5:1-Sieg gegen Genk: Freiburg erstmals im Viertelfinale der Europa League | ABC-Z

Der SC Freiburg steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Europa League und hat einen neuen Rekordtorschützen.
Viertelfinale. Und wie! Mit 5:1 fertigte der SC Freiburg den KRC Genk im Achtelfinal-Rückspiel ab und zog mit großer Wucht in die nächste Runde der Europa League ein. Matthias Ginter (19.), Igor Matanovic (25.), Vincenzo Grifo (53.), Yuito Suzuki (56.) und Maximilian Eggestein (79.) erzielten die Tore für die Breisgauer. Matte Smets konnte nur den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für die Belgier erzielen.
“Die Gemütslage ist unfassbar gut. Es war eben auch ein einfach geiler Moment mit den Fans”, sagte Torschütze Matanovic im SWR-Interview. “Wir hatten nach dem Hinspiel einiges gut zu machen. (…) Und heute waren wir einfach brutal.”
Der SC Freiburg musste die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel aufholen und begann entsprechend druckvoll. Allerdings war dem Team von Trainer Julian Schuster die Nervösität in dieser Anfangsphase deutlich anzumerken: Fehlpässe, überhastete Tiefenläufe ins Abseits, Stellungsfehler im Angriffsdrittel – das alles führte dazu, dass Freiburg die Überlegenheit in den ersten 15 Minuten nicht in Torgefahr ummünzen könnte.
Ginter köpft den SC Freiburg in Führung
Doch Freiburg fing sich. Und nach 19 Minuten war das Hinspiel egalisiert. Vincenzo Grifo zirkelte den Ball mit viel Schnitt an den Fünf-Meter-Raum, wo sich Matthias Ginter hochschraubte und den Ball unhaltbar ins lange Eck köpfte.
Noah Atubolu verhinderte die eiskalte Dusche im direkten Gegenzug: Johan Manzambi ließ Aaron Bibout beim Kopfball-Duell gewähren, der Ball flog gegen Atubolus Laufrichtung, doch der 23-Jährige bugsierte den Ball mit einem starken Reflex über die Latte (20.).
Freiburger Doppelschlag kann Genk nicht schocken
So konnte Freiburg die Führung ausbauen: Wieder war es Ginter, der nach einem Fehlpass unnachahmlich nachsetzte, den Ball eroberte, auf Suzuki spitzelte und anschließend in den Strafraum sprintete. So stand er goldrichtig, um den Ball nach Suzukis abgefälschtem Schuss auf Igor Matanovic abzulegen, der ihn zum 2:0 über die Linie drückte (25.). Aber war das Abseits? Ginter und Matanovic richteten bange Blicke in Richtung Linienrichter – doch die Fahne blieb unten.
Freiburg offenbarte jedoch immer wieder mit Probleme in der Abwehr. Hier ein Stellungsfehler, dort kurz nicht aufgepasst. So kam Genk immer häufiger zu Chancen und schließlich zum Anschluss: Konstantinos Karetsas kam völlig frei zum Schuss. Der Ball prallte zunächst an den Innenpfosten und von dort zurück zum Fuß des Griechen. Ablage auf Matte Smets und plötzlich stand es nur noch 2:1 (41.). Und nur eine Minute später hatte Freiburg großes Glück, als Ken Nkuba den Ball ähnlich freistehend übers Tor drosch.
Smets schenkt Grifo den Rekord-Treffer
Nach der Pause verflachte das Spiel eine Weile. Doch plötzlich verteilte Genk Geschenke: Verteidiger Matte Smets wollte den Ball im eigenen Fünf-Meter-Raum auf Torwart Tobias Lawal querlegen, spielte ihn jedoch genau in die Füße von Vincenzo Grifo. Der 32-Jährige musste nur noch abstauben (53.). Es war Treffer Nummer einhundertsechs für den Italiener, der sich damit als erfolgsreichster Torschütze des SC Freiburg in die Vereinsannalen schrieb.
Drei Minuten später war es Nkuba, der nach einer Ecke über den Ball säbelte und Freiburg damit den Ball überließ. Manzambi startete den Mega-Sprint von Box zu Box, legte kurz auf Suzuki quer, und der Japaner schob zum 4:1 ein (56.).
Eggestein entscheidet das Spiel für den SC Freiburg
Nach dem zweiten Freiburger Doppelschlag verlegte sich der Sport-Club aufs Kontern. Konter Nummer eins hat Freiburg nach einem viel zu lässigen Querpass von Derry Scherhant auf Lucas Höler noch verschenkt. Konter Nummer zwei brachte die Entscheidung. Nach Vorlage von Suzuki zirkelte Maximilian Eggestein den Ball um Torwart Lawal herum zum 5:1 (79.)
Das Viertelfinale gegen Celta Vigo wird am 9. und 16. April ausgespielt. Freiburg startet mit einem Heimspiel und muss dann eine Woche später nach Galizien.





















