Trotz steigender Ölpreise: US-Anleger trauen sich wieder an Reise-Aktien | ABC-Z

Trotz steigender Ölpreise US-Anleger trauen sich wieder an Reise-Aktien
17.03.2026, 23:46 Uhr
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Die Wall Street bleibt auf Erholungskurs – wenn auch deutlich langsamer als am Vortag. Die Sorgen vor einem Endlos-Krieg im Iran scheinen etwas nachzulassen. Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung haben die Anleger kurz vorm Fed-Entscheid aber auch begraben.
Steigende Energiekosten infolge des Nahost-Konflikts und die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed haben die Anleger an der New Yorker Börse am Dienstag vorsichtig gestimmt. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent fester bei 46.993 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,25 Prozent auf 6716 Zähler und der technologielastige Nasdaq legte 0,5 Prozent auf 22.479 Stellen zu. Die US-Notenbank hat ihre zweitägige Sitzung begonnen und wird am Mittwoch ihre Entscheidung bekanntgeben. Es wird erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben.
Die Sorge vor längeren Lieferunterbrechungen durch die faktische Schließung der Schifffahrtsroute an der Straße von Hormus ließ derweil die Ölpreise erneut steigen: Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich jeweils um gut zwei Prozent auf 103,67 Dollar und 96,18 Dollar je Barrel. Diese Bedenken dürften im Mittelpunkt der Fed-Sitzung stehen. Die Terminkontrakte deuten nur noch auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gegen Ende des Jahres hin. Vor dem Krieg waren noch zwei Zinsschritte eingepreist gewesen. Der Fokus der Anleger dürfte vor allem darauf liegen, welchen Ausblick die Notenbanker geben und wie sie die Gefahr eines Inflationsanstiegs bewerten.
Die Aktien von Fluggesellschaften und Reiseunternehmen, die empfindlich auf Treibstoffkosten reagieren, erholten sich. Die Fluggesellschaften Delta und American hoben ihre Umsatzprognosen für das laufende Quartal an. Die Delta-Aktie stieg um 6,6 Prozent, American Airlines um 3,5 Prozent. Andere Branchenaktien wie Norwegian Cruise und Expedia legten um 2,2 beziehungsweise 4,2 Prozent zu.
“Verbraucher und Markt machen sich im Moment nicht mehr so viele Sorgen über die Inflation wie vielleicht noch vor einer Woche”, sagte Dennis Dick, Gründer von Triple D Trading. “Ich glaube, wir fangen an, klarer zu sehen, dass dieser Krieg nicht ewig dauern wird.”
Honeywell gaben 1,3 Prozent nach, nachdem der Industriekonzern erklärt hatte, der Konflikt könne sich auf den Umsatz im ersten Quartal auswirken. Eli Lilly verloren 5,9 Prozent, nachdem das Brokerhaus HSBC die Aktie von “Hold” auf “Reduce” herabgestuft hatte.
Die Titel des Fahrdienstvermittlers Uber legten um 4,2 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte an, ab dem kommenden Jahr in 28 Städten Robotaxis einzuführen, die mit der Software von Nvidia für autonomes Fahren betrieben werden.
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