Trump beschlagnahmt Tanker vor Küste Venezuelas – „weitere Dinge im Gange“ | ABC-Z

Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump einen Tanker vor der Küste Venezuelas unter ihre Kontrolle gebracht. „Wir haben gerade einen Tanker vor der Küste Venezuelas beschlagnahmt“, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus vor Journalisten. Es handele sich „um den größten, der je beschlagnahmt wurde“.
Justizministerin Pam Bondi veröffentlichte ein Video von schwer bewaffneten US-Soldaten, die von Helikoptern aus an Bord des Schiffes gehen. Sie sprach von einer gemeinsamen Operation der US-Küstenwache, des FBI, des Heimatschutzministeriums und des Pentagon.
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Today, the Federal Bureau of Investigation, Homeland Security Investigations, and the United States Coast Guard, with support from the Department of War, executed a seizure warrant for a crude oil tanker used to transport sanctioned oil from Venezuela and Iran. For multiple… pic.twitter.com/dNr0oAGl5x
— Attorney General Pamela Bondi (@AGPamBondi) 10. Dezember 2025
Bondi erklärte, der Tanker werde „zum Transport sanktionierten Öls aus Venezuela und Iran genutzt“. Das Schiff sei seit Jahren mit US-Sanktionen belegt, weil es „in ein illegales Ölfrachtnetzwerk verwickelt ist, das ausländische Terrororganisationen unterstützt“. US-Medien zufolge war das Schiff nach Kuba unterwegs.
Trump will Öl des Tankers behalten und deutet weitere Aktionen an
Auf die Frage, was mit dem transportierten Öl geschehen werde, antwortete Trump laut „CNN“: „Ich denke, wir behalten es.“ Die Spannungen zwischen den USA und dem Ölförderland Venezuela hatten sich zuletzt deutlich verschärft.
Der US-Präsident sagte, es seien zudem „weitere Dinge im Gange“, ohne Details zu nennen. Die Trump-Regierung hatte seit September immer wieder die Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler angegriffen und Kriegsschiffe vor Venezuela in Stellung gebracht. Der international isolierte venezolanische Präsident Nicolás Maduro vermutet dahinter US-Pläne zu seinem Sturz.
Trump hatte mehrfach betont, dass er auch Einsätze an Land nicht ausschließt. Zuletzt hatte er im Interview des Nachrichtenportals „Politico“ zur Frage nach einer amerikanischen Bodeninvasion in Venezuela erklärt, er wolle weder etwas bestätigen noch ausschließen.
Dieser Screenshot aus dem Video, das Pam Bondi auf der Plattform X geteilt hat, zeigt mehrere bewaffnete Soldaten auf dem Öltanker.
© AFP PHOTO / X-ACCOUNT DER US-JUSTIZMINISTERIN PAM BONDI | Handout
Maduros Tage sind laut Trump gezählt
Auch auf die Frage, wie weit er gehen würde, um den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen, wollte Trump nicht antworten. Er betonte aber: „Seine Tage sind gezählt.“ Der US-Präsident warf Maduro vor, das venezolanische Volk „furchtbar“ zu behandeln.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Seit Wochen verschärft Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem südamerikanischen Land. Die USA haben nicht nur zusätzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen und mehrere Kriegsschiffe in die Region verlegt, darunter den weltgrößten Flugzeugträger. Trump genehmigte auch verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela.
pau/sh/dpa














