinigten Staaten hätten die Gefahr des Regimes in Teheran „zum richtigen Zeitpunkt“ gestoppt. Dann fügte er hinzu: „Wir sind sehr stolz darauf, daran beteiligt zu sein, und es wird bald beendet sein.“
Kurz zuvor hatte er schon in einem Interview gesagt, der Krieg, der inzwischen zehn Tage andauert, sei ziemlich vollendet. Man sei dem Zeitplan weit voraus. Zu Beginn der Kampfhandlungen hatte der Präsident davon gesprochen, dass der Krieg vier bis fünf Wochen dauern könnte. Auf Hegseths Äußerung angesprochen sagte er, dies sei der Anfang, ein neues Land aufzubauen.
Trump schien mit seinen Worten auf die steigenden Ölpreise und die Unruhe in seiner MAGA-Bewegung zu reagieren. Der Oberbefehlshaber sandte aber widersprüchliche Signale: In Florida sagte er auch: „Wir haben schon in mehrerer Hinsicht gewonnen, aber nicht genug“. Man werde entschlossener denn je voranschreiten, um den endgültigen Sieg zu erreichen, der der langfristigen Gefahr ein für allemal ein Ende bereite. Auf die Frage, ob der Krieg in dieser Woche enden werde, sagte er: Nein, aber bald, sehr bald. Ein Datum nannte er nicht. Die große Gefahr in dem Krieg sei seit drei Tagen vorüber. Man habe die iranischen Raketen und Drohnen zerstört und auch die Rüstungsfabriken. Wenn man sich das alles anschaue, habe Teheran militärisch praktisch nichts mehr.
Vance laut Trump „weniger begeistert“ vom Angriff
Auch ein Teil seiner Berater dringt inzwischen auf eine Exit-Strategie. Der Präsident gestand ein, dass sein Vizepräsident J. D. Vance vom Ansatz her „ein bisschen anders“ als er sei. „Ich glaube, er war wohl weniger begeistert“, in den Krieg zu ziehen. Marco Rubio, in dessen Nationalem Sicherheitsrat die Pläne nach dem Muster der Militäroperation in Venezuela gemacht worden waren, nannte er den besten Außenminister, den Amerika je gehabt habe.
In Washington war schon gleich nach dem Enthauptungsschlag gegen das Regime in Teheran, bei dem der Oberste Führer Ali Khamanei getötet worden war, gemutmaßt worden, Trump könnte irgendwann einfach einen Sieg verkündet und die Kampfhandlungen einstellen, sollte sich der Widerstand des Regimes als zäh erweisen. Am Freitag hatte er von Iran noch eine bedingungslose Kapitulation gefordert und verlangt, Washington müsse die künftige Führung in Teheran gemeinsam mit Iran auswählen. Nun äußerte er sich „enttäuscht“, dass das Regime Mojtaba Khamenei, den Sohn des getöteten Ayatollahs, zum Führer ernannt habe. „Ich war enttäuscht, weil wir glauben, es wird zu den gleichen Problemen für das Land führen.“ Die Frage, ob man ihn so wie seinen Vater ins Visier nehme, wollte er nicht beantworten.
Mit Blick auf die Energiepreise sagte Trump acht Monate vor den Kongresswahlen, die „Exkursion“ in Iran sei nötig gewesen. Danach werde es niedrigere Ölpreise für amerikanische Familien geben. Trump drohte dem Regime für den Fall, dass es irgendetwas Böses in der Straße von Hormuz unternehme, durch die zwanzig Prozent des globalen Ölhandels geht. Wenn es das Nadelöhr, das den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, blockiere, wäre es das Ende des Landes. Weiter sagte er, die Straße sei derzeit offen und werde schon wieder von Tankern befahren. Er erwäge aber, die Kontrolle über sie zu übernehmen.
Trump erwähnte auch das jüngste Telefonat mit Wladimir Putin, das gut gewesen sei. Der russische Präsident habe seine Hilfe für Iran angeboten. Er, Trump, habe gesagt, er könne helfen, wenn er den Ukraine-Krieg beende. Über die russische Aufklärung für das iranische Militär im Krieg gegen die Vereinigten Staaten äußerte er sich nicht. Am Wochenende hatte er gesagt, sollte Moskau Teheran mit Zieldaten amerikanischer Militärstandorte versorgen, dann helfe dies den Iranern nicht sehr.





















