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Toilette manipuliert: Schule im Münchner Norden steht unter Wasser | ABC-Z

Mit einem harmlosen Lausbubenstreich hat das, was da in der Mittelschule in Allach-Untermenzing passiert ist, nichts zu tun. Schüler haben ein ganzes Stockwerk knöcheltief unter Wasser gesetzt. Der Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

So ging der Täter in der Franz-Nißl-Straße vor

Der oder die Verantwortlichen schlugen am Donnerstag, dem 29. Januar, zu, als auch der Hausmeister als einer der Letzten die Mittelschule in der Franz-Nißl-Straße verlassen hatte. Mit einer Mülltüte verstopften sie den Abfluss einer der Toiletten im ersten Obergeschoss des Gebäudes, teilte ein Polizeisprecher jetzt mit. Zudem wurde die Spülung so manipuliert, dass die ganze Nacht bis zum nächsten Morgen das Wasser lief.

Mit gravierenden Folgen. Denn als am Freitag (30. Januar) ein Lehrer die Schule betrat, stand er in dem Stockwerk bis zu den Knöcheln im Wasser. Als der Pädagoge nach der Ursache für die Überschwemmung suchte, stieß er in der Toilette auf die verstopfte Kloschüssel.

Polizei sucht nach einem weiteren Tatbeteiligten

Die Schulleitung verständigte die Polizei. Inzwischen konnte ein Schüler der Mittelstufe als mutmaßlicher Verantwortlicher ermittelt werden. Über Klasse und Alter machte die Polizei aus Datenschutzgründen keine Angaben. Der Jugendliche behauptet, er habe zwar die Toilette verstopft, aber nicht die Spülung manipuliert. Demnach müsste es noch einen zweiten Täter geben. Es gebe weitere Ermittlungen dazu, sagte ein Polizeisprecher. Der Sachschaden an dem Schulgebäude wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

Vorfall im Sommer 2025 mit Reizgas

In der Schule in der Franz-Nißl-Straße gab es bereits im vergangenen Sommer einen Vorfall: Dabei hatte jemand in dem Gebäude Reizgas versprüht. Nachdem 38 Personen, überwiegend Schülerinnen und Schüler, über brennende Augen und Husten geklagt hatten, war man zunächst von einem Gasaustritt ausgegangen.

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