Berlin

Trotz des vielen Schnees ist der Boden in Berlin und Brandenburg extrem trocken | ABC-Z

Auch Axel Bronstert, Hydrologe an der Universität Potsdam, sieht das so. “Die Bodenfeuchte ist derzeit trockener als im Mittel. Weil es so wenig Niederschlag gab und weil das meiste davon noch gar nicht im Boden ist”, sagte er rbb|24. Für das Grundwasser sei das erstmal nicht weiter schlimm, denn der derzeit schmilzende Schnee gehe ja jetzt in den Boden. “Der war nur zwischengespeichert, so lange er als Schnee dalag”.

Dass der Boden gefroren sei, habe dabei keinen negativen Effekt, sagt Bronstert. Auch Schmelzwasser, das bei uns auf gefrorenem Untergrund abfließe, gelange zum Teil in den Boden. Das sei in Nordkanada bei monatelangem Frost anders. Doch bei uns gäbe es trotz des Frostes immer noch Poren im Erdreich. “Der Boden ist ja nicht komplett versiegelt durch die Kälte.”

Das Problem liegt also laut Axel Bronstert nicht beim verhältnismäßig langen Frost – im Gegenteil, durch diesen gäbe es im kommenden Sommer wahrscheinlich weniger Zecken und Mücken – sondern schlicht am bisher ausgebliebenen Niederschlag. Der für die Bevölkerung, die sich über ihn in Form von überfrorenem Schnee hinwegkämpfen musste, nach deutlich mehr aussah.

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