Tofu: Lecker kochen mit Soja – Rezepte und Tipps | ABC-Z

Stand: 22.03.2026 16:30 Uhr
Tofu wird aus Soja hergestellt und ist beliebt als veganer Fleischersatz, Seidentofu eignet sich gut für Desserts. Wie bereitet man Tofu lecker zu, was ist beim Einkauf zu beachten? Tipps und viele Rezepte.
Er schmeckt gebraten oder gegrillt, frittiert oder roh, sowohl in herzhaften Gerichten als auch in Desserts – kaum eine Zutat lässt sich so vielseitig in der vegetarischen und veganen Küche einsetzen wie Tofu. Neben naturbelassenem Tofu bietet der Handel auch gewürzte oder marinierte Sorten sowie Räucher- und Seidentofu an. Hergestellt wird Tofu aus Sojabohnen.
Tofu marinieren – so geht’s
Naturbelassener Tofu ist relativ geschmacksneutral. Es empfiehlt sich daher, ihn vor der Weiterverarbeitung zu marinieren oder gut zu würzen. Eine einfache Marinade lässt sich beispielsweise mit Ingwer, Knoblauch, Curry sowie Sojasoße oder Limettensaft zubereiten. Darin den gewürfelten oder in Scheiben geschnittenen Tofu je nach Geschmack ein bis zwei Stunden einlegen. Anschließend kann man ihn auf vielfältige Art verwenden, etwa als Einlage in Suppen, als Zutat in Aufläufen, Pfannengerichten oder als Füllung in Teigtaschen.
Tofu passt sowohl zu Gemüse als auch zu Reis, Kartoffeln oder Quinoa. Während er bei uns vor allem für vegetarische oder vegane Gerichte verwendet wird, kombiniert man ihn im asiatischen Raum des Öfteren auch mit Fleisch oder Fisch.
Tofu knusprig braten
Damit Tofu schön knusprig wird, kann man ihn vor dem Braten etwa zehn bis 15 Minuten pressen. Dazu den Tofu-Block zwischen zwei Küchentücher oder -papiere legen und beispielsweise mit einem Topf beschweren, sodass überschüssige Flüssigkeit austritt. Eine weitere Möglichkeit: Den Tofu in Scheiben oder Würfel schneiden und diese vor dem Anbraten in etwas Stärke wenden. Wichtig ist, den Tofu möglichst scharf, also bei hoher Temperatur zu braten.
Rezepte mit Tofu
Räuchertofu schmeckt gebraten oder roh
Anders als der weiße Naturtofu hat geräucherter Tofu eine bräunliche Farbe. Er ist relativ fest und hat ein intensiv rauchiges Aroma. Räuchertofu schmeckt sehr gut in Salat oder in Scheiben geschnitten auf Brot, lässt aber auch gut anbraten, etwa im Wok mit verschiedenen Gemüsesorten. Gerieben oder in kleine Würfel geschnitten schmeckt er zudem in einer veganen Bolognese-Soße zu Pasta.
Seidentofu für Desserts und Cremes
Seidentofu ist besonders weich und enthält noch viel Flüssigkeit. Er eignet sich sehr gut, um daraus Cremes und Soßen herzustellen. Püriert kann er beispielsweise zu Eiscreme, fruchtigen Desserts oder auch zu herzhaften Dips und Dressings verarbeitet werden. Ebenso lässt er sich püriert in der veganen Küche als Ersatz für Sahne verwenden, beispielsweise für cremige Gemüsesuppen, Mousse au Chocolat oder Schokopudding. Seidentofu ist zudem ein guter Eier-Ersatz beim Backen, etwa für Käsekuchen. Zum Anbraten ist Seidentofu dagegen weniger geeignet, da er schnell zerfällt.
Rezepte mit Seidentofu
Herstellung von Tofu: Von der Bohne zum Sojaquark
Um aus Sojabohnen Tofu herzustellen, werden die eingeweichten Bohnen zunächst mit Wasser püriert und anschließend filtriert, um die flüssigen Anteile, die sogenannte Sojamilch, von den faserigen Bestandteilen zu trennen. Gerinnungsmittel sorgen im nächsten Schritt dafür, dass das Eiweiß der Sojamilch ausflockt. Dieses wird anschließend zu Blöcken gepresst und pasteurisiert. Da dieser Prozess der traditionellen Herstellung von Quark oder Käse ähnelt, wird Tofu manchmal auch als Sojaquark oder -käse bezeichnet.
Tofu einkaufen: Steckt Gentechnik drin?
Ein Großteil der weltweiten Soja-Produktion besteht aus gentechnisch veränderten Bohnen. Wer auf Produkte verzichten möchte, die unter dem Einsatz von Gentechnik hergestellt wurden, sollte daher auf die Kennzeichnung “Ohne Gentechnik” achten. Auch in Bio-Produkten dürfen keine gentechnisch veränderten Zutaten verwendet werden.
Eiweißreich und kalorienarm
Tofu ist kalorienarm und reich an Vitaminen und vor allem an Eiweiß. Er eignet sich daher besonders gut für eine vegetarische oder vegane Ernährung. Aber: Nicht alle Menschen vertragen Tofu, denn Soja kann allergische Reaktionen auslösen. Insbesondere Menschen mit Birkenpollen-Allergie sollten bei Sojaprodukten vorsichtig sein.
Seitan: Alternative auf Weizenbasis
Eine Alternative zu Tofu ist Seitan. Er wird aus Weizen hergestellt. Seitan kann gebraten, frittiert und gegrillt werden und erinnert in seiner Konsistenz stark an Fleisch. Allerdings enthält er sehr viel Gluten und ist daher für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit nicht geeignet.








































