Tino Chrupalla bei Caren Miosga: Jetzt zeigen wir’s ihm | ABC-Z

In einem Punkt ist Deutschland wirklich nicht gespalten: Alle finden Talkshows unterirdisch, und alle gucken sie. Es ist ein kollektiver Masochismus, von dem alle was haben: Gäbe es die Talkshows nicht, bliebe uns als gemeinschaftsstiftendes Ritual nur die ewige Klage über die Bahn und ihre Verspätungen.
Was aber nichts daran ändert, dass Talkshows oft halt wirklich ganz schrecklich sind.
Zum Beispiel am gestrigen Sonntagabend, als Caren Miosga den Parteivorsitzenden der AfD, Tino Chrupalla, zu Gast in ihrer Sendung hatte. Die Hauptrolle spielte allerdings nicht Chrupalla, sondern Miosgas Körpersprache, die 60 Minuten lang rechtschaffene Entrüstung ausstrahlte: Jedes Heben der Augenbraue, jedes Verziehen der Mundwinkel, jedes Rollen der Augen, jedes Schütteln des Kopfes, jedes Schnauben sollte offenkundig zum Ausdruck bringen, dass sich die Moderatorin nicht für dumm verkaufen lasse, sondern alles, wirklich alles, was ihr Gast sagen würde, für völlig konfus, mindestens selbstwidersprüchlich, von keinen Fakten gedeckt oder im besten Fall für eine durchschaubare Ausflucht halte.





















